News Bild „In Gottes Heilsplan gehe es immer um jeden einzelnen“ - Weihbischof Reinhard Pappenberger weihte zwölf Männer zu Diakonen

„In Gottes Heilsplan gehe es immer um jeden einzelnen“ - Weihbischof Reinhard Pappenberger weihte zwölf Männer zu Diakonen

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(pdr) Weihbischof Reinhard Pappenberger hat am Samstag, am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, in der Pfarrkiche St. Josef in Weiden in einem Pontifikalamt zwölf Männer zu Diakonen geweiht. Zu den Konzelebranten des Gottesdienstes gehörten Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner, Prälat Michael Fuchs, Ständiger Stellvertreter des Diözesanadministrators, Regionaldekan Gerhard Pausch, Pfarrer von Herz Jesu Weiden, sowie Msgr. Andreas Uschold, Pfarrer von St. Josef. Zahlreiche Priester und Angehörige aus den Heimatpfarreien der Weihekandidaten waren aus dem gesamten Bistum Regensburg gekommen. In den ersten Bankreihen der Jugendstilkirche saßen die Eltern und weitere Angehörige der Männer. Die Diakone sollen im kommenden Jahr die Priesterweihe erhalten.

Zu Beginn der feierlichen Liturgie in der vollbesetzten Kirche traten die Weihekandidaten einzeln hervor und bekundeten mit den Worten „Hier bin ich“ ihre Bereitschaft, sich in den Dienst Gottes nehmen zu lassen. Msgr. Martin Priller, Regens des Priesterseminars Regensburg, erklärte, dass die Kandidaten geprüft und für die Weihe für würdig befunden worden seien. Erstmals waren unter den Kandidaten sieben Männer, die im Bischöflichen Studium Rudolphinum in Regensburg auf dem „Dritten Bildungsweg“ Theologie studiert hatten.

Weihbischof Pappenberger sagte in seiner Predigt, dass die Christen keine „gesichtslose Masse“ seien. Ein Christ sei nicht ein „Abziehbild von irgendjemandem“. In Gottes Heilsplan gehe es immer um jeden einzelnen. Gott achte die Einmaligkeit in jedem Menschen, und daraus gehe die Würde des Menschen hervor. Er nehme den Blick auch dann nicht vom Menschen, wenn seine Zeit auf der Erde zu Ende sei. Außerdem erinnerte der Weihbischof an Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, der sagte: „Wir sollen die Menschen nicht nur mit Worten lieben, sondern lasst es uns tun.“ Er rief dazu auf, fest im Glauben zu stehen und sich vor Gott und den Menschen zu bewähren, sich nicht von der Hoffnung abbringen zu lassen und den Glauben mit dem eigenen Leben zu bezeugen.

Jeder einzelne Kandidat versprach Weihbischof Pappenberger den Gehorsam. Außerdem versprachen die Männer, um des Himmelreiches will ehelos zu leben und für immer ihrem Vorsatz treu zu bleiben, in dieser Lebensform Gott und den Menschen zu dienen. Nachdem der Weihbischof jedem Kandidaten einzeln die Hände aufgelegt hatte, erhielten sie die liturgische Begleitung des Diakons, die Stola und die Dalmatik als Ausdruck der Freude. Auch wurde ihnen das Evangeliar, das Evangeliumsbuch, überreicht.

Für eine würdige Gestaltung des Gottesdienstes mit der Messe brève von Charles Gounod (1818-1893) unter der Leitung von Luis Denz sorgte der Kirchenchor St. Josef. Stefan Schultes sorgte für ein Orgelspiel auf hohem Niveau.