getränkedosen mit krippenmotiven

Männerseelsorge aus dem Erzbistum Bamberg zu Gast

Krippenführung mit Bischof Voderholzer


Regensburg, 6. Februar 2026 

Rund 40 Verantwortliche der Abteilung für Männerseelsorge des Erzbistums Bamberg besuchten am vergangenen Freitag im Rahmen eines gemeinsamen Betriebsausflugs die Stadt Regensburg. Der Besuch verband kulturelle Erkundung, kirchliche Bildung und spirituelle Vertiefung auf besondere Weise. Auf dem Programm standen eine Führung durch die historische Altstadt, der Besuch des Regensburger Doms St. Peter sowie ein intensiver Einblick in die Sammlung religiöser Volkskunst der Diözese Regensburg.

Ein Höhepunkt des Tages war die persönliche Begegnung mit Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer, der sich zweieinhalb Stunden Zeit nahm, um die Gäste selbst durch zentrale Teile der kirchlichen Kunstsammlungen zu führen. Unterstützt wurde er dabei von Norbert Werber. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der fachkundigen, lebendigen und zugleich geistlich geprägten Vermittlung des Bischofs.

Einblicke in die große Krippensammlung der Diözese

Im Zentrum der Führung stand die umfangreiche Krippensammlung der Diözese Regensburg, die in einem 2014 errichteten Gebäudeflügel hinter dem Ordinariat untergebracht ist. Auf zwei Etagen werden dort bedeutende Werke religiöser Volkskunst präsentiert – allerdings nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Gesamtbestand der diözesanen Kunstsammlungen.

In bis zur Decke reichenden Regalen reihen sich Krippenfiguren, Ensembles und Szenarien aus unterschiedlichen Epochen, Regionen und künstlerischen Traditionen. Bischof Voderholzer erläuterte mit großer Detailkenntnis Herkunft, Stil, theologischen Hintergrund und handwerkliche Besonderheiten der einzelnen Exponate.

Jede Führung beginnt vor der privaten Krippe des Bischofs, die er zu seiner Bischofsweihe geschenkt bekommen hat. Diese mehrere Meter große Krippenlandschaft befindet sich im Refektorium des Ordinariats und wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Alle Figuren sind handgeschnitzt und damit jede für sich einzigartig.

Mehr als nur die klassische Weihnachtskrippe

Die private Krippe des Bischofs zeigt nicht nur die Geburt Christi, sondern bildet in einer simultanen Darstellungsweise mehrere Heilsgeschehen parallel ab: darunter die Heimsuchung Marias, die Reise der Heiligen Drei Könige sowie die Taufe Jesu durch Johannes. Eine Besonderheit ist zudem die Darstellung zweier Päpste innerhalb der Krippenlandschaft: Der verstorbene Papst Benedikt XVI. ist auf einer Brücke zu sehen, ebenso findet sich eine Figur des im April 2025 verstorbenen Papstes Franziskus.

Die Bamberger Gäste zeigten sich besonders fasziniert von dieser simultanen Erzählweise, die sich von vielen traditionellen Kirchenkrippen unterscheidet, bei denen die Szenen sukzessiv – also zeitlich nacheinander – aufgebaut und verändert werden, etwa wenn die Heiligen Drei Könige erst später zur Krippe hinzukommen. Die Vielfalt zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und wandlungsfähig die Tradition der Krippendarstellung ist – zwischen Volksfrömmigkeit, Handwerkskunst und theologischer Symbolik. Die Verantwortlichen der Männerseelsorge aus Bamberg zeigten sich am Ende tief beeindruckt von der Führung, der Sammlung und der persönlichen Begleitung durch Bischof Voderholzer. Der Ausflug wurde als wertvolle Verbindung von Gemeinschaft, Bildung und Spiritualität wahrgenommen – und als Beispiel für den lebendigen Austausch zwischen den Diözesen.

Fotos: Jakob Schötz
(jas)



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