News Bild „Gemeinsam dem Evangelium dienen“

„Gemeinsam dem Evangelium dienen“

Home / News

(pdr) Am diesjährigen Studientag mit Begegnung der jungen Ordensleute im Bistum Regensburg nahmen 22 Ordensfrauen und 11 Ordensmänner aus 11 Ordensgemeinschaften im Kloster Weltenburg teil, um das Wort der Bischöfe „Gemeinsam dem Evangelium dienen“ durch Statements und Austausch zu vertiefen. Mit einer Eucharistiefeier durch Abt Thomas Maria Freihart OSB in der Wallfahrtskirche auf dem Frauenberg über Weltenburg wurde der Tag begonnen. Im Bild des „Aufstiegs auf den Berg“ machte der Abt in seiner Predigt deutlich, dass wir uns von Maria an der Hand nehmen lassen, um durch sie „am Gipfel“ bei Jesus Christus zu verweilen. „Niemand sonst ist so in das Geheimnis der Menschwerdung hineingenommen wie sie.“ Ziel unserer Betens sei immer der Lobpreis Gottes.

Ordinariatsrätin María Luisa Öfele führte in den Studientag ein, vier Ordensleute stellten einige Themen aus dem Dokument der Bischöfe vor und ergänzten diese durch eigene Erfahrungen und Überlegungen. Sr. Ida Roberg O.Cist. aus der Zisterzienserinnen-Abtei Seligenthal bezog sich auf die Frage nach der Christusnachfolge und die Zeichen der Zeit. In ihrem Referat erinnerte sie daran, dass wir ständig auf dem Weg der Suche nach Gott bleiben, auch nach einem langen Leben im Orden. Sie stellte die Notwendigkeit der Ordensberufung heraus, um für viele Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen, eine „Anlaufstelle“ zu bieten. Ordensleute hielten die Frage nach der Berufung zur Heiligkeit des ganzen Gottesvolkes wach.

Fr. Lukas Maria Steinebrunner OSB aus der Benediktinerabtei Weltenburg stellte sich der Frage nach der gesellschaftlichen Situierung der Orden. Die Fragen „Wozu Orden“, „Was bringt es?“ waren Mittelpunkt seiner Überlegungen. Ordensgemeinschaften seien „keine Randgruppen, Sonderformen christlichen Lebens oder Relikte aus alten Zeiten, sondern haben heute noch durch ihr Leben, ihr Gebet und ihr Zeugnis tätiger Nächstenliebe eine wichtige Aufgabe in der Kirche und in der Gesellschaft“.

Sr. Marta Do OP aus dem Dominikanerinnenkloster St. Maria an der Isar in Niederviehbach, Vietnamesin, beschäftige sich mit der Frage nach der Präsenz und Herausforderungen in der Integration ausländischer Ordensmitglieder in unserem Land. Die fremdsprachigen Ordensleute seien bereits in deutschen Klostergemeinschaften und Pfarrgemeinden präsent, um zu beten, zu arbeiten, neue Niederlassungen zu gründen und Gemeinschaften zu stützen. „Durch das Dasein ausländischer Ordensleute ist das Bild der Kirche in vielen Bereichen Deutschlands vielfältiger geworden. So zeigt sich eine pfingstliche Kirche verschiedener Nationen, Sprachen – aber mit einem Ziel: gemeinsam dem Evangelium dienen.“ Dennoch zeigen sich Schwierigkeiten in der Integration durch das Erlernen der deutschen Sprache, das langsame Hineinwachsen ins Ordensleben in einer fremden Kultur, eine lange Berufsausbildung, verbunden mit vielen Risiken. Sr. Marta betonte, dass ausländische Ordensleute voll Begeisterung nach Deutschland kommen, um mit allen ihren Fähigkeiten mit allen Christen das Evangelium zu verkünden und der Kirche zu dienen.

P. Lukas Temme CP aus dem Passionistenkloster in Schwarzenfeld stellte die heutigen Herausforderungen der Berufungspastoral heraus und verdeutlichte diese durch persönliche Erfahrungen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Insbesondere bekräftigte er die Tatsache, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens die Menschen sehr beschäftigt. Deswegen müsse die Berufungspastoral auch sehr offen sein, um vielen Suchenden in ihren Fragen beizustehen und sie zu begleiten. Vor allem ist für P. Lukas eine gelingende Berufungspastoral nicht ohne die Zusammenarbeit mit der Jugendpastoral zu denken.