News Bild Bischof Rudolf Voderholzer feiert Gottesdienst mit 1.200 Schülerinnen im Regensburger Dom

Bischof Rudolf Voderholzer feiert Gottesdienst mit 1.200 Schülerinnen im Regensburger Dom

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Wer am Freitagvormittag durch die Regensburger Innenstadt ging, der hätte meinen können, ein Teeniestar gastiert in Regensburg und hunderte junger Mädchen sind auf dem Weg zum Konzert. Das Ziel von rund 1.200 Schülerinnen im Alter von 10 bis 18 Jahren war aber nicht ein Popmusik-Event sondern eine Veranstaltung ganz anderer Art, ein Schulgottesdienst mit Bischof Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus den St. Marien-Schulen Regensburg - im Volksmund besser als "die Englischen" bekannt - feierten sie am letzten Schultag vor den Osterferien einen Gottesdienst, der auch den Abschluss der "Soli-Brot-Aktion" in der Fastenzeit bildete. Domvikar Andreas Albert, Religionslehrer an den St. Marien-Schulen, zelebrierte mit Bischof Rudolf den Gottesdienst, an dem viele Schülerinnen mitwirkten, sei es im Schulchor oder als Ministrantinnen, Lektorinnen oder bei den Fürbitten.

 

 

"Ihr seid gut vorbereitet auf das Osterfest"

In seiner Predigt dankte der Bischof den rund 1.200 Schülerinnen für ihre vielfältigen Zeichen der Solidarität mit Mädchen in Afrika: 3.000,- € hatte die gesamte Schule für Straßenmädchen in Nairobi, Kenia gesammelt und die Klasse 6c alleine nochmal 500,- € im Rahmen der diesjährigen Misereor-Fastenaktion, die die Not der Menschen in Burkina Faso in den Blick nimmt und Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Dieses Engagement, so führte der Bischof freudig aus, sei auch eine gute Vorbereitung auf das kommende Osterfest. Mit guten Wünschen für die Osterferien, viel Erholung sowie Zeit für sich und die Familie, schloss der Bischof seine Predigt. Die Mitfeier des kommenden Osterfestes solle sie alle froh im Glauben und zu lebendigen Zeugen der Botschaft Jesu Christi machen.

"Die Englischen" in Regensburg

Die St. Marien-Schulen Regensburg können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Im Jahre 1903 wurden sie als katholische Töchterschule und Werktagsschule auf Wunsch von Bischof Ignatius von Senestry gegründet, Träger war damals der Frauenorden, das Institutum Beatae Mariae Virginis, der nach der Ordensgründerin Mary Ward (1585 - 1645) auch "Englische Fräulein" oder Maria-Ward-Schwestern genannt wurde. Das erste Mädchenabitur in Bayern wurde 1916 abgelegt, mit dabei waren auch Schülerinnen des Regensburger Gymnasiums. Heute umfassen die St. Marien-Schulen ein Gymnasium und eine Realschule, seit dem Jahre 2004 ist die Schulstiftung der Diözese Regensburg der Träger der Einrichtung. Die letzte Ordensschwester unterrichtete bis vor einigen Jahren noch dort. Religiöses Leben spielt aufgrund des christlichen Welt- und Menschenbildes an den St. Marien-Schulen eine besondere Rolle. Regelmäßige Gottesdienste in der Schulkirche sowie Einkehrtage und soziales Engagement von Schülerinnen und Lehrkräften prägen den Schulalltag.