News Bild "Nicht falschen Lehren folgen, sondern im wahren Glauben feststehen" - Der hl. Märtyrer Justinus und das Gebet um Geistliche Berufe

"Nicht falschen Lehren folgen, sondern im wahren Glauben feststehen" - Der hl. Märtyrer Justinus und das Gebet um Geistliche Berufe

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Traditionell am ersten Donnerstag eines jeden Monats begeht die Kirche den sogenannten "Priesterdonnerstag", den Gebetstag um Geistliche Berufe. In der Dompfarrkirche St. Ulrich, der geschichtsreichen Niedermünsterkirche, feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer aus diesem Anlass ein Pontifikalamt mit Eucharistischer Anbetung. Mit ihm stand am Altar der Regens des Priesterseminars St. Wolfgang, Msgr. Martin Priller, und Spiritual BGR Matthias Effhauser. Mit ihrem Vorstand waren auch die Regensburger Seminaristen gekommen, unter ihnen auch zahlreiche junge Ordensmänner, die in Regensburg an der Universität oder im Bischöflichen Studium Rudolphinum Theologie studieren. Ordensfrauen, Gottgeweihte Jungfrauen und Mitglieder geistlicher Gemeinschaften unterstützen ebenfalls das Gebet an diesem Donnerstagabend.

 

Auf der Suche nach Wahrheit und Weisheit...

Den Tagesheiligen Justin, der um das Jahr 165 in Rom als Glaubenszeuge ermordet wurde, stellte Bischof Rudolf in seiner Predigt den Gläubigen vor. Justin stammte aus einer griechisch-heidnischen Familie, wurde um 100 in Sichem in Samarien geboren, und hatte sich auf der Suche nach Wahrheit und Weisheit mit den verschiedenen Philosophien seiner Zeit auseinandergesetzt. Ein alter Mann war es dann, der ihm den Weg zu Christus wies mit den Worten: "Wir sind zu der Erkenntnis gelangt, er ist wirklich der Retter der Welt". Von nun an setzte Justin alles daran, den Glauben an den wahren Gott zu verkünden, drei seiner acht Schriften sind uns erhalten geblieben.

Er zählt damit zu den frühchristlichen Apologeten des 2. Jahrhunderts, die sich der systematischen Verteidigung und Rechtfertigung der christlichen Lehre widmeten. Durch ihn ist uns auch der Ablauf des Gottesdienstes in Rom aus dieser Zeit überliefert, mit der bis heute gültigen Zweiteilung in Wortgottesdienst und Eucharistiefeier. Durch seinen unermüdlichen Einsatz für den wahren Glauben wurde er in der Regierungszeit von Kaiser Marc Aurel um das Jahr 165 mit mehreren anderen Glaubenszeugen enthauptet.

"Bitten wir den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte zu berufen..."

Im Anschluss an das Pontifikalamt wurde vor dem ausgesetzten Allerheiligsten Fürbitte gehalten in den zahlreichen Anliegen des Gebetstages um Geistliche Berufe. Unter den Ruf "Bitten wir den Herrn der Ernte, Arbeiter in seine Ernte zu berufen...", wurden all jene gestellt, die einer geistlichen Berufung folgen, sei es als Priester oder Diakone, als Ordensleute oder Mitglieder geistlicher Gemeinschaften. Auch für die Familien wurde gebetet, das ihr gelebtes Zeugnis des Glaubens das Wachsen von Berufungen fördert.