News Bild Max Ulrich Graf von Drechsel: Bis zuletzt erwies er sich als gläubiger Katholik

Max Ulrich Graf von Drechsel: Bis zuletzt erwies er sich als gläubiger Katholik

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(pdr) Unter den zehn Märtyrern der NS-Zeit aus dem Bistum Regensburg sind auch mehrere Laien, darunter Max Ulrich Graf von Drechsel, ein gläubiger Katholik, der wegen seiner Beteiligung an den Plänen des 20. Juli 1944 hingerichtet wurde. In der Zeit vor der Hinrichtung in Berlin, schreibt er, habe er "im Gebet viel Trost, Stärkung und Erleuchtung erfahren dürfen".

Max Ulrich von Drechsel wurde am 4. Oktober 1911 auf Schloss Karlstein in der Oberpfalz geboren. Seine Prägung erhielt er im Gymnasium der Benediktiner in Metten und Augsburg. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften in München, Paris, Innsbruck und Erlangen. Er wirkte als Rechtsreferendar in Regenstauf. 1939 befehligte er eine Batterie als Oberleutnant.

Bei einem Lazarettaufenthalt im Sommer 1941 lernte Graf Drechsel Major Ludwig Freiherr von Leonrod kennen. In dessen Umfeld kam er in Kontakt mit dem Widerstandskreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Einblicke, die er in das verbrecherische NS-System nehmen konnte, sowie die Erkenntnis, dass nach der Niederlage von Stalingrad der Krieg für Deutschland verloren sei, bewog den Grafen, sich dem Widerstand um von Stauffenberg aktiv anzuschließen. Er übernahm für die Abläufe der Ereignisse nach dem 20. Juli 1944 eine verantwortungsvolle Rolle neben dem Freiherrn von Leonrod als Verbindungsoffizier im Münchner Wehrkreis VII. Mitte August 1944 wurde er verhaftet. Der Volksgerichtshof in Berlin verurteilte ihn am 4. September 1944 wegen Hoch- und Landesverrats unter Ehrverlust zum Tode durch Erhängen. Das Urteil wurde am gleiche Tag im Gefängnis Berlin-Plötzensee vollstreckt, die Leiche verbrannt und die Asche auf den Wiesen der Berliner Abwasserversorgung zerstreut. Bis zum letzten Augenblick erwies sich von Drechsel als gläubiger Katholik. Im Abschiedsbrief an seine Eltern schrieb er: „Ich gehe dem Tod ruhig entgegen. Eine große Gnade war es für mich, diese lange Vorbereitungszeit von drei Wochen zu haben, während der ich im Gebet viel Trost, Stärkung und Erleuchtung erfahren durfte (…) Voll Vertrauen zu ihm, dem allgütigen Gott und Richter, trete ich nun den Weg an.“