News Bild Mariä Verkündigung in Tegernheim: Bischof Rudolf weiht Altar nach Sanierungsmaßnahme

Mariä Verkündigung in Tegernheim: Bischof Rudolf weiht Altar nach Sanierungsmaßnahme

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Eine besondere Form der Liturgie wurde der Tegernheimer Pfarrei am ersten Adventssonntag zuteil. Nach dem Abschluss der Innensanierung feierte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer mit den Tegernheimer Gläubigen einen feierlichen Pontifikalgottesdienst und weihte dabei den neuen Altar und Ambo der Pfarrkirche.

 

Eine besondere Form der Liturgie

Vor dem Festgottesdienst wurde Bischof Voderholzer auf dem Dorfplatz von Tegernheim herzlich empfangen. Alle weltlichen und kirchlichen Vereine waren mit ihren Bannern gekommen, um den Bischof willkommen zu heißen und ihn anschließend in einem Kirchenzug zur Pfarrkirche zu begleiten. Begrüßt wurde der Regensburger Oberhirte von Pfarrgemeinderatssprecher Rüdiger Eder, sowie Bürgermeister Max Kollmannsberger. Ebenfalls anwesend waren die Landrätin von Regensburg, Tanja Schweiger, sowie die Mitglieder der Kirchenverwaltung und die Gemeinderäte von Tegernheim. Am Westportal der Pfarrkirche warteten dann schon die Kinder des katholischen Schutzengelkindergartens um den Bischof mit einem Gedicht, Lied und Blumen in Empfang zu nehmen. Zu Beginn des Gottesdienstes bedankte er sich für alle Mühen der Pfarrei und freute sich sichtlich, dass die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. "Sie werden heute eine besondere Form der Liturgie erleben", erklärte er den Gläubigen im Hinblick auf die Ambo- und Altarweihe.

 

Innenrenovierung der Herzen

In seiner Predigt nahm er sich dem Thema des Advents an. Er stellte sich die Frage: "Wie hängt Advent und Altarweihe zusammen?". Für den Bischof ist "die Adventszeit Zeit der Innenrenovierung für den Menschen und der Überprüfung, damit wir an Weihnachten selbst neu Krippe werden können". Er stellte auch klar, dass es eigentlich keinen besseren Zeitpunkt geben kann, als den Beginn des Advents, für eine Altarweihe. Denn der Begriff "Advent" heißt übersetzt Ankunft. Und genau das passiert auch am Ambo und auf dem Altar. Dort zeigt sich die Ankunft des Herrn in der Verkündigung der Heiligen Schrift und in der Feier der Heiligen Messe erklärte Bischof Rudolf der versammelten Festgemeinde. Die Kirche ist der Ort der Begegnung mit dem ankommenden Herrn. "Deswegen heben wir diese Orte besonders heraus und werden vor allem den Altar in einer außerordentlich symbolträchtigen Weise weihen, so Bischof Voderholzer.

 

Kirche ist lebendiger Ort der Begegnung mit Christus

"Doch Kirchen als reine Anschauungsobjekte oder Museen sind leere Hüllen", fuhr er fort, "erst durch die Begegnung zwischen dem Herrn im Gebet und in Brot und Wein, wird diese Verbindung lebendig und die Kirche ein lebendiger Ort der Begegnung mit Christus". Das Wort Gottes muss ausgelebt werden, deswegen dankte der Regensburger Bischof vor allem den Lektoren für ihren wichtigen Verkündigungsdienst. "Wir lieben unsere Kirchen und versuchen sie immer wieder den aktuellen Entwicklungen der Liturgie anzupassen. Eine Verbindung aus alt und neu herzustellen, wie es hier in der Tegernheimer Pfarrkirche gelungen ist", lobte er die Innensanierung der Kirche Mariä Verkündigung.

Wichtig war ihm in diesem Zusammenhang auch der Blick auf die aktive Verkündigung des Wortes Gottes. Doch auch alle anderen Dienste sind wichtig für ein aktives, lebendiges und gutes geistliches Klima und so bedankte sich Bischof Voderholzer auch bei den beiden Seelsorgern der Pfarrei, den Ministranten und allen Gläubigen für ihren wichtigen Dienst in der Kirche. Ebenso verwies er auf die anstehende Diakonenweihe des Tegernheimer Priesteramtskandidaten Lucas Lobmeier am kommenden Samstag in Neustadt an der Donau. "Dies spricht für ein aktives und lebendiges geistliches Klima in der Pfarrei Tegernheim", so Bischof Rudolf. Er verwies dabei auch noch einmal auf die Praxis der Hauskirche und des gemeinsamen Betens in den Familien. Dies sei ihm ein wichtiges Anliegen und er würde sich wünschen, dass dieses "Brauchtum auch weiterhin lebt und gepflegt wird".

 

Symbolträchtige Altarweihe

Im Anschluss an den Wortgottesdienst wurden die Reliquien für den Altarstein von Bischof Rudolf eingesetzt. Unter dem neuen Altar befinden sich jetzt Reliquien des Heiligen Wolfgang, des Heiligen Severianus und des Heiligen Papstes Johannes Paul II. Nach der Besprengung des Altars mit Weihwasser salbte Bischof Voderholzer den Altar mit dem Chrisamöl und zündete den an den vier Ecken verteilten Weihrauch an. Den Abschluss der Altarweihe bildete der Heilig-Geist-Hymnus und das Weihegebet. Vor der Eucharistiefeier segnete er ebenfalls noch den Adventskranz, die Gebetskerze der Kolpingfamilie und die Statue der Muttergottes für das Frauentragen. Am neuen Altar konzelebrierten der Ortsgeistliche Pfarrer Andreas Kuniszewski, Pfarrvikar Franz Pfeffer, Dekan Josef Weindl, der ehemalige Tegernheimer Ortspfarrer Andreas Weiß, sowie der aus Tegernheim stammende Pater Robert Lachenschmid.

 

Die Sanierung des Gotteshauses


Der Haupteingang von Westen wurde durch einen neuen Windfang ergänzt und die Kirche ist jetzt barrierefrei zugänglich. Das historische Nordportal wurde restauriert und erhielt wieder sein altes, blechbeschlagenes Türblatt zurück. Mit der Reduzierung von Sitzplätzen im Bereich unter der Empore konnte Platz für ein Beichtzimmer und ein Ort für die Marienverehrung geschaffen werden. Die Raumschale und die Deckengemälde wurden restauriert, ebenso die barocken Altäre. Veränderungen am historischen Gestühl wurden teilweise rückgeführt und der Bodenbelag aus den 70er Jahren wurde durch Solnhofer Platten ersetzt, so dass der barocke Innenraum in sich wieder stimmig ist. Besonders bedankte sich Architekt Michael Feil auch bei den Handwerkern der 20 Firmen, die an der Renovierung beteiligt waren. Für die konstruktive, unkomplizierte und verständnisvolle Zusammenarbeit bedankten sich auch Kirchenpfleger Karl Appl und Pfarrer Andreas Kunsizewski bei allen Beteiligten. Auch die neue evangelische Pfarrerin von Tegernheim, Frau Cordula Winzer-Chamrad, überbrachte die Glückwünsche der evangelischen Kirchengemeinde zur gelungenen Innensanierung der Pfarrkirche.