News Bild "Gott ist die Fülle von Liebe" – Firmung in Perkam

"Gott ist die Fülle von Liebe" – Firmung in Perkam

Home / News

„Ihr sollt glühend liebende Menschen werden - liebend zu Gott und zu den Menschen" sagte Bischof Rudolf Voderholzer bei seiner Predigt anlässlich der Firmung in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Perkam. Der Diözesanbischof war gekommen, um 53 jungen Christen das Sakrament der Firmung zu spenden. Die Firmbewerber waren durch Pfarrer Edmund Bock auf diesen Tag gut vorbereitet worden. Eine Bilderwand in der Kirche zeugte von der Aktivität ihrer Firmprojekte, die unter dem Motto "Damit der Funke überspringt " durchgeführt wurden. Hier hatten sie die vielfältigen Aufgaben und die Gemeinschaft in der Kirche erlebt.

„Steckt die Menschen mit dem Feuer der Liebe durch den Heiligen Geist an“

Paten, Eltern, Geschwister und Verwandte begleiteten sie nun an diesem besonderen Festtag. Hier wies Bischof Rudolf auf die heute dominierende Farbe Rot bei dem schönen Blumenschmuck, den liturgischen Gewänder, den brennenden Apostelleuchtern und bei so manchem Kleidungsstück. Rot sei die Farbe des Feuers, der Glut, der Leidenschaft,  der  Liebe und des Heiligen Geistes. Bei der Firmung soll die Glut der Begeisterung, Schwung und Energie entfacht werden. "Werdet begeisterte junge Leute. Steckt die Menschen draußen an mit dem Feuer der Liebe durch den Heiligen Geist" rief Bischof Rudolf den Firmlingen zu. „Leben in Fülle, das erbitten wir uns vom Heiligen Geist, um als frohe und mutige Zeugen des Glaubens durchs Leben zu gehen" erläuterte Bischof Rudolf Voderholzer.

Auf die Bedeutung und Inhalte des Glaubens und den Bezug zur Firmung ging der Oberhirte in seiner Predigt noch detaillierter ein. Vieles sei ihnen als kleine Kinder bereits in die Wiege gelegt, von den Eltern vorentschieden worden: der Name, der Wohnort, der Kindergarten, die Muttersprache. "Wir könnten gar nicht ins Leben hineinkommen, wir könnten uns gar nicht bewähren, wenn unsere Eltern und Großeltern nicht einiges vorentschieden hätten" resümierte der Bischof und blickte dabei auch auf den Glauben, für den sich die Eltern bei der Taufe ihrer Kinder entschieden haben. Heute sei nun der Tag der eigenen Entscheidung, der Bekräftigung für die Vorgabe der Eltern gekommen. "Ja, ich glaube" solle deshalb laut und vernehmlich in der Kirche zu hören sein.

"Werdet kritische junge Zeitgenossen, die wissen, was sie brauchen und nicht brauchen" ermunterte der Bischof die Firmlinge und bat Eltern und Paten um weiterhin gute Begleitung, um das Vorangehen mit dem eigenen Glauben. Eindringlich bat Bischof Rudolf um eine gute Sonntagskultur, an dem der Glaube gefeiert wird, Gott dem Herrn die Ehre gegeben wird und als Familie gemeinsame Unternehmungen stattfinden. "Der Sontag soll der Sonntag bleiben, auf den wir uns freuen und nicht Angst haben, dass uns die Decke auf den Kopf fällt, weil wir nicht einkaufen können".  

Nach dem Glaubensbekenntnis betete der Bischof mit ausgebreiteten Armen für die Firmlinge. Nach dem gemeinsamen Amen, traten die Firmlinge und ihre Paten nach vorne. Bischof Rudolf tauchte den rechten Daumen in das geweihte Chrisam und zeichnete auf die Stirn des Firmlings das Kreuzzeichen, sprach den Vornamen des Firmlings und „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“.

Spende für Aidswaisen in Südafrika

Die Eucharistie feierte Bischof Rudolf gemeinsam mit Pfarrer Edmund Bock am Altar und der ganzen feiernden Gemeinde im Gotteshaus. Die Firmlinge waren durch den Lektorendienst in die liturgische Gestaltung miteingebunden. Anna-Lena Ecker übergab dem Diözesanbischof eine Spende des Firmprojektes, das der Bischof für ein Heim für Aidswaisen in Südafrika verwenden will, in dem Pater Lagleder gute Arbeit leistet. Nach dem Pontifikalsegen und dem Auszug nahm sich Bischof Rudolf viel Zeit für Kindersegnungen, persönliche Begegnungen und Fotos. Bereits vor dem Gottesdienst hatten die Grundschulkinder und das Lehrerkollegium mit Rektorin Otti Mikschl den Bischof mit gelb-weißen Fähnchen begrüßt. "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind" hatte es im Lied geheißen, das von Schülern auch instrumental begleitet wurde und der Bischof als "kleines Orchester" würdigte.