News Bild Erhard-Hauptreliquie hunderten Gläubigen aufgelegt

Erhard-Hauptreliquie hunderten Gläubigen aufgelegt

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(pdr) Am Fest des heiligen Erhard, des Nebenpatrons der Diözese Regensburg, wurde Hunderten von Gläubigen in der Niedermünsterkirche die Hauptreliquie des frühen Bischofs aufgelegt. Die Auflegung der in einem silbernen Gefäß eingefassten Reliquie des Kopfes ist traditionell mit der Anrufung des heiligen Erhard um Fürbitte bei dem Dreifaltigen Gott verbunden. Dompropst Dr. Wilhelm Gegenfurtner hatte zuvor ein feierliches Hochamt in der Erhardskirche zelebriert, in der sich das Grab des Heiligen befindet. Es konzelebrierte Dompfarrer Domkapitular Hermann Hierold, der sich ebenfalls an der Auflegung der Reliquie beteiligte.
Dompropst Gegenfurtner stellte den Zusammenhang zwischen dem Besuch Benedikts XVI. im kommenden September und dem heiligen Erhard her – schon Papst Leo IX. weilte 1052 in Regensburg, um die Bischöfe Erhard und Wolfgang heiligzusprechen. Erhard wurde im siebten Jahrhundert im französischen Narbonne geboren. Er ist einer der Wegbereiter des christlichen Glaubens in Bayern. Wahrscheinlich war er ein Wander- und Missionsbischof, der ab 680 oder 690 bei Herzog Theodo II. am Hof der Agilolfingerherzöge in Regensburg wirkte. Dies geschah noch in der Zeit vor der kanonischen Errichtung des Bistums Regensburg durch den heiligen Bonifatius. Erhards Grab befindet sich seit merowingischer Zeit an der Nordmauer der Niedermünsterkirche in Regensburg.
Dompropst Gegenfurtner erklärte, der Geist Christi habe den heiligen Erhard beseelt, wundertätige Werke zu wirken und ein Vorbild im Glauben zu sein. Wie der Apostel Paulus habe er keine glänzenden Reden gehalten, sondern die Frohbotschaft dargelegt. Gegenfurtner: „Wenn wir nun die Hauptreliquie auflegen, dann bitten wir, dass uns der Geist Christi im Alltag hilft und Vorbilder im Glauben sein lässt. Wenn wir das versuchen, dann haben wir den heiligen Erhard richtig gefeiert.“