News Bild Den richtungsweisenden Tag der Firmspendung in Erinnerung behalten - 58 Mädchen und Buben erhielten in Michaelsbuch das Sakrament der Firmung

Den richtungsweisenden Tag der Firmspendung in Erinnerung behalten - 58 Mädchen und Buben erhielten in Michaelsbuch das Sakrament der Firmung

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(pdr) Im Bistum Regensburg wird jährlich tausenden jungen Menschen das Sakrament der Firmung gespendet. Viele Jugendliche erhalten das Sakrament aus der Hand von Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller. Am vergangenen Samstag war dies in Michaelsbuch der Fall. Die gelb-weißen Kirchenfahnen wehten im ganzen Dorf, die Häuser und Zäune waren mit grünen Büscheln geschmückt, als der Bischof bei strahlendem Sonnenschein nach Michaelsbuch im Dekanat Deggendorf-Plattling kam, um 58 Mädchen und Buben das Sakrament der Firmung zu spenden.

Erwartungsfroh waren sie mit ihren Paten und Eltern aus der Pfarrei Michaelsbuch mit der Filiale Rettenbach, aus der Pfarrei Stephansposching mit der Filiale Loh und aus der Kuratie Mainkofen gekommen. Ein herzliches Willkommen entbot Pater Michael Kaufmann OSB dem Regensburger Diözesanbischof. Er betonte, dass die Gemeinschaft in der Kirche von Regensburg durch den Besuch des Bischofs sichtbar werde. „Die Kraft und Gnade Gottes möge in euch Firmlingen wirken“, wünschte Pater Michael und sprach von seiner Freude über die „erfrischenden Beichten“, die von ihnen bei der Vorbereitung abgelegt wurden.

In seiner Predigt verwies Bischof Gerhard Ludwig auf den wunderbaren sonnigen Tag und die herrliche barocke Kirche, mahnte aber gleichzeitig, nicht an diesen Äußerlichkeiten hängenzubleiben, sondern diesen Tag der Firmspendung als richtungweisend in Erinnerung zu behalten. Gott habe das Leben geschenkt, in der Taufe seien die Kinder aufgenommen worden in die Kirche und die persönliche Beziehung mit Jesus habe begonnen.

„Jeder Einzelne wird von Gott angeschaut und angehört“, sagte der Bischof. Anschaulich erläuterte er das Firmgeschehen mit der Salbung und dem Ansprechen mit dem persönlichen Namen. „Bei diesem Ereignis zwischen Gott und den Firmlingen werden diese in eine ganz besondere Beziehung hineingenommen. Wir sind nicht einfach eine Nummer im sozialen System, sondern wir sind ganz persönlich vom Schöpfer angesprochen, und das gibt uns eine Würde, die uns niemand nehmen kann“, resümierte Bischof Gerhard Ludwig. „Wir sind die Familie Gottes“, betonte er: „Zeugnis ablegen für Jesus Christus, gesalbt mit dem Heiligen Geist, gestärkt in der Kraft Gottes ist der Auftrag an die Firmlinge.“

Mit dem Taufbekenntnis und dem großen Segensgebet über die Firmlinge begann das Firmgeschehen. Persönlich wurde jeder Firmling mit seinem Vornamen angesprochen, mit Chrisam gesalbt und gefirmt: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist.“ Firmlinge, Eltern und Paten waren durch den Lektorendienst bei Kyrie-Rufen, Lesung, Fürbitten und Dankgebeten in die Gestaltung der Liturgie einbezogen. Als Konzelebranten des Gottesdienstes wirkten Pfarradministrator P. Michael Kaufmann OSB und Pfarrvikar P. Maurus Wellisch OSB. Den musikalischen Bestandteil der Liturgiefeier gestaltete Ingrid Wallner an der Orgel mit Chormitgliedern.
Mit großer Freude begrüßten am Nachmittag die jüngsten Pfarreimitglieder Bischof Gerhard Ludwig in der Kirche zur Kindersegnung. „Jesus segnet dich, Jesus liebt dich“, sprach der Bischof jedem bei der Einzelsegnung zu, als alle nacheinander zu ihm kamen und mit dem Kreuzzeichen auf der Stirn bezeichnet wurden. Kindgerecht hatte er vorher den Kleinen erklärt, wie wichtig für Jesus die Kinder waren und wie Jesus mit dem Verhalten seiner Apostel nicht einverstanden war, als diese Mütter und Kinder wegschicken wollten, um die Ansprache von Jesus nicht zu stören. Er aber habe betont: „Lasset die Kinder zu mir kommen, denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.“