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Zur Neuigkeit
Diözesankomitee zu Studie über die Chancen von Job-Bewerbern
Religiöses Ehrenamt darf nicht zur Benachteiligung führen
Regensburg, 16. September 2026
Mit Befremden hat der Vorstand des Diözesankomitees die Veröffentlichung einer Studie zur Kenntnis genommen, nach der ein religiöses Ehrenamt die Chancen bei Job-Bewerbern auf einen neuen Arbeitsplatz reduziert. Bei der Bewertung von Personalverantwortlichen werden laut dieser Studie religiös engagierte Kandidatinnen und Kandidaten als weniger akzeptabel angesehen, da Kollegen und Kunden weniger bereit wären, mit diesen zusammenzuarbeiten.
Der Vorstand des Diözesankomitees fordert Personalverantwortliche auf, dieser religiösen Diskriminierung nicht nachzugeben. Ehrenamtliches religiöses Engagement ermöglicht Erfahrungen, die Zuverlässigkeit, Empathie und Teamarbeit fördern – Kompetenzen, die im Beruf genauso wichtig sind wie Fachwissen. Teamfähigkeit aufgrund einer christlich religiösen Wertebasis trägt im Wesentlichen zu einem harmonischen Miteinander bei. Emotionale Intelligenz erleichtert das Zusammenleben auf allen Ebenen. Es wäre schade, dieses Engagement als Lebenslauf-Ausschnitt abzuwerten, weil es oft viel zur persönlichen und beruflichen Reife beiträgt.
Die in der Studie angeführte Begründung eines „Minderheitenstatus“ für religiös Engagierte halten wir zudem auch mit Blick auf andere „Minderheiten“ (z.B. Menschen mit Einschränkungen, Migrationshintergrund etc.) für höchst problematisch. Gerade ein Christ oder eine Christin muss sich nicht immer dem Mainstream anschließen; religiöse Aspekte erfordern eine intensivere Auseinandersetzung mit komplexen Dingen und Sachverhalten, deren Ergebnis durchaus entgegen dem Mainstream sein kann und darf. Wir sehen eine Gefahr, wenn alle, nur weil es gerade en vogue ist, sich bestimmten Mehrheiten anschließen, ohne zu reflektieren. Gleichzeitig fordert der Vorstand des Diözesankomitees alle dazu auf, mit allen Menschen guten Willens – egal welcher Religion sie angehören – zusammenzuarbeiten und fair miteinander umzugehen.
Religiöses Ehrenamt darf nicht zur Benachteiligung führen!
Für den Vorstand des Diözesankomitees
Martha Bauer, Vorsitzende des Diözesankomitees Regensburg
(kw)




