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Bischof Rudolf feiert in Großmehring die Heilige Messe

Das Gebot der Feindesliebe

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Für die Pfarrei St. Wolfgang in Großmehring war der Pastoralbesuch von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer am Sonntag ein großer Freudentag. In dem Erweiterungsbau der erst 1973 geweihten Pfarrkirche feierte der Oberhirte aufgrund der Pandemie zwei Gottesdienste. Bischof Rudolf brachte in Einleitung und Predigt seine Freude über das pfarrliche Leben in der Pfarrei St. Wolfgang in Großmehring zum Ausdruck und dankte allen, die sich hierfür mit ihren jeweiligen Diensten und Funktionen so eindrucksvoll engagieren. Pfarrer Wilhelm J. Karsten hatte Bischof Rudolf mit sehr herzlichen Worten in der Pfarrkirche St. Wolfgang begrüßt und dankte ihm dafür, dass er bereits am Vorabend dieses Festtages zu einem Glaubensgespräch nach Großmehring gekommen war Dieses stand unter dem Thema „Das bewegt mich derzeit im Glauben“, wobei Bischof Rudolf den rund 50 Zuhörern in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Großmehring Rede und Antwort stand.

 

Aus Unfrieden soll Frieden werden

In seiner Predigt ging Bischof Rudolf auf den Aufruf zur „Feindesliebe“ aus dem Evangelium ein, der zum Gewaltigsten und Unerhörtesten gehöre, dass jemals in der Weltgeschichte gesagt worden ist. Alle Religionen haben zu Großmut, zur Nächstenliebe und zu einem guten Umgang miteinander aufgerufen. Der oft zitierte Aufruf „Auge um Auge und Zahn um Zahn“, so der Bischof, ist nicht als Aufruf zur Vergeltung, sondern vielmehr zur Verhältnismäßigkeit und Mäßigung zu verstehen. Das Gebot der Feindesliebe ist nochmal eine Überbietung aller inneren Ethik und Moral. Wie muss das bei Leuten ankommen, die gegenwärtig unter Kriegsgefahr, wie die Menschen in der Ukraine, leiden oder die Opfer von Missbrauch geworden sind, stellte der Bischof fest.

Jesus Christus hat in seiner Feindesliebe am Kreuz für diejenigen gebetet, die ihn hingerichtet, Schmerzen zugefügt und verspottet haben. Feindesliebe, so Bischof Rudolf, heißt nicht sich alles gefallen zu lassen und wegzuducken.  Sie bedarf einer großen inneren Stärke und menschlichen Reife, um den Feind nicht zu verurteilen, sondern zu versuchen ihn mit den Augen Gottes zu sehen. Nur so kann aus Unfrieden wieder Frieden werden, resümierte Bischof Rudolf.