News Bild „Ihr habt den Schatz eures Lebens im lebendigen Glauben gefunden“ – Bischof Rudolf feiert Pontifikalamt bei der 62. Wallfahrt auf Pfaffenbühl zur St. Anna-Kirche bei Mähring

„Ihr habt den Schatz eures Lebens im lebendigen Glauben gefunden“ – Bischof Rudolf feiert Pontifikalamt bei der 62. Wallfahrt auf Pfaffenbühl zur St. Anna-Kirche bei Mähring

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Erinnerungen an Heimat und Vertreibung der Sudetendeutschen in der Grenzregion Plan-Mähring

Das gemeinsame Singen des St. Anna-Liedes auf dem Weg zum Pfaffenbühl erinnerte an das gemeinsame Schicksal und die Geschichte der Heimatvertriebenen. Es folgte eine Begrüßung der Sudetendeutschen, mit ganz besonderem Dank an die, die einen weiten Anreiseweg auf sich genommen hatten, sowie an Bischof Rudolf für sein Kommen und das gemeinsame Feiern des Pontifikalamts. Auch die spezielle Geschichte der Plan-Weseritzer und ihrer Ankunft in Mähring blieb an dieser Stelle nicht ausgespart. Im Detail wurde hier an die Erbauung der St.-Anna-Gedächtniskapelle auf dem Pfaffenbühl 1953 erinnert. Da den Heimatvertriebenen die Verehrung der Mutter Marias in der Anna-Kirche in Plan bis zum Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 25 Jahren verwehrt blieb, schufen sie sich hier einen neuen Ort, um ihren Glauben zu leben.

Der Glaube als Schatz, der immer bleibt

In Anlehnung an das Gleichnis vom Schatz im Acker erinnerte Bischof Rudolf in seiner Predigt daran, dass sicherlich noch so manche wertvollen Besitztümer in den Äckern und Wäldern rund um den Grenzkamm liegen würden. Den wichtigsten Schatz jedoch könnten die Anwesenden zwar nicht vergraben, er könne ihnen aber auch nicht weggenommen werden – der lebendige Glaube an Jesus Christus. Er ließ die Vertriebenen auch in der schweren Zeit nicht verzweifeln, sondern konsequent und freudig zupacken, um sich – etwa durch das Errichten dieser besonderen Kapelle, wo sie heute gerne durch ihren Glauben zusammenkommen – neu an ihm zu stärken. „Das gemeinsame Ein und Alles unserer Gemeinschaft ist der gemeinsame Glauben an den Lebendigen Gott“, schloss der Regensburger Oberhirte und sprach allen, die sich für dessen Weitergabe auch in schweren Zeiten, damals wie heute, für die kommenden Generationen und für einen Brückenschlag nach Tschechien einsetzen, ein besonderes Vergeltsgott aus.
Im Anschluss an den Gottesdienst blieb im Festzelt ausreichend Zeit für Begegnungen und ein persönliches Gespräch mit Bischof Rudolf.