News Bild Bischof Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt zum Gebetstag um Geistliche Berufe

Bischof Rudolf Voderholzer feiert Pontifikalamt zum Gebetstag um Geistliche Berufe

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Traditionell am Donnerstag vor jedem Herz-Jesu-Freitag - dem Gebetstag um Geistliche Berufe - feierte Bischof Rudolf Voderholzer aus diesem Anlass in der Dompfarrkirche Niedermünster ein Pontifikalamt. Die Kirche feiert an diesem 2. Juli auch das Fest Mariä Heimsuchung, das an den Besuch der Gottesmutter bei ihrer Verwandten Elisabeth erinnert.

Mit ihm feierten diese Heilige Messe der langjährige Spiritual des Priesterseminars, Weihbischof Dr. Josef Graf, sowie Regens Msgr. Martin Priller und  Subregens Mathias Ambros. Auch Dompfarrer Msgr. Harald Scharf zählte zu den Konzelebranten. Kirchenmusikalisch stimmten das gesungene Gotteslob alle Grundschüler der Domspatzen an, die stimmgewaltig unter der Leitung von Thomas Gleißner das Pontifikalamt begleiteten. Gebetsverstärkung erhielt die Heilige Messe von vier afrikanischen Dominikanerinnen, die zurzeit im Kloster Strahlfeld bei Cham leben. Ein Jahr lang unterstützen sie den dortigen Konvent und lernen europäisches Ordensleben kennen.

„ Maria ist das Urbild aller christlichen Berufung“

Zu Beginn seiner Predigt blickte der Bischof zurück auf den vergangenen Samstag, an dem im Regensburger Dom drei junge Männer das Sakrament der Priesterweihe empfangen hatten. Er lud die Gläubigen, darunter die Seminaristen des hiesigen Priesterseminares St. Wolfgang, die altbekannten Worte des Evangeliums vom Besuch Mariens bei ihrer Verwandten Elisabeth zu bedenken. Sicher habe sie auf dem 120 Kilometer langen Weg von Nazareth nach Judäa gebetet. Im Vordergrund hätten da sicher die kurz zuvor gehörten Worte des Engels gestanden: „Gegrüßet seist Du Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir“. Im Hause des Zacharias angekommen, lässt ihr Gruß Johannes des Täufers im Leibe seiner Mutter Elisabeth tanzen, so wie es bei den Juden bereits im Alten Testament Ausdruck der Freude war. Mit ihrer Antwortet deutet Elisabeth sozusagen die Berufung Mariens: „Gesegnet bist Du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht Deines Leibes“. Maria stimmt nun ihren Lobpreis an, das Magnifikat: „ Meine Seele preiset die Größe des Herrn“, gleichsam einen neuen Psalm. Maria ist, so führt Bischof Rudolf aus, das Urbild aller christlichen Berufung, Jesus zu den Menschen zu bringen.

Zum Schluss seiner Predigt lud der Bischof die zahlreich erschienen Gläubigen ein, für die neugeweihten Priester zu beten, das sie erfüllt von der Freude, so wie Johannes der Täufer, Christus zu den Menschen bringen. Die Heilige Messe wurde mit der Eucharistischen Anbetung und dem Eucharistischen Segen feierlich abgeschlossen.

Stichwort: Vom „Priesterhilfswerk“ zur „Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche“

Der Gebetstag um Geistliche Berufe wird immer am ersten Donnerstag des Monats begangen und trägt im katholischen Volksmund den Namen „Priesterdonnerstag“. Heute ist er eine Gebetsinitiative der „Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche“, die auf eine Gründung aus dem Jahr 1926 zurückgeht.

Damals hatte Prinzessin Marie Immaculata, Herzogin zu Sachsen, das „Frauenhilfswerk für Priesterberufe“ ins Leben gerufen, das 1936 im Bistum Regensburg vom damaligen Erzbischof Michael Buchberger als „Priesterhilfswerk“ eingeführt worden war. Im Jahre 1941 wurde es durch Beschluss von Papst Pius XII. zu einer weltweiten Gebetsgemeinschaft. Den „Weltgebetstag für geistliche Berufe“ führte der sel. Papst Paul VI. im Jahre 1964 ein. Aus dem „Päpstlichen Werk für geistliche Berufe“ (PWB) wurde dann schließlich 2001 die „Gebetsgemeinschaft für Berufe der Kirche“.