News Bild Bischof Voderholzer segnet die neue Dombuchhandlung Pustet – Appell, Bücher nicht über das Internet zu kaufen, findet breite Zustimmung

Bischof Voderholzer segnet die neue Dombuchhandlung Pustet – Appell, Bücher nicht über das Internet zu kaufen, findet breite Zustimmung

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Bischof Dr. Rudolf Voderholzer hat am Mittwochabend die neue Dombuchhandlung im Haus Heuport am Domplatz in Regensburg gesegnet. Bücher Pustet hat die Dombuchhandlung übernommen. Nach der Neugestaltung der Inneneinrichtung in den vergangenen knapp zwei Monaten hat die renommierte Regensburger Einrichtung seit Ende Mai den Verkauf wieder aufgenommen. Offen für Neues in alten Gemäuern – unter diesem Motto begrüßte Frau Geschäftsführerin Ursula Pustet die zahlreich erschienenen Gäste und Nachbarn: „Wir fühlen uns in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Regensburger Dom sehr wohl.“ Pustet bietet eine gut sortierte theologische Fachbuchhandlung. Alle bisher dort tätigen Personen werden weiterbeschäftigt. Der Umbau bringt die Räume sowie die sehenswerte mittelalterliche Architektur wieder auf bemerkenswerte Weise zur Geltung.

Bischof Dr. Voderholzer stand die Segnungsfeier vor. In seiner Ansprache würdigte der Bischof von Regensburg, dass es in der Donaustadt gleich zwei gut sortierte theologische Buchhandlungen gibt: „Was für eine theologisch interessierte Kundschaft muss es in Regensburg und Umgebung geben!“ Das sei in anderen Bischofsstädten nicht der Fall. Für ihn sei es wie eine „Verlängerung der Fastenzeit“ gewesen, in der Umbauzeit die Dombuchhandlung nicht besuchen zu können. „Fast noch ein wenig wichtiger“, sagte Dr. Voderholzer, als zum Bäcker zu gehen, sei es, die Buchhandlung aufzusuchen.

Der Bischof von Regensburg appellierte, Bücher in Buchhandlungen und nicht anonym im Internet zu kaufen. Dieses Kaufverhalten anhand des Internet qualifizierte Dr. Voderholzer als „Unsitte“. Diese Aussage traf auf große Zustimmung unter den Gästen.

Forscher Dr. Matthias Freytag stellte auf kurzweilige Weise die Geschichte des mittelalterlichen Patrizierhauses vor, in dem sich die Dombuchhandlung befindet. Zwischen 1300 und 1350 wurde es massiv umgebaut. Es bestand bereits vor dem Erweiterungsbau. Die heutige Form des Hauses, die den früheren Bestand weitgehend aufweist, stammt aus der absoluten Blütezeit Regensburgs. Walter Boll bewahrte es im 20. Jahrhundert vor dem Abriss.