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Filialkirche St. Georg Sassenreuth feiert 75-jähriges Jubiläum

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Die Filialkirche St. Georg in Sassenreuth feierte am Wochenende ihr 75. Kirchenjubiläum. Vor 80 Jahren wurde die Idee des Kirchenbaus geboren. Für Bischof Dr. Rudolf Voderholzer war dieses Jubiläum Anlass, zu einem Pastoralbesuch in die Paffrei Maria Himmelfahrt Kirchenthumbach zu kommen. "Ein Haus voll Glorie schauet, weit über alle Land..." sang das Volk beim Einzug in die Kirche. Der Pontifikalgottesdienst wurde zu einem großen Glaubensbekenntnis. Die Eucharistiefeier zelebrierte der Regensburger Oberhirte, in Konzelebration Pater Dr.  Benedikt Röder und Diakon Frater Johannes Bosco vom Kloster Speinshart.

In seiner Begrüßung versäumte es Pater Benedikt nicht, kurz auf die Baugeschichte des Gotteshauses einzugehen, stelle doch die Sassenreuther Georgskirche im Bistum Regensburg eine Besonderheit dar. Unter schwierigsten Umständen wagte sich Pfarrer Leonhard Zechmeier an den Kirchenbau. Er sei ein ausgesprochen mutiger Bekenner für seinen Glauben gewesen und habe damals den Konflikt mit den nationalsozialistischen Machthabern nicht gescheut. Zusammen mit der Unterstützung und tatkräftigen Hilfe vieler Gemeindemitglieder habe er den Kirchenbau in schwerer Zeit gemeistert. Durch das Naziregime, dem ein Kirchenbau zuwider war, wurde das Projekt über ein Jahr ins Stoppen gebracht. Der Hartnäckigkeit des Pfarrers sei es zu verdanken gewesen, dass das Bauwerk doch vollendet werden konnte. Aufgrund seines frühen Todes im Alter von nur 63 Jahren am 4. Oktober 1942 habe er die Einweihung nicht mehr erleben können. Auf seinem Sterbebild finde sich ein Wort des Apostel Paulus aus dem zweiten Brief an Timotheus: "Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Im Übrigen ist mir die Krone der Gerechtigkeit hinterlegt."

In seiner Predigt sagte der Bischof, dass er bereits vor drei Jahren bei seinem Patoralbesuch vom Kirchenbau beeindruckt gewesen sei. Den Kirchenbauer, Pfarrer Leonhard Zechmeier, nannte er einen mutigen Mann, der sein Herzblut für den Kirchenbau als guter Hirte vergossen habe. Dieser Kirchenbau sei in Deutschland einmalig und man könne nur staunen, wie er dies alles geschafft habe. Den Menschen vor 75 Jahren sei es wichtig gewesen, einen Ort, einen Raum zu schaffen wo Religionsunterricht erteilt werden  konnte. Die Gläubigen bat der Bischof den Hirtendienst ernst zu nehmen. Auch die Eltern und Großelter seien Hirten, wenn sie ihre Kinder und Enkel zu christlichen Menschen erziehen. Die Familie sei die Keimzelle des christlichen Glaubens. Dem Gottesdienst vorausgegangen war ein Festzug vom Feuerwehrhaus zur Kirche. Angeführt wurde er von der Blaskapelle und den kirchlichen Würdenträgern. Der Gottesdienst wurde in Bild und Ton in ein Zelt und ins Freie übertragen.