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Feierliche Eröffnung der neuen Dauerausstellung in den Klattauer Katakomben

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Am vergangenen Samstag besuchte Bischof Gerhard Ludwig Müller auf Einladung des Pilsener Bischofs Frantisek Radkovsky und des Bürgermeisters der westböhmischen Stadt Klatovy die neu eröffnete Dauerausstellung in den Klattauer Katakomben. Die westböhmische Stadt Klattau ist durch eine seltene Sehenswürdigkeit bekannt geworden: durch Mumien. In den Katakomben unter der Jesuitenkirche wurden im 17. und 18. Jahrhundert nicht nur die Ordensmitglieder, sondern auch Adelige und Patrizier aus Klattau bestattet. Dank der besonderen klimatischen Bedingungen und eines besonderen Lüftungssystems sind die Leichname mumifiziert worden. Die Krypta mit den Mumien war Jahre lang ein Anziehungspunkt für Touristen. Nach einer Phase der Instandsetzung der unterirdischen Räumlichkeiten wurde nun die neue Dauerausstellung feierlich eröffnet. Das unterirdische Museum wird im Rahmen des Projektes „Katakomben Klattau 2010“ realisiert, das von dem Europäischen Fond für Regionalentwicklung mit dem Ziel der Revitalisierung der Denkmäler und der Nutzung des Kulturerbes gefördert wird.

Um 09:00 Uhr begann die feierliche Eröffnung des neuen unterirdischen Museums. Danach zelebrierte der Pilsener Bischof Radkovsky in der vollbesetzten Kirche die hl. Messe. Am Mittag empfing der Bürgermeister die Gäste im Klattauer Rathaus und im Anschluss fand eine Konferenz zur Vorstellung der neuen Exposition mit mehreren Vorträgen und einem Begleitkulturprogramm statt. In einer Ansprache vor den Gästen betonte Bischof Gerhard Ludwig Müller die Bedeutung eines würdevollen Umgangs mit den Verstorbenen: „Die Kraft und Vitalität des Glaubens kommt auch dann zum Ausdruck, wenn dem Verstorbenen wieder ein würdevoller Rahmen gegeben wird. Nicht atheistische oder nihilistische Ideologien haben das letzte Wort auf der Welt, sondern dies gebührt der Liebe zu Gott und den Menschen, die in Gott selbst ihren Ursprung hat und im Glauben an Jesus Christus zum Ausdruck kommt. Die Kraft des Glaubens ist die Grundlage der europäischen Zivilisation. Auf dieser Grundlage können wir das Trennende zwischen den Nationen überwinden und uns eine Zukunft der Gemeinsamkeit und herzlichen Nachbarschaft eröffnen.“