News Bild Daran wird man in Zukunft nicht vorbeikommen – Sonntagsevangelien mit Meisterwerken der Kunst liegen vor

Daran wird man in Zukunft nicht vorbeikommen – Sonntagsevangelien mit Meisterwerken der Kunst liegen vor

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"Bisher hat es das noch nicht gegeben" lautete unisono die Feststellung - ein Buch, das für jeden Sonntag und jedes Hochfest ein Meisterwerk der christlichen Kunst liefert. Nun liegt es vor, für das Lesejahr A (es gibt drei Lesejahre in der katholischen Kirche: A, B und C). Lesejahr B ist bereits in Korrektur, die Arbeiten für das Lesejahr C sind am Laufen und werden als Publikationen nicht lange auf sich warten lassen. Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, Autor Prof. Dr. Wolfgang Vogl und Verleger Friedrich Pustet haben am Mittwochvormittag einstweilen den ersten Band im Rahmen einer Pressekonferenz im Bischöflichen Ordinariat Regensburg vorgestellt. Es musste bereits nachgedruckt werden.

575 Seiten umfasst dieser erste Band, der bis Jahresende für humane 29 Euro (Verleger Friedrich Pustet), ab dann für 35 Euro, erhältlich ist. Das umfassende Werk, das Glaube, Kunstgeschichte und geistliches Leben miteinander verwebt, wendet sich an ein breites Publikum: an alle Gläubigen sowie überhaupt an Kunst interessierten Menschen. Personen, die in der christlichen Verkündigung stehen wie Religionslehrern und Religionslehrerinnen sowie Predigern gibt das Buch viele Anregungen. Aber auch für Kunstgeschichtler ist der Band von sehr hohem Interesse.

 

Eine theologische Vorbildung ist nicht erforderlich

Bischof Rudolf Voderholzer erklärte: "Alle Interessierten können das vorliegende Buch zur Hand nehmen, es beschränkt sich nicht auf einen kircheninternen Kreis." Eine theologische Vorbildung sei nicht erforderlich. Prof. Vogl hat dabei Zusammenhänge erforscht, die in der Fachwelt bisher unbekannt waren. Dr. Voderholzer: "Daran wird man in Zukunft nicht vorbeikommen."

Somit können die Sonntagsgottesdienste und die Gottesdienste an den kirchlichen Hochfesten Woche für Woche von daheim aus vorbereitet werden. Für jedes Evangelium sind etwa 6 bis 7 Seiten vorgesehen, die, auf diverse Tage verteilt, gelesen werden können. Die gezeigten Meisterwerke stammen, um nur einige wenige zu nennen, von keinen Geringeren als Caravaggio, Dominco Fetti, Johann Arbogast Thalheimer und Philipp Otto Runge - es geht quer durch die Jahrhunderte.

Auch Bischof Dr. Voderholzer hat zur Feder gegriffen

Bei der Gelegenheit der Buchpräsentation trat auch Bischof Dr. Voderholzer als Autor eines eigenen Bandes hervor: "Und das Wort ist Fleisch geworden" ist der Titel des Buches aus seiner Feder, das ebenfalls bei dem Regensburger Traditionsverlag Pustet erschienen ist. Dieses Bändchen ist genauso von Illustrationen getragen.

Angefangen hatte dabei alles mit einer Rolle Packpapier, das Domenico Ghirlandaios Weihnachtsdarstellung zeigt. In seinen Trierer Zeiten interessierte sich Voderholzer näher für diese Darstellung, deren Urheber er bald per Internet ausfindig gemacht hatte. Auf der Suche war Voderholzer nicht zuletzt nach Weihnachtsdarstellungen, die bereits das Kreuz enthalten - so auch im Falle Ghirlandaios.

Weiteres Anliegen des Regensburger Oberhirten, der somit eine Theologie der Geheimnisse des Weihnachtsfestkreises vorlegt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): den Zusammenhang zwischen Altem Testament und Neuem Testament verdeutlichen. Das Christentum ist ohne seine Wurzeln im Judentum völlig undenkbar. Und schließlich ermuntert Voderholzer mit den Ausführungen (und Bildern) alle, die christliche Weihnachtsbräuche mit Leben füllen möchten. Deshalb erklärt er übrigens die Bedeutung des Apfels und der Strohsterne, die am Christbaum befestigt werden - Hinweis der eine auf den Paradiesesapfel (von dem gegessen wurde), Hinweis die Strohsterne schließlich auf das Stroh im Kripperl.

 

Vogl, Wolfgang, Meisterwerke der christlichen Kunst zu den Schriftlesungen der Sonntage und Hochfest, Lesejahr A, Regensburg 2016, 575 Seiten.

Voderholzer, Rudolf, "Und das Wort ist Fleisch geworden ..." Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit, Regensburg 2016, 112 Seiten.