News Bild „Gott ruft sein Volk zusammen“ – Seelsorgeeinheit St. Cäcilia – Mater Dolorosa Regensburg hat einen neuen Pfarradministrator

„Gott ruft sein Volk zusammen“ – Seelsorgeeinheit St. Cäcilia – Mater Dolorosa Regensburg hat einen neuen Pfarradministrator

Home / News

Seit 1. September ist der 1983 im fränkischen Ochsenfurt geborene Thomas Kohlhepp bereits offiziell Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit St. Cäcilia – Mater Dolorosa Regensburg. Am vergangenen Sonntag wurde er nun durch Stadtdekan Pfarrer Roman Gerl im Auftrag von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Rahmen einer Heiligen Messe in St. Cäcilia feierlich in sein Amt eingeführt. Ein buntes Fahnenmeer von kirchlichen Vereinen und Studentenverbindungen geleitete Pfarrer Thomas Kohlhepp, der 2012 vom damaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Priester geweiht wurde, mit den zahlreichen Konzelebranten in die bis auf den letzten Platz besetzte Cäcilienkirche. Sowohl die Kindergartenkinder als auch die beiden Kirchenpfleger von St. Cäcilia und Mater Dolorosa Regensburg begrüßten ihren neuen Pfarrer vor dem Portal der Cäcilienkirche mit einem Gedicht und einem Grußwort. Nach den Kaplanjahren in Amberg (2012 - 2015) und Furth im Wald (2015 - 2017) kommt Thomas Kohlhepp nun nach Regensburg zurück, wo er auch Theologie studiert hatte.

„Gemeinsam an einem Strang ziehen“

Stadtdekan Pfarrer Roman Gerl stellte den Gläubigen der beiden Pfarreien ihren neuen Seelsorger vor und die Stationen von dessen bisherigen Werdegang. Er nannte ihnen auch die pastoralen Schwerpunkte, die sich Pfarrer Kohlhepp vorgenommen hat: Ministranten- und Jugendarbeit zu intensivieren, noch bessere Zusammenführung der Pfarreien zur Seelsorgeeinheit nach dem Motto „Brücken bauen, Mauer einreißen“ sowie noch mehr Menschen zu motivieren, sich einzubringen. Die Teamarbeit möchte er ausbauen im Sinne von „Im (miteinander) Reden macht man's aus“. Da jeder mit der Taufe ein Teil der Kirche Jesu Christi sei und mit der Firmung mündiger Christ, so Stadtdekan Pfarrer Roman Gerl, sei jeder dazu berufen, das Volk Gottes immer mehr zu verlebendigen. Seine Predigt schloss er mit einem kleinen Experiment: Er gab ein langes, dickes Seil den Gläubigen in der vorderen Bankreihe mit der Bitte, sie sollten es schnellstmöglich nach hinten durchreichen und dann wieder auf der anderen Seite nach vorne geben. In Windeseile kamen die Gläubigen dieser Bitte nach. „Wenn alle in der Gemeinde an einem Strang ziehen, dann kann das Reich Gottes lebendig werden.“

Im Anschluss an den Festgottesdienst, der kirchenmusikalisch sehr eindrucksvoll von den drei Chören gestaltet wurde, traf man sich im Pfarrheim zu einem gemütlichen Beisammensein, bei dem die Gläubigen der Seelsorgeeinheit die Möglichkeit hatten, ihren neuen Hirten noch besser kennenzulernen.

Seelsorgeeinheit zwischen mittelalterlicher Stadtgrenze und Autobahn

Seit 2005 bilden die beiden Pfarreien St. Cäcilia und Mater Dolorosa die erste Seelsorgeeinheit in der Stadt Regensburg. Bereits seit 1994 hatten Patres des aus Polen stammenden Paulinerordens die Seelsorge in den beiden Pfarreien übernommen und dort bis 2016 segensreich gewirkt. Sie waren es auch, die 1995 ein Bild der Schwarzen Madonna von Jasna Gora (Tschenstochau), dem polnischen Nationalheiligtum, in die Cäcilienkirche holten. Zwischen dem Weggang der Pauliner aus den beiden Pfarreien und der Einsetzung von Pfarrer Thomas Kohlhepp war der aus Indien stammende Priester Dr. Josy Joseph dort als Seelsorger tätig.

Die Pfarrei St. Cäcilia wurde bereits 1921 gegründet, Pfarrkirche ist die 1900 bis 1902 erbaute ehemalige Übungskirche der Kirchenmusikhochschule. Im Jahre 1953 wurde der östliche Teil des Pfarrgebietes abgetrennt und 1964 zur eigenständigen Pfarrei Mater Dolorosa erhoben. Bereits Ende der 20er Jahre hatte es am Hohen Kreuz eine Notkirche gegeben, in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstand dort ein neuer Stadtteil, der mit der 1952 bis 1954 erbauten Kirche ein neues geistliches Zentrum bekam. Heute ist dort auch eine Gemeinde der Polnischen Katholischen Mission und die Ukrainisch-griechisch-katholische Gemeinde St. Demetrios beheimatet.