News Bild „Jugend 2000“ gab Papst Johannes Paul II. die Ehre

„Jugend 2000“ gab Papst Johannes Paul II. die Ehre

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Die Jugend 2000 der Diözese Regensburg darf sich über eine rundum gelungene Pilgerfahrt mit unvergesslichen Eindrücken zur Seligsprechung Johannes Pauls II. freuen. Vom 29. April bis 2. Mai begab sich ein voll besetzter Bus der Fa. Heigl aus Rohr zusammen mit den Sprechern Josef Irl und Veronika Petz, Mitgliedern und Freunden der Jugend 2000 in die Ewige Stadt Rom, um an den Seligsprechungsfeierlichkeiten von einem der größten Päpste aller Zeiten teilzunehmen. Über eine Mio. Menschen aus aller Welt befanden sich am Tag der Seligsprechung in Rom. Neben der Teilnahme an der Vorbereitungsvigil im Zirkus Maximus stand auch ein gemeinsamer Gottesdienst mit der Jugend 2000 aus München und Augsburg in der Basilika San Gregorio Magna und ein Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am Petersplatz auf dem Programm. Maßgeblich verantwortlich für die Organisation war Ingrid Wagner vom Büro der Jugend 2000 im Bischöflichen Jugendamt Regensburg (BJA), die als geistliche Begleitung P. Anton Lässer CP von den Passionisten, einen großen Kenner Johannes Pauls II., und Sr. Judith Schels von den Schwestern der Familie Mariens, gewinnen konnte. Unter den Rompilgern befanden sich auch fünf Seminaristen vom Regensburger Priesterseminar St. Wolfgang. Alles stand im Zeichen dieses Mannes aus Wadowice, Karol Wojtyla, der am 1. Mai, dem Hochfest der „Göttlichen Barmherzigkeit“ (das auch ihm zu verdanken ist), sechs Jahre nach seinem Heimgang, von seinem Nachfolger, Papst Benedikt XVI, seliggesprochen werden konnte. Damit die Busreise auch kurzweilig ausfiel, gab es gemeinsamen Lobpreis, Gebet, Kennenlernrunde, Glaubenszeugnisse, einen Film über Johannes Paul II., sehr hilfreiche geistliche Impulse von P. Anton Lässer und humorvolle Einlagen. Jeder Teilnehmer war sich darüber sicher, dass er für sein persönliches Leben diesem großen polnischen Papst viel zu verdanken hat.

Bereits am 31. März 1985, verstand es PP. Johannes Paul II. mit weisester Voraussicht, die Jugend für den Aufbau einer Zivilisation der Gerechtigkeit, Liebe und des Friedens zu mobilisieren; zu diesem internationalen Jahr der Jugend schrieb er: „Ich überreiche euch diesen Brief im Jahr der Jugend, während wir uns dem Ende des zweiten christlichen Jahrtausends nähern. Ich übergebe ihn euch in dem Jahr, da sich zum zwanzigsten Mal der Abschluss des II. Vatikanischen Konzils jährt, das die Jugendlichen die "Hoffnung der Kirche" genannt hat und das an die Jugendlichen von damals - wie auch an die von heute und von immer - seine "letzte Botschaft" gerichtet hat, in der die Kirche als die wahre Jugend der Welt dargestellt wird, als diejenige, die "das besitzt, was die Kraft und den Reiz der jungen Menschen ausmacht: die Fähigkeit, sich über jeden Anfang zu freuen, sich frei zu schenken, sich zu erneuern und zu neuen Eroberungen aufzubrechen. ..Ja, gerade ihr, weil von euch die Zukunft abhängt, weil von euch das Ende dieses Jahrtausends und der Anfang des neuen abhängt. Bleibt deshalb nicht untätig stehen; übernehmt Verantwortung in allen Bereichen unserer Welt, die euch offenstehen. In derselben Meinung werden mit euch auch die Bischöfe und Priester an den verschiedenen Orten der Erde beten.“ Die „Initialzündung“ für die Entstehung der Jugend 2000 war der Weltjugendtag 1989, seitdem ist die katholische Jugendbewegung im Zeichen der Neuevangelisierung der Welt in bereits 15 Nationen mit einem beherzten und jugendlichen apostolischen Bewusstsein in Kirche und Welt aktiv. Dieses Motto macht sich auch Jugend 2000 zueigen. Erster Sprecher Josef Irl betonte bei der Hinfahrt die Aufgabe der Jugend 2000, Jugendliche mit Glaubensfreude zum unverfälschten katholischen Glauben hinzuführen, ihnen zu verdeutlichen, dass die Lehre der Kirche und das, was der Papst sagt, wichtig seien.

