News Bild „Die wichtigste und größte Wirkung des Heiligen Geistes ist die Gemeinschaft der Kirche" - Bischof Rudolf firmt 34 Erwachsene am Pfingstsonntag

„Die wichtigste und größte Wirkung des Heiligen Geistes ist die Gemeinschaft der Kirche" - Bischof Rudolf firmt 34 Erwachsene am Pfingstsonntag

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Am Pfingstsonntag zog Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit Weihbischof Reinhard Pappenberger und den Mitgliedern des Domkapitels in einer großen Prozession rund um den Hohen Dom St. Peter durch das Hauptportal in die übervolle Kathedrale ein. 34 Frauen und Männer, die im Rahmen der festlichen Eucharistiefeier, das Filmsakrament erhalten sollten, begrüßte der Bischof gleich zu Beginn der Messe. "Für Sie wird es ein ganz besonderes und ganz persönliches Pfingstfest werden, werden Sie doch mit der Heiligen Salbung mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt und damit auch voll in die Kirche aufgenommen… ich danke Ihnen schon jetzt für Ihr Zeugnis und dass Sie uns allen ermöglichen, ja uns herausfordern, auch unsere eigene Initiation, unsere eigene Aufnahme in die Kirche durch Taufe und Firmung, der ja eine bewusste Glaubensentscheidung zu Grunde liegt, zu vergegenwärtigen", sagte der Bischof.

In seiner Predigt betonte der Regensburger Oberhirte, dass es darauf ankomme nicht nur über den Heiligen Geist zu sprechen, sondern dass man vor allem "in ihm und in seiner Kraft redet". Auch die Pfingstpredigt des Apostels Petrus sei keine Predigt über den Heiligen Geist gewesen, sondern eine "feurige, vom Heiligen Geist angefeuerte Predigt über die Großtaten Gottes, besonders über Gottes Zuwendung in Jesus Christus. Der Heilige Geist steht nicht selbst im Mittelpunkt", predigte Bischof Rudolf. Er verglich den Heiligen Geist mit der Sonne, die zwar alles erhelle, dabei jedoch eigentlich im Hintergrund wirke. Auch der Heilige Geist wirke im Hintergrund und lasse Gott, den Schöpfer und Erlöser, erkennen. "Den Heiligen Geist erkennt man an seinen Wirkungen. Die wichtigste und größte Wirkung des Heiligen Geistes ist die Gemeinschaft der Kirche", stellte der Bischof fest und verwies darauf, dass die katholische Kirche trotz aller Widerstände und eigener Schwächen mittlerweile auf 1,2 Milliarden Menschen angewachsen sei. "Für mich ist das ein unglaubliches Zeichen und fast möchte ich sagen, ein Beweis dafür, dass die Botschaft der Apostel stimmt", sagte der Bischof.

An die Firmlinge gewandt erklärte er, dass sie durch die Firmung nicht mehr Laien in dem Sinn seien, dass sie sich nicht auskennen würden und keine Verantwortung in der Kirche hätten. Noch einmal betonte der Bischof, dass er das Wort Laie in diesem Zusammenhang nicht möge. „Ihr Mittun trägt die Gebetsgemeinschaft im hohen Maße... Sie sind berufen, für andere zu beten, wo diese nicht mehr oder noch nicht beten gelernt haben", sagte der Bischof. Die Firmlinge bat er mitzuwirken an der Verbreitung der Frohen Botschaft. "Das setzt voraus, dass Sie sich auch weiter um die Vertiefung Ihres Glaubens bemühen", predigte der Regensburger Oberhirte." Auch am Hirtenamt haben Sie auf Ihre Weise teil, dort, wo Sie Verantwortung für andere übernehmen, ihnen vorausgehen, Sie hinführen zu den Wassern des Lebens, von denen Sie selber erkannt haben, dass Sie davon auf Ihrem Lebensweg getragen werden."

Nach der Predigt entsagten die Firmlinge dem Bösen. Dann sprach der Bischof jeden mit seinem Namen an, legte ihm die Hand auf und salbte ihn mit heiligem Öl. Das Pontifikalamt endete mit den Päpstlichen Segen. Im Anschluss daran trafen sich die Firmlinge, die Firmpaten und Bischof Rudolf im Kolpinghaus. Dort erhielten die frisch Gefirmten die Firmurkunde sowie ein Buch von Papst Benedikt XVI. em. aus den Händen von Bischof Rudolf. Das Pontifikalamt im Dom wurde vom Chor (Leitung Domkapellmeister Roland Büchner) und der Choralschola (Leitung Karl-Heinz Liebl) der Regensburger Domspatzen und Domorganist Franz-Joseph Stoiber an der Hauptorgel musikalisch gestaltet.