News Bild "Das Kreuz gehört in den öffentlichen Raum": Bischof Dr. Rudolf Voderholzer äußert sich zur Kreuz-Diskussion

"Das Kreuz gehört in den öffentlichen Raum": Bischof Dr. Rudolf Voderholzer äußert sich zur Kreuz-Diskussion

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"Ausdrücklich begrüße ich es, wenn in öffentlichen Einrichtungen sichtbar ein Kreuz angebracht ist": Dies betonte Bischof Rudolf Voderholzer, als er im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am gestrigen 1. Maifeiertag als Hauptzelebrant und Festprediger offiziell das Wallfahrtsjahr 2018 auf dem Habsberg  (Bistum Eichstätt) eröffnete. Für den Oberhirten des Bistums Regensburg  war es der erstmalige Besuch des Gnadenortes „Maria, Heil der Kranken“. 

Bischof Voderholzer dankte ebenso wie Wallfahrtsrektor Dekan Elmar Spöttle den vielen Gläubigen, die zur Eröffnung gekommen waren und beim Gottesdienst gar nicht alle Platz im überfüllten Kirchenraum fanden. Mit dem Eingangslied „Gegrüsset seist Du Königin“ wurde auf die Gottesmutter verwiesen,  der dieser erste Maifeiertag in besonderer Weise gewidmet ist und die auch als die Schutzfrau des Bayernlandes „Patrona Bavarie“ verehrt wird. Auf die Gottesmutter Maria verwies Voderholzer auch in seiner Ansprache, wo er das Wort aus dem Evangelium von der Hochzeit zu Kanaa aufgriff, „was er euch sagt, das tut“, womit sie auf die Herrschaft Jesu hinweist. Die Wallfahrt Habsberg nannte Bischof Voderholzer eines der vielen Bindeglieder, welches die beiden Diözesen Eichstätt und Regensburg haben. „Wallfahrtswege sind grenzübergreifende Verbindungen über Diözesen, Nationen und sogar Kontinente hinweg“, so der Regensburger Bischof. Wallfahrtwege verbinden die Menschen, sagte Voderholzer und bezog in seiner Ansprache auch klar Stellung zur aktuellen Kreuz-Diskussion.

 

Bischof Voderholzer: Gelebtes Christentum ist Grundlage unserer freiheitlichen Grundordnung

„Ausdrücklich begrüße ich es, wenn in öffentlichen Einrichtungen sichtbar ein Kreuz angebracht ist, schließlich gehe davon Segen aus und niemand müsse davor Angst haben.“  Auch die Gottesmutter habe auf das Kreuz verwiesen. Es gehe nicht darum das Kreuz zu instrumentalisieren, sondern ihm in Ehrfurcht  zu begegnen. „Die Bayerische Verfassung verweist mit Recht auf das Kreuz als Fundament für das öffentliche Zusammenleben in Freiheit, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit. Unser Werteverständnis und der gelebte Glaube begründen diese unsere Gesellschaft in seiner freiheitlichen Grundordnung“, sagte Bischof Dr. Voderholzer und ermutigte dazu, auch dafür einzustehen. Das gemeinsame Singen der Bayernhymne zum Abschluss des Gottesdienstes war dann auch wieder ein Zeichen der Verbindung  zwischen  christlichem Glauben und der bayerischen Heimat.

Musikalisch umrahmt wurde die Gottesdienstfeier von den Musikanten der Stadtkapelle Velburg, die dann auch noch ein Standkonzert am Kirchenvorplatz gaben. Am Nachmittag wurden zwei Maiandachten gefeiert, wo ebenfalls viele Gläubige mit dabei waren. Tradition hat es am Habsberg, dass zur Eröffnung des Wallfahrtsjahres auch die Motorradfahrer und Biker am Beginn ihrer neuen Fahrsaison den Segen erhalten.

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