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Geistliche Gemeinschaften treffen Bischof Rudolf

Kirche ohne Gebet hat keine Zukunft

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Regensburg, 14. September 2022

Großartige Ermutigung und eine starke Wertschätzung ihrer Arbeit erfuhren die Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Regensburg bei einem Gesprächsabend am Mittwoch mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. Als Moderatorin führte Ordinariatsrätin Maria Luisa Öfele durch den Abend im Diözesanzentrum.

Mit einem Gebet zum Fest der Kreuzerhöhung begann Bischof Rudolf den Gesprächsabend. Kurz stellten die anwesenden 22 Teilnehmer sich und ihre 15 Gemeinschaften mit der Anzahl der Mitglieder vor: Anbetungsgemeinschaft St. Petrus Otzing, Apostolatskreis Hofstetten, Charismatische Erneuerung (CE), Dominikanische Laiengemeinschaft, Kath. Evangelisationswerk, Familien mit Christus, Fokolar-Bewegung, Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL), Jugend 2000, Legion Mariens, Neokatechumenaler Weg, Ordo Franciscanus Saecularis (OFS), Regnum Christi, Schönstattbewegung und Teresianischer Karmel.“

In seinen Erläuterungen zum Synodalen Weg stellte Bischof Rudolf klar, dass ihm von Beginn an ein kirchenrechtskonformes Statut wichtig gewesen wäre. Themen wie die Jugendkatechese, den Glauben zu bezeugen, Evangelisierung, das Evangelium glaubwürdig verkünden, Freude bringen, aber auch die Erhaltung des Glaubensgutes wären unter anderem gefragt. „Aber das Drehbuch war schon in den Anfängen der Planung geschrieben“, bedauerte der Bischof. Der Papst selbst habe gute Leitplanken gesetzt: Beten, aufeinander hören, den Heiligen Geist wirken lassen, etc. Diese wichtigen Voraussetzungen, auch in der Gesprächskultur, seien im „Synodalen Rat“ bedauerlicherweise nicht gegeben. Die Wortmeldungen aus den Reihen der geistlichen Gemeinschaften drückten den Dank an den Bischof aus, dass er sich in die Diskussion der Synodalversammlung einbringt. „Bleiben Sie mutig“, so der persönliche Wunsch an ihn, aber auch das Geständnis, dass der Synodale Weg in Deutschland viele verwirrt.

Viele gute Angebote

Im weiteren Gesprächsverlauf tauschten sich die geistlichen Gemeinschaften aus und zeigten auf, wie wichtig ihnen hier im Bistum die Weckung und Stärkung der Freude am Glauben ist. Manche setzen ihren Schwerpunkt in die Ehespiritualität und die Begleitung von Familien. Andere sind aktiv in der Hinführung zur Heiligen Schrift. Kleine, aber intensive Glaubensgemeinschaften sind gefragt. „Wenn Gott die Mitte ist, dann wird evangelisiert“, so der Konsens. Problem sei, die Leute überhaupt noch zur Kirche, zum Glauben zu bringen. Hier gebe es bereits viele gute Angebote, wie die Alpha Kurse, „Leben im Geist“-Seminare, Einladungen zum gemeinsamen Gebet, das „Follow me“ Projekt und Verschiedenes mehr. Auch die Laienschulung wurde angesprochen. Hier erläuterte Bischof Rudolf die geplanten Schulungen von Katechisten und Katechistinnen innerhalb einer zweijährigen Ausbildung, die sehr praxisbezogen ist und gemeinsam mit der KEB angeboten werden soll.

Dienste und Charismen einsetzen

„Eine Kirche, eine Pfarrei, die nicht betet hat keine Zukunft“, stellte der Bischof fest. Deshalb freue er sich über alle Initiativen, die das Gebet in der Familie erfahrbar machen, Kreise die sich zum Hausgottesdienst oder Bibelteilen treffen, die Wallfahrten organisieren und Pilgerreisen machen, die Kirchenführungen anbieten, etc. Jeder und jede kann eine Rolle in der Kirche haben, stellte sich klar heraus. Und auch der Wunsch „die Kirche muss wieder missionarisch werden“, kam zur Sprache. Hier nannte Bischof Rudolf als Beispiel die neue Form der „Volksmission“, mit der die Passionisten aus Schwarzenfeld bisher gute Erfahrungen gemacht haben. Überall dort, wo diese angeboten und durchgeführt wurde, sei Neues gewachsen. Ordinariatsrätin Maria Luisa Öfele erinnerte an das Schreiben von Papst Franziskus, in der er die „missionarische Jüngerschaft“ und die „marianische Dimension der Neuevangelisierung“ anspricht.

Die Anwendung der Interventions- und der Präventionsordnung soll sowohl in den Geistlichen Gemeinschaften, als auch in den Pfarreien bis Ende des Jahres vollzogen werden. „Wir tun das Menschenmögliche, damit Kinder bei uns sicher sind“, betonte Bischof Rudolf und erklärte: „Das ist eine herausfordernde Daueraufgabe, der wir uns stellen müssen und auch stellen werden.“

Text und Fotos: Irmgard Hilmer/jas