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Diözesantag der geistlichen Gemeinschaften und kirchlichen Bewegungen

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Beim diözesanen Jahrestag der geistlichen Gemeinschaften und kirchlichen Bewegungen im Bistum trafen sich die Teilnehmer in der Kirche Niedermünster, um gemeinsam mit Bischof Rudolf Voderholzer ein Pontifikalamt zu feiern. Bischof Rudolf nahm auch an der anschließenden Begegnung der Gemeinschaften im Kolpinghaus teil. Da der Tag des Treffens auf den Gedenktag des seligen Friedrich von Regensburg (geboren um 1250 in Regensburg, gestorben 29.11.1329 in Regensburg) fiel, nahm Bischof Rudolf diesen Mann in den Fokus seiner Predigt und appellierte an die Gläubigen, den Seligen Friedrich von Regensburg  als Impulsgeber, Vorbild und Fürsprecher zu sehen.

 

„Das gemeinsame Ziel aller in der Kirche tätigen Menschen ist die gemeinsame Berufung zur Heiligkeit, die wir in der Taufe empfangen haben“, sagte der Bischof. Dies sei völlig unabhängig davon, ob einer zur Ehe berufen sei, zur kirchlichen Gemeinschaft oder zum Priester. Der Selige Friedrich sei der einzige gebürtige Regensburger, der zur Ehre der Altäre erhoben worden sei. Sein Leben und  Wirken, berichtete der Bischof, sei in eine schwere Zeit gefallen war. Im Jahr 1250 geboren habe der Selige Friedrich den großen Regensburger Bischof Albertus Magnus erleben können, ebenso den bedeutenden Prediger, Berthold von Regensburg. Seine Berufung habe er gemäß den legendären Aufzeichnungen von Hieronymus Streitel aus dem Jahr 1519 bei der Predigt eines Augustiners über das Wort Christi erkannt: "Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen."

 

Diese Worte  hätten ihn dazu bewogen, als Augustiner-Laienbruder zu wirken. Seine Aufgaben seien die eines Mesners und Hausmeisters gewesen. Begraben ist der Selige Friedrich von Regensburg in der Kirche St. Cäcilia. Selig gesprochen wurde er im Jahr 1909 von Papst Pius X.. Vom Seligen Friedrich sei der Vorgang der „geistlichen Kommunion“ bekannt, der Vereinigung mit Christus auf der Basis von Meditation und glühender Sehnsucht. Der Selige Friedrich habe großen Wert auf die tägliche Kommunion gelegt, nur einmal habe er wegen dringender Arbeiten diese nicht empfangen können. Daraufhin sei ihm ein Engel erschienen, der ihm den Leib Christi gereicht habe, erzählt die Legende. Die „geistliche Kommunion“ sei eine Möglichkeit für all jene, die von der Kommunion ausgeschlossen seien oder an dieser aus irgendwelchen Gründen nicht teilnehmen könnten.

 

In den Fürbitten wurde um Einheit unter den christlichen Bewegungen gebeten, um Stärke auf dem Weg des Wachsens zum Wohl der Kirche, um Stärkung beim missionarischen Auftrag dieser Welt, um Mut zum Handeln zum Wohle der Nächsten, um ein hörendes Herz, wenn man auf der Suche sei, und um Kraft für das, wofür man sich entschieden habe.