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Bischof Rudolf segnete 1100 Ehejubilare

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Bereits zum 7. Mal fand am Samstag der Tag der Ehejubilare des Bistums Regensburg statt. Diese besondere Feierlichkeit, die der Diözesanvorsitzende im Kolpingwerk Heinz Süß initiiert hatte, zog auch heuer wieder 1100 Ehejubilare in die Domstadt. Der Hohe Dom St. Peter war bei der Pontifikalmesse, die Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte, bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Eheleute, die 25, 40, 50, 60,62 und sogar 65 Jahre lang verheiratet sind, waren gekommen, um sich von Bischof Rudolf Voderholzer und Weihbischof Reinhard Pappenberger noch einmal segnen zu lassen. Einzeln kamen die Ehepaare nach vorne und erhielten ein Handschmeichlerkreuz, das sie beim Segen mit ihren Händen umschlossen. 


Liebe bedeutet „einen anderen leiden können“

Bischof Rudolf Voderholzer nannte die Tatsache, dass so viele Ehejubilare gekommen seien, ein „ermutigendes Zeichen für die Kirche, aber auch für junge Menschen, die auf der Suche nach Vorbildern sind“. Leider werde das Wort „Liebe“ heutzutage viel zu oft und falsch verwendet. Tatsächlich bedeute „Liebe“ viel mehr als nur verliebt zu sein. Es bedeute, „einen anderen leiden können“, sagte der Bischof und schlug damit die Brücke zum Geheimnis des Kreuzes, an dem Jesus Christus für die Menschen den Tod erlitten habe: „Er hat uns leiden mögen, bedingungslos, treu und in unverbrüchlicher Liebe“, sagte Bischof Rudolf.


Junge Paare teilhaben lassen am Geheimnis einer glücklichen Ehe

Er appellierte an die Ehejubilare: „Lassen Sie junge Paare teilhaben an Ihrem Geheimnis und an den Rezepten für eine glückliche, lange Ehe“. Auch erinnerte der Bischof an Mutter Teresa, die gesagt habe, dass Ehepaare, die miteinander beteten, zusammen blieben. Die Jugend wünsche sich heutzutage vor allem eine gelungene Beziehung,  die einen „geschützten Raum darstellt für Intimität und für die Schwächen und Abgründe des einzelnen“, sagte der Bischof. Zunehmend herrsche in der Gesellschaft eine Sehnsucht nach Treue und nach der Unverbrüchlichkeit einer Beziehung. „Dafür brauchen wir Ihr Zeugnis“, rief der Bischof den Ehejubilaren zu. Er lobte sie dafür, dass sie einen wichtigen Dienst für die Kirche, für das Bistum und das ganze Land leisteten.

Nach der Messe trafen sich die Eheleute mit Prälat Peter Hubbauer im Kolpinghaus zum Mittagessen, zu dem sie  Bischof Rudolf eingeladen hatte. Die Blaskapelle St. Wolfgang aus Landshut sorgte für die musikalische Umrahmung und Hubbauer lobte die Ehejubilare: „Sie dürfen stolz sein darauf, dass Sie in diesen vielen gemeinsamen Jahren alle Krisen des Lebens gemeistert haben!“