News Bild Leute von Heute - Bischof Rudolf besucht Sankt Jakob in Langquaid

Leute von Heute - Bischof Rudolf besucht Sankt Jakob in Langquaid

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Sieben Mal bringt Jesus im Evangelium nach Lukas das Wort "heute". Was daran bemerkenswert ist, wissen in Langquaid seit heute alle, die bei der Bischofspredigt aufgepasst haben. Jesus bringt das Wort "heute" in einer wahrhaft kurzen Predigt, seiner ersten übrigens. Das Sonntagsevangelium berichtet darüber. Jesus sagt nur einen Satz:

"Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt." (Lk 4,21). Das sagt Jesus den versammelten Nachbarn und Bekannten in der Synagoge seiner Heimatstadt Nazaret. Die wollten hören, wie der Zimmermannssohn von nebenan ihnen die Hl. Schrift auslegen würde, der Zimmermannssohn, der sich kurz und bündig als Messias offenbart. Mit seiner "Ein-Satz-Predigt" erklärt Jesus nämlich eine Stelle im Buch des Propheten Jesaja (Jes 61), in der es heißt:

Der Geist des Herrn ruht auf mir;
denn der Herr hat mich gesalbt.
Er hat mich gesandt,
damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe;
damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde
und den Blinden das Augenlicht;
damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze
und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.

Wo spricht Jesus bzw. das Evangelium sonst noch von "Heute"?

Zum Beispiel in der Weihnachtsgeschichte verkünden die Engel: "Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr." (Lk 2,11)

Oder am Kreuz verspricht Jesus dem Schächer, der neben ihm hängt, und die Gerechtigkeit seiner Strafe erkennt:  "Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." (Lk 23,43) Oder zu Zachäus, einem geldgierigen Halsabscheider, der in der Begegnung mit Christus beschließt, alles begangene Unrecht vierfach zu entgelten: "Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist." (Lk 19,9)

 

Was meint das "Heute" im Lukasevangelium?

Nicht irgendein einzelner Tag in der Vergangenheit sei mit diesem siebenfachen "Heute" im Lukasevangelium gemeint, erläutert Bischof Rudolf. Das "Heute" des Evangeliums umfasse die Zeit des gegenwärtigen Christus von seiner ersten Ankunft bis zu seiner Wiederkunft. Es sei die Zeit der Kirche. Das "Heute" des Lukasevangeliums ließe sich zum Beispiel ganz konkret auf den jetzigen Sonntag beziehen: "auf diese Eucharistiefeier, in der Christus mitten unter uns ist."

Ein "Heute", das wir auch im Beichtstuhl erfahren können, wenn Christus uns von unseren Sünden freispricht und wir unser Leben neu und unbeschwert anfangen können. Ein Heute, das sich in der heilenden Kraft der Sakramente erweise, - übrigens auch sieben an der Zahl - die Zeichen der Gegenwart Christi sind.

 

Danke an eine Pfarrei, die das "Heute" Christi mitträgt und erlebbar macht.

Die Auslegung des Sonntagsevangeliums führt Bischof Rudolf zu einem großen Dankreigen an die Katholikinnen und Katholiken in Langquaid. Denn sie seien hier am Ort diejenigen, die das "Heute" des Lukasevangeliums lebendig gestalteten und die Gegenwart Christi als Frohe Botschaft zu den Menschen trügen.

 

Weitere Eindrücke des Pastoralbesuchs können Sie in einem kleinen Bilderalbum gewinnen.