News Bild „Der Träger ändert sich, nicht aber der Geist“ - Maristengymnasium Furth in diözesane Trägerschaft übernommen

„Der Träger ändert sich, nicht aber der Geist“ - Maristengymnasium Furth in diözesane Trägerschaft übernommen

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(pdr) Mit einem Pontifikalamt hat das Maristengymnasium in Furth den Trägerwechsel in die Schulstiftung des Bistums Regensburg gefeiert. Bereits zum 1. August 2006 war die Schule von der im Jahr 2003 durch den Regensburger Bischof gegründete Stiftung übernommen worden.

Mit über 850 Schülerinnen und Schülern feierte Bischof Gerhard Ludwig in der Turnhalle des Gymnasiums die Heilige Messe. „Der Träger ändert sich, nicht aber der Geist“, betonte der Bischof in seiner Predigt. „Auch weiterhin sollen die Kinder und Jugendlichen hier im christlichen Sinne gebildet werden. Freuen wir uns, dass Kirche und Glaube bei uns so aktuell und lebendig sind.“ Manch einer sei der Ansicht, das kirchliche Leben in Bayern laufe „wie von selbst“. Dem widersprach der Bischof: „Auch wir müssen stets aufs Neue die Menschen von der frohen Botschaft überzeugen.“

Der Besuch des Papstes vor wenigen Wochen habe gezeigt, mit wie viel Freude gerade junge Menschen am kirchlichen Leben teilnähmen. „Die Liebe Gottes zu uns und unsere Liebe zu Gott, das ist die Vollendung, die wir anstreben. Jeder einzelne von Euch hat reiche Gaben von Gott empfangen, jeder hat besondere Fähigkeiten. Diese gilt es aufzubauen und zu fördern.“

Beim anschließenden Festakt in der Aula der Schule dankte Domkapitular Johannes Neumüller der Gemeinschaft der Maristenbrüder für deren Einsatz. „Mit großem Engagement und Geduld werden hier junge Menschen erzogen. Die Zukunft der Gesellschaft und der Kirche bekommt ihr Gesicht von denen, die hier gebildet werden.“

In einem Grußwort beglückwünschte der Ministerialrat Walter Gremm vom Kultusministerium die Schule zu ihrem neuen Träger „und die Stiftung zu ihrer neuen Schule. Das Maristengymnasium ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Landshuter Gegend. Eine Region wird durch die in ihr wirkenden Bildungseinrichtungen maßgeblich geprägt. Daher muss es das Ziel auch dieser Schule sein, Wissen und Werte zu vermitteln. Das dies an dieser Schule auch weiterhin durch die katholische Kirche geschieht, ist auch für die staatliche Seite ein Grund zu feiern.“

Nachdem Schulleiter Frater Alois Engel die 91jährige Geschichte der Maristen in Furth skizzierte, ging der ehemalige Schulleiter Frater Manfred Gschrey auf die aktuelle Situation ein. „Vertrauen und Veränderung, dieses Motto hat die Geschichte der Maristen bewegt. Große Veränderungen in baulicher, aber auch in personeller Hinsicht mussten immer wieder bewältigt werden, wobei jede Veränderung neue Perspektiven brachte. Haben wir daher Vertrauen in Veränderungen.“

Landrat Josef Eppeneder drückte die Freude des Landkreises und des Kreistages über die erfolgte Übernahme aus. „Ein besonderer Dank geht an die Eltern der Maristenschüler, die sich in hohem Maße engagiert haben, nachdem anfangs große Unsicherheit unter Eltern, Lehrern und Schülern bestand. Unser Raum, der christlich geprägt ist, muss auch weiterhin kirchliche Schulen haben. Der Landkreis wird sich daher auch weiterhin finanziell einbringen, wenn er gefragt ist.“

Elternbeiratsvorsitzender Helmut Korber zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der langen und nicht immer einträchtigen Verhandlungen. Christoph Hofmann, Vorstand der MAV, betonte, dass der „Geist der Maristen spürbar“ bleiben werde und freute sich, dass die Erziehungsarbeit fortgesetzt werden könne.



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