News Bild „Christus selber ist der Eckstein“  - Bischof Gerhard Ludwig Müller feiert in Bogen 525-jähriges Pfarreijubiläum

„Christus selber ist der Eckstein“ - Bischof Gerhard Ludwig Müller feiert in Bogen 525-jähriges Pfarreijubiläum

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Es schien, als sei ganz Bogen auf den Beinen, als am Kirchweihsonntag Bischof Gerhard Ludwig Müller kam, um in der Stadtpfarrei Sankt Florian in Bogen den Festgottesdienst zur 525-Jahrfeier zu zelebrieren. Große und Kleine entboten herzliche Willkommensgrüße, Blasmusik spielte, Fahnenabordnungen marschierten auf und besonders festliche Kirchenmusik erklang. In seiner Predigt erinnerte der Diözesanbischof an die vielen Generationen, die sich in dieser Kirche versammelten, um gemeinsam den Glauben zu bezeugen und mit der Kraft der Sakramente ihr Leben zu gestalten.

Am Pfarrheim wurde Bischof Gerhard Ludwig von Stadtpfarrer Johann Schön, Bürgermeister Franz Schedlbauer und Landrat Alfred Reisinger sowie der Degernbacher Blaskapelle und den Vereinsabordnungen empfangen. In einem langen Kirchenzug ging es dann hinauf zum Stadtplatz in die Pfarrkirche. Dem feierlichen Einzug in das festlich geschmückte und vollbesetzte Gotteshaus folgte die Begrüßung von Stadtpfarrer Johann Schön. In seiner Predigt erinnerte Bischof Gerhard Ludwig, dass sich schon seit 525 Jahren Mitchristen und Vorfahren in diesem heiligen Raum versammeln um gemeinsam ihren Glauben zu feiern. Deshalb hätte die jetzige Generation allen Grund dankbar zu sein für den Segen und den Trost in schweren Stunden, der von hier in all den Jahrhunderten für die Gläubigen ausgegangen sei. „Christus selber ist der Grundstein und der Eckstein“ betonte der Bischof und rief dazu auf, auf Jesus Christus zu hoffen und ihm alleine die Ehre zu geben. Gott selber schenke die Gnade der Sakramente, deren Symbolhandlung von den Priestern als Diener Christi nur vollzogen werde. Ein starkes Plädoyer hielt Bischof Gerhard Ludwig dafür, dass jeder Mensch seine Talente und Charismen einsetzen soll um den Weg der Nachfolge tapfer, glaubend und hoffend zu gehen. Dabei solle man nicht ängstlich zurückblicken auf frühere Zeiten, sondern die Herausforderung unserer Zeit annehmen und die Leute aller Altersschichten hereinholen um an der Gnade Gottes teilzuhaben. „Die Kirche ist Tempel und Bau des Heiligen Geistes, erbaut aus lebendigen Steinen“ erklärte der Bischof und forderte die Zuhörer auf, sich nicht von kirchenfeindlichen Strömungen beirren zu lassen, sondern ebenso wie die Generationen vorher das Licht des Glaubens weiterzutragen bis hin zum Ziel im Ewigen Leben. „Hören wir auf die eine Stimme, die leise aber eindringlich ist. Die Stimme Jesu, des guten Hirten, der uns auf die gute Weide führt“ schloss Bischof Gerhard Ludwig seine Predigt.

Die Eucharistie feierte Bischof Gerhard Ludwig gemeinsam mit Stadtpfarrer Johann Schön, Monsignore Konrad Schmidleitner (Degernbach), BGR Josef Gresik (Pfelling) und Militärseelsorger P. Patrick Brezinski. Über dreißig Ministranten waren für den liturgischen Dienst eingesetzt. Im Presbyterium standen die Fahnenträger der kirchlichen Gremien und der weltlichen Vereine. Als erste „Amtshandlung“ freute sich der neue Dekan von Bogen-Pondorf Pater Martin Müller über sein Grußwort, in dem er auf die 525 Jahre des „äußerlichen Baus der Stadtpfarrkirche“ und vor allem auf den inneren Bau durch die Menschen, welche die Freude am Glauben seither weitertragen, verwies. Bürgermeister Franz Schedlbauer betonte das durchwegs freundschaftliche Miteinander von Kirche und Politik in der Grafenstadt Bogen und meinte Geburtstage sind dazu da, um für das Vergangene zu danken, sich an der Gegenwart zu erfreuen und auf die Zukunft zu hoffen. Vollbesetzt war die Stadtpfarrkirche dann nochmals am Nachmittag, als Bischof Gerhard Ludwig die Kinder einzeln segnete. Gemeindereferentin Andrea Plail gestaltete gemeinsam mit den Kindern und dem Kinderchor Shalom diesen Wortgottesdienst, an dessen Ende die Kinder dem Bischof eine Torte mit dem Bild der Pfarrkirche überreichten „damit er ihre Kirche auch Daheim zum Anbeißen schön finde“.