News Bild „Der Geist Gottes gibt uns Leben“ - Pontifikalamt mit Bischof Gerhard Ludwig

„Der Geist Gottes gibt uns Leben“ - Pontifikalamt mit Bischof Gerhard Ludwig

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(pdr) Höhepunkt des Pfingsttreffens der charismatischen Gebetskreise und Gemeinschaften in der Diözese Regensburg war am Pfingstmontagnachmittag der Pontifikalgottesdienst mit Bischof Gerhard Ludwig Müller im Dom. Den weit über 1000 Gläubigen rief der Bischof zu, missionarische Kirche aus der Communio heraus zu sein. Voran gegangen waren Lobpreis und Impulse unter dem Thema „Erneuere die Kirche und fange bei mir an“ im Antoniussaal. Hier erklärten die Gemeinschaften ihre Bereitschaft als Getaufte und Gefirmte ihre Fähigkeiten zum Aufbau und zur Erneuerung der Kirche einzubringen.
Beim Pontifikalamt im Hohen Dom Sankt Peter freute sich Bischof Gerhard Ludwig ganz besonders über die vielen Kinder und jungen Familien. „Wir sind ja eine kinderfreundliche Kirche, wie auch Christus kinderfreundlich war“ betonte der Bischof. Die Kirche sei die große Familie Gottes und nicht eine von uns Menschen geschaffene Gesellschaft. Hier erinnerte der Bischof an die großen Reiche und Hochkulturen, die anfangs eine große Überzeugungskraft entfaltet hätten, ihre Blütezeit und den Höhepunkt erreichten, dann aber ihre Anziehungskraft verloren haben, es abwärts ging und im Sand der Zeit verwehten. „Nicht so in der Kirche. Sie geht aus dem Willen Gottes hervor und lässt die Menschen daran teilhaben“ betonte Bischof Gerhard Ludwig. Die Kirche, erfüllt vom Heiligen Geist, verkünde zu allen Zeiten bis ans Ende der Welt Gottes große Taten für uns Menschen. „Der Geist Gottes gibt uns Leben und erneuert uns“ rief der Bischof den Gläubigen zu. Es sei der Geist, der lebe und die Kirche lebendig mache. Er gebe die Kraft füreinander Brüder und Schwestern zu sein und Söhne und Töchter Gottes. „Die Kirche ist nur so lebendig wie die einzelnen Glieder“ betonte der Bischof und erläuterte, dass jeder dazu berufen sei, seinen Beitrag in Kirche und Gesellschaft zu leisten. Es sei die geistliche Reform der Kirche von innen heraus was benötigt werde. Und der Geist Gottes belebe die Kirche und bewirke die Einheit. Licht und Salz der Erde zu werden sei der Auftrag, so könne sich die eine universale Kirche in den Ortskirchen und in den vom Bischof anerkannten Gemeinschaften zeigen. Die vielen Glieder des Leibes Christi sollten sich in den Pfarreien einbringen. „Die Charismen, die Gnadengaben des Heiligen Geistes sind keine Gaben, mit denen man sich von den anderen absondern soll“ erklärte Bischof Gerhard Ludwig. Vielmehr erhalte jeder seine Gaben, damit er den anderen damit Dienen kann. So dürfe charismatische, geistliche Erneuerung der Kirche nicht Absonderung, sondern Hinordnung aufeinander zu sein. Nach dem Motto „einer für alle, alle für den anderen“ könne man so ein Zeichen für die Welt und missionarische Kirche aus der Communio heraus sein. Die Frohbotschaft hören und verkünden dürfen, sei Sendung aus dieser Gemeinschaft heraus. Die Kirche sei das Werk Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Kirche sei der Fels, auf den wir unser Haus bauen können im Leben und im Blick auf die Ewigkeit. Mit dem Gebet über alle Gläubigen „Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu“ schloss Bischof Gerhard Ludwig, der für seine Predigt spontanen Applaus der Gläubigen erhielt.
Schönes Zeichens des Miteinanders war die Übernahme des Lektorendienstes aus den Reihen der Gemeinschaften, die Gabenprozession der Kinder und die musikalische Gestaltung mit neuen geistlichen Liedern durch Hans Gnann und seine Gruppe. „Wir haben mit ganz großer Freude diesen Gottesdienst gefeiert und sagen unserem Bischof ein aufrichtiges Vergelts Gott“ sprach Dekan Josef Renner zum Abschluss. Nach dem bischöflichen Segen hatten die Gläubigen Gelegenheit, sich bei den Priestern und Diakonen einzeln in ihren persönlichen Anliegen segnen zu lassen.
„Habemus Papam“ – wir freuen uns über den neuen Papst aus unserer Heimat“ sagte Dekan Josef Renner (Pfarrei Kollnburg) als Sprecher der charismatischen Erneuerung in der Diözese bei seiner Einführung im vollbesetzten Antoniussaal. „Wir sind als Getaufte und Gefirmte aufgerufen, die Kirche mit zu gestalten und wollen Papst Benedikt XVI die volle Unterstützung bei der Verwirklichung seiner Anliegen zusagen“ betonte Renner. Dabei wolle man nicht einstimmen in die Forderungen, was der Papst „alles zu tun hat“, sondern alles daran setzen, „wie wir uns mit unseren Fähigkeiten einbringen können, die Kirche gemeinsam mit Papst und Bischof zu erneuern“. Als Leitgedanken des neuen Papstes sprach Dekan Renner das „Konzil als Kompass der Orientierung“, die Eucharistie als Herz und Quelle des christlichen Leben, die Evangelisierung mit der Verkündigung des Wortes Gottes in der ganzen Welt und „in der Freundschaft mit Christus öffnen sich die Türen des Lebens“ an. Ebenso solle das eigene Leben als Dienst an Christus („Diener der Diener Gottes“), das „Beten wir füreinander, dass der Herr uns trägt und dass wir durch ihn einander zu tragen lernen“ und auch „ich bin nicht allein“ mit der Aufforderung keine Angst vor der Zukunft zu haben, weil Christus mit uns ist. Weitere Punkte seien der Dialog mit den Weltreligionen, besonders dem Judentum sowie die Einheit aller Jünger Christi: „Gefühle reichen nicht aus, es bedarf konkreter Gesten“. Letztendlich solle auch der Jugend geholfen werden, damit sie dem lebendigen, ewig jungen Christus begegnet, denn die Jugend sei die Zukunft und Hoffnung der Kirche. „Jeder Mensch ist sehr wertvoll und mit Gaben ausgestattet. Nach Paulus sollen alle unsere Charismen zum Aufbau der Kirche beitragen. Auch der Papst betont: „Die Kirche braucht euch alle“, resümierte Dekan Josef Renner und forderte die einzelnen Gemeinschaften auf, Antwort zu geben, wie mitgeholfen werden kann, diese Botschaften des Papstes umzusetzen. Die Gemeinschaft Familien mit Christus aus Heiligenbrunn, das Evangelisationswerk für die Diözese Regensburg e.V., das Werk Wachet und Betet aus Pfatter,, die Gemeinschaft Leben im Licht aus Hemau, die Sankt Petrus Gemeinschaft Otzing und die Ichtysgemeinschaft Blaibach/Runding betonten ihre Bereitschaft zur Unterstützung. Die Kinder und Jugendlichen wurden während dieser Zeit von den Jugendlichen FCKW (fröhlich, charismatisch, katholisch sind wir) betreut und im Glauben angeleitet.