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Zur Neuigkeit
Neues Dienstleistungszentrum der Diözese in Straubing eröffnet
Ein Segen für die Region
Straubing, 1. Juli 2026
Ein Meilenstein für die kirchliche Verwaltung und die Seelsorge im Dekanat Straubing ist gesetzt: Am vergangenen Mittwoch, den 1. Juli, wurde das neue Dienstleistungszentrum (DLZ) der Diözese Regensburg offiziell seiner Bestimmung übergeben. Es ist das mittlerweile achte von insgesamt 13 geplanten Zentren im Bistum, die eine moderne Verwaltung mit kirchlicher Bürgernähe verknüpfen. Ein historischer Ort dient dabei als neue Heimat: Das Zentrum ist im ehemaligen Pfarrhaus von Sankt Michael „In der Point 27“ untergebracht – in direkter Nachbarschaft zur Pfarrkirche und im gleichen Gebäude wie das örtliche Pfarrbüro.
Stärkung der Pastoral für rund 95.000 Katholiken
Die Neuausrichtung verfolgt ein klares Ziel: Verwaltungskompetenz bündeln, um die Seelsorge vor Ort spürbar zu entlasten. Der Einzugsbereich des neuen Knotenpunkts ist beachtlich. Das Dienstleistungszentrum arbeitet unmittelbar für die Pastoral im gesamten Dekanat Straubing und weit darüber hinaus. Konkret betrifft dies 63 Pfarreien und 12 Pfarreiengemeinschaften, in denen insgesamt fast 95.000 Katholiken leben.
Ein starkes Team aus vier Fachkräften lenkt ab sofort die Geschicke in Straubing: Verwaltungs- und Dienststellenleiter Thomas Mühlbauer, Verwaltungsmitarbeiterin Verena Erhard sowie die beiden Verwaltungskoordinatoren Simon Beck und Franziska Rauscher. Das gemeinsame Leitmotiv formuliert Dienststellenleiter Thomas Mühlbauer kurz und prägnant: „Wir für euch!“
Segen für Gebäude, Mitarbeiter und Pfarreien
Den feierlichen Höhepunkt der Eröffnung bildete die Segnung der Räumlichkeiten durch Domkapitular Johann Ammer. In seinem geistlichen Wort erbat er Gottes Beistand für die Kernbereiche: für das Gebäude als Ort eines gelingenden Miteinanders, für das Team und dessen tägliches Wirken sowie für die nachhaltige Entlastung der Pfarreien. In seinem Segensgebet betonte der Domkapitular die christliche Dimension der täglichen Verwaltungsarbeit: „Herr, unser Gott, du hast dem Menschen die Erde anvertraut, damit er sie gestaltet und dir dient. Wir bitten dich: segne diese Räume des neuen Dienstleistungszentrums und alle, die hier ein- und ausgehen. Schenke den Mitarbeitenden den Geist der Weisheit, der Geduld und der Hilfsbereitschaft, damit ihr Dienst den Pfarreien und den Menschen unserer Heimat zum Segen wird. Lass dieses Haus ein Ort des Friedens und des vertrauensvollen Miteinanders sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.“
„Eine ganz neue Ära“: Aufbruch im Geist des Miteinanders
„Wir sind miteinander, wir sind füreinander Kirche“, bekräftigte Domkapitular Ammer in seiner Ansprache und wünschte sich, dass alle unterschiedlichen Charismen gewinnbringend zusammenhelfen. Für Straubing breche mit dieser Eröffnung eine „ganz neue Ära“ an. Ein besonderes Lob sprach Ammer für die hervorragende Zusammenarbeit mit Dekan Johannes Plank sowie für die „schnellste Geschwindigkeit“ bei der Umsetzung des Projektes in der Pfarreiengemeinschaft Sankt Elisabeth-Sankt Peter aus. Es sei im kirchlichen Leben entscheidend, dass man willkommen ist und sich gut leiden kann – dies sei hier bestens gelungen. Nach der ersten Begutachtung habe man die Pläne umgehend bei der Stadtverwaltung eingereicht und die Vorbereitungen nach der Genehmigung zügig vorangetrieben. Dafür gebühre der Kirchenstiftung ein herzliches Dankeschön. Domkapitular Ammer hob zudem hervor, dass das pastorale Verwaltungszentrum weit mehr als ein reines Bürogebäude sei: Die Verwaltung sei kein Selbstzweck. Wie Diözesanbischof Rudolf Voderholzer betont, diene das Zentrum unmittelbar der Pastoral, damit Seelsorge vor Ort mit den Menschen gelingen kann. Es sei ein Ort der Unterstützung, der Entlastung und der Inspiration.
Dekan Johannes Plank hieß die Anwesenden herzlich willkommen und zeigte sich hocherfreut über die Neubelebung des Gebäudes: „Schön, dass diese Räume wieder eine Bestimmung haben.“

Hintergrund: Entlastung bis 2027 auf Basis der Freiwilligkeit
Das Bistum Regensburg baut bis zum Jahr 2027 insgesamt 13 regionale Dienstleistungszentren auf, um Seelsorger, Kirchenpfleger und Ehrenamtliche in den Pfarreien massiv von bürokratischen Lasten zu befreien. Das strategische Gesamtprojekt wird von der SinnStiftung der Diözese Regensburg koordiniert und verwaltet.
Notwendig wurde die Initiative durch stetig steigende gesetzliche Vorgaben, schwindende Zahlen im Ehrenamt und hochkomplexe Verwaltungsaufgaben, die von Finanzen und Personalfragen bis hin zum Bauwesen reichen. Die Zentren bieten professionelle Unterstützung direkt vor Ort, wodurch lange Anfahrtswege zur Zentralverwaltung nach Regensburg entfallen. Priester und Ehrenamtliche gewinnen so wertvolle Freiräume für ihre eigentlichen Kernaufgaben zurück.
Das Angebot des DLZ basiert für die jeweiligen Kirchenstiftungen vollständig auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und erfolgt flexibel in verschiedenen Stufen:
- Umfassende Beratung: Begleitung und Hilfestellung bei rechtlichen, organisatorischen, personellen und finanziellen Prozessen.
- Bau und Liegenschaften: Entlastung bei Renovierungen, Bauangelegenheiten sowie der Verwaltung von Immobilien.
- Vollständige Übernahme: Auf Wunsch können die Verwaltungskoordinatoren und der Verwaltungsleiter die administrativen Aufgaben des Kirchenverwaltungsvorstandes komplett übernehmen.
Das Spektrum der konkreten Tätigkeiten reicht von der Personal- und Budgetverwaltung über Datenschutz und die Vorbereitung von Kirchenverwaltungssitzungen bis hin zu Bautätigkeiten, Gebäudeerhalt und Grundstücksverkäufen. Die pastorale Leitungsverantwortung bleibt dabei in jedem Fall stets in den Händen des jeweiligen Pfarrers. Das DLZ schafft somit das administrative Rückgrat, damit die Kirche in der Fläche präsent und nah am Menschen bleiben kann. Geöffnet hat das Dienstleistungszentrum von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr, sowie Montag bis Donnerstag auch nachmittags von 14 bis 16 Uhr. Weitere Öffnungszeiten sind nach Vereinbarung möglich.
Text: Irmgard Hilmer
(kw)





