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Zur Neuigkeit
Caritas dankt Ehrenamtlichen
Urkunden, Medaillen, Ehrennadeln
Viechtach/Regensburg, 1. Oktober 2025
Der letzte Sonntag im September ist in den Pfarreien des Bistums Caritassonntag. Der Tag markiert nicht nur den Auftakt der jährlichen Herbstsammlung, sondern lenkt die Aufmerksamkeit auf die Arbeit der Caritas für Notleidende und Hilfsbedürftige. Wie wichtig hier die Mitarbeit ehrenamtlicher Unterstützer ist, wurde beim Dekanatstag in Viechtach deutlich.
Seniorenbetreuung, Besuchsdienst im Krankenhaus, Organisation eines Gebrauchtwarenkaufhauses für Bedürftige, Fahrdienste und Integrationsarbeit – die Beispiele aus Viechtach und Umgebung zeigen: die Aufgabenfelder sind so vielgestaltig wie die Nöte der Menschen vor Ort.
Rund 500.000 Ehrenamtliche engagieren sich in Deutschland für und im Namen der Caritas, gut 15.000 sind es im Bistum Regensburg. Wie unverzichtbar dieses Engagement ist, unterstrich Edwin Schedlbauer, Vorsitzender des Caritasverbands Viechtach, bei der Feierstunde anlässlich des Caritassonntags, in der langjährige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für ihr Engagement ausgezeichnet wurden. Für einen kurzen Moment, so Schedlbauer, stünden die Geehrten hier im Licht der Öffentlichkeit bevor sie wieder im Stillen ihre Hilfe leisten und so zu einem gelingenden Miteinander beitragen. “Ohne bürgerliches Engagement kann die Gesellschaft nicht funktionieren“, so Schedlbauer.
25 Jahre hilft Berta Schwarz aus Böbrach im Seniorenkreis und erhielt das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbands in Silber, ein Ehrenzeichen in Gold bekam Marianne Vorig aus Viechtach für 30 Jahre Engagement in der Flüchtlingshilfe. Zwei Beispiele von über 40 Frauen und Männern auf der Liste der Ehrengäste. Gut zwei Dutzend konnten die Auszeichnungen persönlich entgegennehmen. Die Ehrennadeln sowie weitere Medaillen und Urkunden hatte der Diözesan-Caritasverband als Dank und Anerkennung mit nach Viechtach gebracht.
Zuvor stand bereits der Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Augustin ganz im Zeichen der Caritas. Im Altarraum war unübersehbar die rote Tür platziert. Sie verweist auf das Jahresmotto der Caritas in Deutschland und der Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbands, Domkapitular Michael Dreßel, stellte dieses Motto in den Mittelpunkt seiner Predigt : „Caritas öffnet Türen“.
Die offene Tür, so Dreßel, sei ein treffendes Bild für die Arbeit der Caritas. „Caritas hält die Tür offen! Offen für Menschen, vor denen - aus welchen Gründen auch immer - die Tür ins Schloss gefallen ist, für Menschen, die in Not sind und der Hilfe bedürfen. Und das ist gut so!“
Selbstverständlich sei so eine Haltung nicht. „Es gibt starke Strömungen, denen diese Sicht der Dinge nicht gefällt,“ sagte Dreßel mit Blick auf ein Zitat des US-Unternehmers Elon Musk. Die grundlegende Schwäche der westlichen Zivilisation, sagte dieser Elon Musk, sei die Empathie, also die Fähigkeit und Bereitschaft sich in andere und deren Gefühlslage hineinzuversetzen. „Hinter einem solchen Denken steht ein primitives Menschenbild: Der Starke setzt sich durch, der Schwache bleibt auf der Strecke“, kritisierte Dreßel.
Was ließe sich so einem Menschenbild entgegnen? „Die Antwort sind Sie,“ richtete Dreßel das Wort an die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas. „Sie zeigen mit Ihrem Engagement, dass Empathie keine grundlegende Schwäche, sondern eine grundlegende Stärke ist.“ Nur so könne menschliches Miteinander funktionieren. Das Fundament für diese Haltung sei der Glaube an einen Gott, der unmissverständlich auf Seiten der Kleinen und Schwachen steht, „auf der Seite der Menschen, denen man die Türe vor der Nase ins Schloss geworfen hat“.
Text: Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V.
Fotos: Harry Landauer
(SSC)







