News Bild Eröffnung des Akademischen Forums Albertus Magnus und Amtseinführung seines Leiters Prof. Dr. Bonk – Themen in der Schnittmenge von Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft

Eröffnung des Akademischen Forums Albertus Magnus und Amtseinführung seines Leiters Prof. Dr. Bonk – Themen in der Schnittmenge von Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft

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Zum 1. September dieses Jahres hat Diözesanbischof Rudolf Voderholzer den Ständigen Diakon Prof. Dr. Sigmund Bonk zum Direktor des Akademischen Forums Albertus Magnus ernannt. Im Rahmen eines Festaktes am Todestag des heiligen Albertus Magnus am vergangenen Samstag überreichte Domkapitular Prälat Peter Hubbauer, Leiter des Seelsorgeamtes, Prof. Bonk die Ernennungsurkunde. Für das Forum erhofft Prälat Hubbauer Gottes Segen: „Ich wünsche, dass viele Menschen durch diese Einrichtung Antworten auf ihre Fragen bekommen und somit Orientierung für ein gelingendes Leben.“

Mit dem neuen Forum geht für Bischof Voderholzer ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: „Es braucht im und für das Bistum Regensburg eine Plattform, in der die aktuellen wie die zeitlosen Fragen des christlichen Glaubens und seine Relevanz für das öffentliche Leben verhandelt, erschlossen und diskutiert werden.“ Das geistige Leben in Regensburg, nicht nur in der Philosophie, Theologie, Kirchenmusik und Ökumene, sei außerordentlich reich und könne sich gegenseitig befruchten. In den vier wissenschaftlichen Einrichtungen unter dem Dach des Bistums werde „großartige Arbeit geleistet, die es wert ist, noch stärker in der Öffentlichkeit der Stadt und des Bistums präsentiert zu werden, sodass die Arbeit fruchtbar werden kann“. Hierzu zählen das Institutum Marianum, das Liturgische Institut, das Institut Papst Benedikt XVI. sowie das Ostkirchliche Institut. Prof. Bonk wird im Rahmen seiner neuen Aufgabenfelder die Koordination der Institute übernehmen.

Prof. Bonk dankte dem Regensburger Oberhirten für seine neuen Aufgaben, von denen dieser ihm einmal versichert habe, sie seien ihm „maßgeschneidert“. Das Forum soll die Möglichkeit bieten, teils klassische Themen anzusprechen, zum Beispiel das Verhältnis von Glauben und Wissen, aber auch Reizthemen, beispielsweise die Debatte um wiederverheiratete geschiedene Gläubige. Für den erfolgreichen Start und das weitere Gedeihen des Forums wünschte Prof. Bonk, „dieses neue Pflänzchen möge in der reichen Landschaft der kirchlichen und staatlichen Bildungseinrichtungen unter dem Schutz des Großen Albert anwachsen“.
 
Zur Namensgebung des Forums:  heiliger Albertus Magnus
Im Rahmen der Eröffnungsfeier sprach Prof. Dr. Stephan Grotz zum Thema „Glaube, Gewalt, Gedanken: Zur Verhältnisbestimmung dieser Begriffe im Anschluss an Albertus Magnus“ und stellte damit den Heiligen unter einer aktuellen Debatte vor Augen. Der heilige Albertus Magnus (1200 bis 1280), der von 1260 bis 1262 als Bischof von Regensburg wirkte, kann dem Forum in mancher Hinsicht Orientierung geben. Der große Gelehrte verstand es, das Wissen seiner Zeit – einschließlich das Wissen über die Natur – umfassend mit der christlichen Theologie, mit der klassischer Philosophie sowie mit einem authentischen und glaubensfrohen Leben zu verbinden.