News Bild Misereor-Fastenaktion 2013: Besuch von Bischof Ambroise Ouédrago im Bistum Regensburg

Misereor-Fastenaktion 2013: Besuch von Bischof Ambroise Ouédrago im Bistum Regensburg

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Vom 25. Februar bis zum 1. März dauerte der Besuch von Bischof Ambroise Ouédrago im Bistum Regensburg. Der Bischof steht an der Spitze des Bistums Maradi im Niger. Im Rahmen seines Besuchs in der Diözese Regensburg traf der Bischof mit Oberbürgermeister Hans Schaidinger zusammen sowie mit Bürgermeister Heinz Kiechle aus Neutraubling. Im Gespräch mit dem Regensburger OB drehte sich das Gespräch um das Miteinander der Kulturen und Religionen in Regensburg, ein Gespräch das der Bischof Kollegen hoch lobte. "Der Oberbürgermeister kam mir so herzlich hingegen, ich hatte das Gefühl, dass wir uns schon Jahre kennen", sagte Bischof Ambroise Ouédrago beim Pressegespräch im Diözesanzentrum. Vor allem beeindruckten ihn die Erfolge der Integration in Regensburg. Hier könne man sehen, dass das Bemühen um die Eingliederung ausländischer Bürger sehr ernst genommen werde und dass dieses Bemühen auch großen Erfolg zeitige. Auch in Neutraubling zollte der Bischof den Früchten der Integrationsarbeit, die dort seit vielen Jahren betrieben wird, großen Respekt. Bei einem Besuch in Weiden lernte der nigerianische Oberhirte die Europa-Berufsschule kennen. Am liebsten, sagte er scherzhaft, hätte er diese Schule eingepackt und mit nachhause genommen, so wunderbar sei sie ihm vorgekommen.

Bischof Ambroise Ouédrago gefiel bei seinem Besuch vor allem auch der unkomplizierte Kontakt mit all den Menschen, die er im Rahmen seines Besuches kennen lernen konnte. Natürlich seien die Verhältnisse in seinem Bistum, das flächenmäßig so groß wie die Bundesrepublik ist, völlig anders als hier in Regensburg, aber er nehme viele Anregungen mit nachhause und er danke für die herzliche Aufnahme vor allem auch durch Bischof Rudolf Voderholzer. Für ihn sei es eine sehr große Freude gewesen, sagte der Bischof, die große Glaubensdynamik im Bistum Regensburg zu spüren und vor allem diese alte Kathedrale, den hohen Dom St. Peter, kennen zu lernen. Es gebe "ein schönes diözesanes Leben" im Bistum, stellte Bischof Ambroise Ouédrago fest.

In seiner Diözese Maradi im Niger leben die Christen in einer absoluten Minderheit. 94 Prozent der Nigerianer sind Muslime. "Die Christen und die Muslime leben friedlich nebeneinander. Jeder respektiert den Glauben des anderen", erzählte der Bischof. An Weihnachten kämen sogar die Muslime, um an der Messe teilzunehmen. Allerdings sei es ratsam, nicht über theologische Themen zu diskutieren, da die Muslime ihren Glauben mit großer Leidenschaft verteidigten. Doch dadurch, dass dabei jeder seinen eigenen Glauben hinterfragen müsse, auch die Christen, entstünde die Chance, den Glauben für sich neu zu entdecken und zu bekräftigen, sagte der Bischof, der im Rahmen der Fastenaktion von Misereor nach Regensburg gekommen war. Misereor unterstützt im Niger sechs Projekte, unter anderem die Unterstützung von Vertriebenen, die Ausrüstung für Ausbildungszentrumsschulen, die Nahrungsmittelversorgung und Ernährungssicherung und mehr. Im Jahr 2011 wurden zwei Misereor-Projekte mit einem Budget von 180.000 Euro neu bewilligt.



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