News Bild Bischof Rudolf firmt Mädchen und Jungen in St. Michael in Straubing
Bischof Rudolf firmt Mädchen und Jungen in St. Michael in Straubing

Ein selbstbestimmtes JA

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Mit der Firmung sagen wir bedingungslos und vor allem selbstbestimmt Ja zu Gott. Am vergangenen Samstagvormittag haben das 50 Jugendliche in der Pfarrei St. Peter in Straubing getan. Die Eucharistie feierte in der St. Michaelskirche Bischof Rudolf Voderholzer in Konzelebration mit Pfarrer Franz Alzinger und Kaplan Matthias Nowotny, assistiert von Diakon Willibald Irrgang.

In seiner Predigt beschäftigte sich der Bischof anfangs mit der frühen Kindheit der Firmlinge. „Eure Eltern haben sich für euch entschieden“, und nannte unter anderem die Entscheidungen für die Weitergabe des Lebens, die Namensgebung, die Muttersprache, die Auswahl des Kindergartens und der ersten Schule. Auch die Taufe, das Fundament des Glaubens der Eltern und ihrer Kinder, sei einer dieser Entscheidungen, die die Jugendlichen nicht selbst getroffen haben, so Bischof Rudolf. „Aber jetzt seid ihr reif genug, um euch für die Vorentscheidung eurer Eltern selbst zu entscheiden.“ Heute ist der Tag wo jeder Firmling zu sich selber sagt „Das Ja-Wort meiner Eltern will ich mir zu eigen machen“, und damit sich für Gott und für ein Leben in Freundschaft mit Jesus selbstbestimmt entscheidet. 

Bischof Voderholzer spricht in Kirche in ein Mikrofon.

Wie würde Jesus entscheiden?

Diese Freundschaft müsse man pflegen, erklärte der Bischof weiter. Man solle versuchen, Jesus besser kennenzulernen, durch das Lesen der Heiligen Schrift und den regelmäßigen Besuch des Gottesdienstes. Auch in schweren Zeiten solle man sich daran orientieren „Wie würde Jesus entscheiden?“. „Haltet an Ihm fest, er schickt euch seinen Geist ins Herz!“ forderte der Bischof. Der Heilige Geist ist das Feuer, das einem antreibt, der einem die Augen öffnet für die Schönheit der Schöpfung Gottes und die bedürftigen Menschen in der Nähe. Dazu zählen auch die ukrainischen Menschen die aus ihrer Heimat fliehen müssten. „Bitte helfen wir zusammen“ ersuchte der Bischof, „Gerade hier bedarf es unserer Zuwendung“. Um diese Situation zu verbessern sollte jeder sich die Frage stellen „Was kann ich tun?“. „Dazu will der Heilige Geist euch stärken und bewegen, und er wird euch Kraft und Mut geben“.

Bischof Voderholzer bestreicht ein Mädchen mit Chrisam.

Auch Geschenke anlässlich der Firmung sind in Ordnung, findet der Bischof. Aber es gibt zwei größere Geschenke: Das größte Geschenk ist die Gabe des Heiligen Geistes, der zu einem gewinnenden Leben führt. Das zweitgrößte Geschenk sind die Firmpaten, die Vorbilder im Glauben und Helfer in der Not sind.  Für die Übernahme dieser ehrenvollen und verantwortungsvollen Aufgabe dankte der Bischof den Paten und Patinnen. Nach diesen Worten erneuerten die Firmbewerber ihr Taufversprechen und bekannten ihren Glauben an Gott. Bischof Rudolf Voderholzer bat um den Heiligen Geist und seine Gaben. Dann traten die Jugendlichen mit ihren Paten einzeln vor ihn und empfingen durch Salbung und Handauflegung das Sakrament der Firmung. Wegen der Corona-Hygienemaßnahmen mussten die Firmbewerber auf zwei Gottesdienste aufgeteilt werden.

Bischof Voderholzer firmt ein Kind.