Iran: Verhaftungen, gezielte Morde, Hinrichtungen

Mullahs enteignen erschossene Demonstranten


Frankfurt am Main / Regensburg, 16. Januar 2026

Mit „schnellen Entscheidungen und scharfer Bestrafung“ wollen iranische Behörden gegen tausende festgenommener Demonstranten vorgehen. Erschossene Demonstranten sollen sogar posthum enteignet werden, wie Generalstaatsanwalt Mohammad Movahedi Azad mitteilt. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) verurteilt die menschenverachtenden Praktiken der Islamischen Republik Iran aufs Schärfste. Von der europäischen Politik fordert sie, die Islamischen Revolutionsgarden nun auf die Terrorliste gesetzt werden.

Bei den landesweiten Protesten gegen das Regime im Iran sind mehrere tausend Menschen von Regimeschergen erschossen worden. Ersten Berichten zufolge beläuft sich die Zahl auf über 12.000 Getötete, doch es werden weitaus höhere Zahlen erwartet. Demonstranten wurde nach übereinstimmenden Augenzeugenberichten gezielt in den Kopf und ins Herz geschossen. Aufgrund der tagelangen Internetblockade gelangten nur wenige Informationen aus dem Land, während all dies passierte. 

Erst nach und nach kommen Berichte, und sie zeigen, wie gravierend die Ereignisse waren – und noch sind. Denn iranische Regimevertreter kündigten an, die festgenommenen Personen scharf zu verurteilen. Es drohen Hinrichtungen, die nur eventuell durch internationale Interventionen hinausgezögert werden – wobei die Erfahrung zeigt, daß die Mullah am Ende doch töten, wen sie wollen. Die IGFM fordert die Bundesregierung daher auf, unverzüglich ein Betätigungsverbot für die Islamischen Revolutionsgarden zu erlassen und diesen Schritt unverzüglich auch auf europäischer Ebene anzustoßen.

Der Vorsitzende des Stephanuskreises, bestehend Unionsabgeordneten im Bundestag, meldet sich nun zu Wort. Es ist Lars Rohwer aus Dresden, und er sagt auf Instagram: „Ich selbst bin in einem Unrechtsstaat aufgewachsen, echte Freiheit war in der DDR nicht möglich. Ich wurde beispielsweise wegen meines Glaubens diskriminiert.“ Er zieht eine Parallele zum heutigen Iran: Ähnlich lang, wie es nun die Islamische Republik Iran gibt, gab es in Deutschland einen Unrechtsstaat, in dem Menschenrechte und Freiheit mit Füßen getreten worden sind. Die Massenproteste mit hunderttausenden Menschen auf den Straßen in den Jahren 1989 sind zum Glück friedlich geblieben und der große massive Einsatz von Sicherheitskräften blieb – wie ein Wunder – aus.“

Als Vorsitzender des Stephanuskreises macht Rohwer auf Christenverfolgung auf Menschen aufmerksam, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden – weltweit. Er sagt: „Im Iran werden Menschen nicht nur aufgrund des Glaubens verfolgt, es ist sogar das Regime, welches sich der Religion bedient, um ihre Repression zu begründen. Es ist ein islamistisches Gewaltregime und als Bundestagsabgeordneter, als Christ, als Mensch, habe ich die Pflicht hier für die einzutreten, die unter diesem Gewalt- und Unrechtsregime leiden.“

Text: IGFM / Lars Rohwer

(sig)



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