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Fest der Heiligen Familie im Kloster Mallersdorf

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Wie alle Jahre war Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer gekommen, um mit der Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie in Mallersdorf das Patrozinium zu feiern. Die Besonderheit beim diesjährigen Familienfest: nach 11 Jahren wurde Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner als "Superior emeritus" offiziell verabschiedet und Prälat Gottfried Dachauer als sein Nachfolger im Amt des Superiors eingeführt. Den Gottesdienst feierten auch Familien aus dem Klosterkindergarten "zum Schutzengel" mit und allen Kindern spendete der Bischof den Einzelsegen.     

 

Das Kloster Mallersdorf, Mutterhaus der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie seit 1869, konnte am Freitag, dem Fest der Heiligen Familie das Patrozinium der Ordensgemeinschaft feiern. Rund 700 Schwestern überwiegend in Mallersdorf, der Pfalz, Siebenbürgen und Südafrika zählen zum Orden. "Es gibt kein schöneres, bedeutungsvolleres Fest, als dieses Familienfest, um den Amtswechsel des Superiors offiziell zu feiern und die große Ordensfamilie neu unter den Schutz der Heiligen Familie zu stellen" betonte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. 

 

In seiner Predigt blickte Bischof Rudolf auf die Menschwerdung Gottes, zu der es auch gehöre, dass Gott nicht plötzlich auf die Bühne der Welt tritt, sondern dass er Kind ist. Der Bischof ging auf die enorm wichtigen entscheidenden ersten Monate und Jahre eines Kindes ein, die sich bis ins hohe Alter auswirken. Er erinnerte an die wichtige Phase der Geborgenheit, an das Urvertrauen, das in dieser Zeit "erlernt" wird. Am Kindsein zeige sich wesentliches: das Angewiesensein auf Zuwendung, auf Prägendes. In der Familie lerne man die grundlegenden Umgangsformen. So wie bei jedem Kind sei auch die religiöse Praxis in der Heiligen Familie von Nazareth für Jesus prägend gewesen. Dort wurde er mithineingenommen, hineingetaucht in sein Volk Israel, lernte Beten und konnte reifen und wachsen. "Diese verborgenen Jahre in der Familie in Nazareth kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden" resümierte der Bischof. Damit schlug er aber auch die Brücke zu den Mallersdorfer Schwestern, die gemäß ihrem Gründer in vielen Jahrzehnten versuchten, bei Kindern die aus verschiedensten Gründen auf ihre Familie verzichten mussten, Vater und Mutter zu ersetzen.

Aus dem Geist des Evangeliums heraus wurde und wird auch heute noch Geborgenheit und Wärme geschenkt. Dabei bringen die Schwestern das "Mütterliche" ein und für diesen Dienst in diesem Ordenscharisma gebühre ihnen ein aufrichtiges Vergelts Gott". Der Superior übernehme den väterlichen Dienst. Er schaue im Auftrag des Bischofs auf die Ordensgemeinschaft. Dieses "Aufeinanderschauen" lasse gemeinsam wachsen, gedeihen und die richtigen Wege finden. Bischof Rudolf erinnerte an viele Begegnungen, in den der bisherige Superior Dr. Wilhelm Gegenfurtner als väterlicher Begleiter gewirkt habe und stets in großer Hochachtung von den Schwestern und ihrer Arbeit, aber auch von ihrem Gebet gesprochen habe. Nach reiflicher Überlegung, "aber dann aus ganzem Herzen" habe Prälat Gottfried Dachauer Ja gesagt zu diesem Dienst. Er bringe eine reiche Erfahrung mit aus der Arbeit in Pfarreien und der Priesterausbildung.

 

Herzliche Dankesworte fand Prälat Gegenfurtner und blickte auf verschiedene Stationen während seiner 11jährigen Tätigkeit als Superior, in der er vom franziskanischen Geist inspiriert und geprägt worden sei. Der neue Superior Gottfried Dachauer dankte für das Vertrauen und das Zutrauen. "Der Weg entsteht im Gehen" zitierte er aus seinem Abreißkalender und verwies auf das Zusammenfügen von so vielen guten Terminen bei der Ernennung, des ersten Amtstages und der ersten Messfeier in der Mutterhauskirche. Sein Dank galt seinem Vorgänger, der ihn auf vielfache Weise in die Arbeit eingeführt und zu vielen Terminen mitgenommen hat. "Gott möge unseren Weg behüten, dann wir es schon werden" resümierte er abschließend.