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Die Abtei Seligenthal in Landshut feiert die 775 Jahre ihres Bestehens

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(pdr) Allen Grund zum Feiern hat die Abtei Seligenthal in Landshut: Das Zisterzienserinnenkloster blickt auf die 775 Jahre seines Bestehens zurück. Die Schwestern sowie der Verein der Freunde und Förderer des Klosters begehen das Jubiläum mit einer Reihe von Veranstaltungen. Das Festprogramm wurde im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem religiösen Aspekt“, sagte Äbtissin Maria Petra Articus. Jeden Monat wird ein Benediktinerabt eingeladen, einen Gottesdienst im Kloster zu feiern. „Eine Vortragsreihe beschäftigt sich mit dem Orden und der Regel Benedikts“, fuhr die Schwester fort. Außerdem sind Konzerte im Kloster geplant. Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird der Festakt am 14. und 15. Juli mit einem von Kardinal Friedrich Wetter, Weihbischof em. Vinzenz Guggenberger und Generalabt Maurus Esteva zelebrierten Festgottesdienst sein.

„Eigentlich wollten wir ursprünglich nicht so sehr feiern“, räumte die Äbtissin ein. „Unserer Schulen und der Abtei willen wird es nun aber doch größer.“ Völlig zu Recht, findet Dr. Walter Zitzelsberger. Der Regierungspräsident von Niederbayern ist überzeugt: „Ohne Seligenthal wäre Bayern ein Stück ärmer.“ Die Bedeutung der Abtei könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, betonte Zitzelsberger, Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des Klosters. 1231 von der bayerischen Herzogin Ludmilla gegründet, beherbergte die Abtei Seligenthal stets den Orden der Zisterzienserinnen. Das Kloster überdauerte die Säkularisation und hat auch heute noch einen regelmäßigen Zulauf.

Vom Jubiläumsjahr erhoffen sich Kloster und Freundesverein eine weitere Vertiefung der Beziehungen zwischen der Abtei und der Landshuter Bevölkerung. Dazu sollen auch der neu erschienene Kirchenführer sowie ein Buch über die Abtei Seligenthal beitragen.

Vielversprechend klingt auch das Jubiläumsprogramm. Im Rahmen der Vortragsreihe spricht Abt Franziskus von Heeremann am 20. April zu den Themen „Anregung zur Zukunftsfähigkeit aus benediktinischer Erfahrung“ sowie „Nachhaltigkeit nach der Regel St. Benedikts“. Über die Kulturgeschichte der Zisterzienserinnen in Landshut referiert am 10. Mai Dr. Franz Niehoff. Es folgen Professor Klaus Berger mit der Vorstellung seines Buches „Jesus“ am 12. Oktober und Inge Bosl mit dem Vortrag „Klosteralltag: anekdotisches aus dem Archiv“. Im Dezember schließt Äbtissin Maria Petra Articus das Jubiläumsjahr mit dem Vortrag „Hinter Klostermauern“ ab.

Zudem treten in den Räumen des Klosters unter anderem die Landshuter Hofkapelle (16. Mai), der Landshuter Motetten-Chor (16. Juni) und das Akademische Männerquartett Odessa (18. Juni) auf. Eine Besonderheit ist das Dankkonzert des Vereins „Die Förderer“. Der Verein, der die Landshuter Hochzeit ausrichtet, will sich mit dieser eigens konzipierten Aufführung für die Zusammenarbeit mit der Abtei Seligenthal bedanken. Das Kloster hatte viele Mitwirkende der Landshuter Hochzeit als Schülerinnen in seinem Gymnasium. Unter dem Titel „novella musicale“ wird am 16. Mai eine Geschichte aus den frühen Tagen des Klosters mit Musik aus dem 14. bis 16. Jahrhundert aufgeführt.

Um jeweils 9.30 feiern im Jubiläumsjahr folgende Äbte Gottesdienst in der Abtei Seligenthal: am 18. März Abt Marianus Bieber, Abtei Niederalteich, am 22. April Abt Barnabas Bögle, Abtei Ettal, am 20. Mai Abt Gregor Zasche, Abtei Schäftlarn, am 17. Juni Abt Paulus Weigele, Abtei Ottobeuren, am 9. September Abt Hermann J. Kugler, Abtei Windberg, am 7. Oktober Abt Wolfgang Hagl, Abtei Metten, am 11. November Bischof Gregor Hanke, vormals Abt in Plankstetten, am 9. Dezember Abt Gregor Zippel, Abtei Braunau/Rohr. Für den Gottesdienst von Abt Thomas Freihart, Abtei Weltenburg, im August ist noch kein genauer Termin festgelegt. (sw)