„Nicht kleine Gefäße, sondern große Kübel“ müsse man nehmen, um Gottes Barmherzigkeit für Familie, Umfeld oder gar das ganze Land mitzunehmen, so Pater Anton Lässer. Er lud die jungen Menschen ein, nicht einzustimmen ins jammern und kritisieren sondern mutig, voller Hoffnung und Glauben ihren Weg in der Kirche und für Kirche zu gehen und Zeugen zu sein für Gottes große Barmherzigkeit. Diese Worte hat Jesus an die heilige Schwester Faustina Kowalska gerichtet, die Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 heiliggesprochen hatte - nur mit dem „Gefäß des Vertrauens“ könnten sich die Ströme der Barmherzigkeit Gottes ergießen. „Wir sollen heimkommen, um Licht der Welt zu sein!“ – so der Appell des Ordensmannes an die Rompilger. Besonders ans Herz legte Lässer den jungen Leuten in San Gregorio Magna drei Dinge, mit denen man heilig werden könne: Die Heilige Schrift, den Katechismus der Katholischen Kirche und Johannes Pauls Schreiben „Novo millenio ineunte“ von 2001, das Pastoralprogramm für das 21. Jahrhundert schlechthin sei. Auch das ganzheitliche Lobpreisen Gottes mit Liedern müsse das ganze Sein des Gläubigen mit einschließen, dies dürfe nicht steif und „verkopft“ geschehen, so der Geistliche vor den jungen Leuten aus den Diözesen München-Freising und Regensburg in der voll besetzten Kirche. In Rom fand die Reisegruppe auch Gelegenheit, markante Sehenswürdigkeiten, wie die Basiliken St. Peter, Maria Maggiore, die Spanische Treppe oder den Lateran zu besichtigen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der „Osteria die Pontefici“ am Vortag der Seligsprechung konnte bei einem mediterranen Ambiente von Gemälden der Päpste von Pius XII. bis Benedikt XVI. eine gesellige Runde bei guter römischer Küche gepflegt werden. Am Vorabend der Seligsprechung strömte bereits eine große Menschenmenge in den Zirkus Maximus zur Vorbereitungsvigil, bei der sich die Regensburger in das Lichtermeer der Gläubigen einreihen konnten. Em. Kard. Agostino Vallini stand der Zeremonie vor, zu der Papst Benedikt per Videokonferenz verbunden war. Die französische Ordensfrau Marie Simon Pierre gab zu diesem Anlass Zeugnis über ihre Heilung von einer aggressiven Form der Parkinsonkrankheit auf die Fürsprache des früheren Pontifex.
Bereits um 5.30 Uhr brach die Regensburger Jugend 2000 am Tag der Seligsprechung von ihrer wunderschön Unterkunft in der Nähe vom Petersplatz in Richtung St. Peter auf, leider verhinderten es zahlreiche Straßensperren und die aus allen Richtungen in Massen herbeidrängenden Pilgerscharen, den Petersplatz erreichen zu können. Zusammen mit der Münchner Jugend 2000 campierten die Regensburger bei der Engelsburg, wo die Heilige Messe mit der Seligsprechungszeremonie, der Papst Benedikt vorstand, zumindest von der Ferne mit einer Übersetzung via Rundfunk bzw. radiotauglichem Handy mitverfolgt werden konnte. Papst Benedikt betonte bei seiner Predigt, dass das ganze Licht des Auferstandenen in seinem Vorgänger geleuchtete hätte. Er habe die Gottesmutter Maria als das Modell der christlichen Heiligung nach dem Motto „Totus tuus“ nach dem Vorbild des hl. Ludwig Maria Grignion de la Monfort erwählt. Benedikt blickte auch mit Hochschätzung auf die Enzykliken von Johannes Paul II., der das Millennium als „Pforte der Hoffnung“ bezeichnete und die Kirche ins 21. Jahrhundert führte. „Selig bist du Johannes Paul, weil du geglaubt hast“, so die Worte des Pontifex zum Abschluss er Homilie. Bis zum Ende des Pilgerstroms, unmittelbar nach der Seligsprechungsfeier, wurden die sterblichen Überreste vor dem Papstaltar im Petersdom aufgebahrt. Reich beschenkt von dieser Pilgerfahrt konnten die Teilnehmer in den frühen Morgenstunden wieder wohlbehalten heimkehren. Alle Organisatoren und Helfer, die zum Gelingen beitrugen, erhielten großen Beifall.