News Bild „Da-Sein in Kunst und Kirche“: „Hoffnungsglück I“ auf dem Adlersberg

„Da-Sein in Kunst und Kirche“: „Hoffnungsglück I“ auf dem Adlersberg

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In der Glashütte Lamberts in Waldsassen hat die Künstlerin Anne Knödler aus Halle an der Saale ein Glaskreuz mit etwa 150 cm Schenkellänge gestaltet. Im Rahmen der Aktion „Da-Sein in Kunst und Kirche“ des Diözesanmuseums ist die Installation "Hoffnungsglück I" seit Pfingsten in der ehemaligen Klosterkirche „Mariä Himmelfahrt“ auf dem Adlersberg (Landkreis Regensburg) zu sehen. In dem gotischen Gotteshaus wurde das zeitgenössische Werk spannungsreich vor dem Chor abgehängt. Pfarrer Franz Reitinger lädt die Besucher in der Vorabendmesse am 21. Juni und 5. Juli, jeweils um 17.30 Uhr, zur Kunstbetrachtung ein.


Ein Mosaik - Glas-auf-Glas - nicht in die Wand gemörtelt, sondern sich in zurückhaltend monochromen Farbtönen ausdrückend auf einer überdimensionalen Glasplatte verklebt. Es formt sich vertikal zu einem Kreuz und präsentiert sich so in den Raum. Das Mosaik entfaltet ”[...] mit den Mitteln der Transparenz, Opazität und Spiegelung einen Wirkungsraum, der sich aufgrund der in die Wahrnehmung der Bildfläche sich einmischenden Schatten auf der Wand und der ausstrahlenden Lichtreflexionen auf ein Davor und Dahinter öffnet. Das Bildgefüge gerät in Vibration, ist abhängig von den Lichtgegebenheiten des Umraums, verändert sich mit diesen, wird nicht nur mehrschichtig, sondern fluktuierend. Insofern nimmt es auch formal das materielle Charakteristikum von Glas als „unterkühlte“ Flüssigkeit auf, ein Eindruck, der noch dadurch verstärkt wird, dass die Mosaikplättchen unregelmäßig geschnitten sind und nicht in geraden Reihungen, sondern in wolkengleichen Bögen verlaufen. Die leicht unterschiedlich gefärbten und, da transluzent, opak oder spiegelnd ausgebildeten und damit unterschiedlich leicht oder schwer wirkenden Plättchen, fügen sich zu einem lebendigen Ganzen, zu einem Bild, das über seine Grenzen hinaus weist [...].“- Es ist das Bild eines Ausschnitts von Weite, das es durch einen großzügigen Ausblick in eine Landschaft auf, in und hinter die Oberfläche des Mosaiks möglich macht zu erfahren.