News Bild Bischof Rudolf besucht Pfarrei St. Josef Neunburg v.W. zum 50. Jubiläum

Bischof Rudolf besucht Pfarrei St. Josef Neunburg v.W. zum 50. Jubiläum

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„Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land‘, aus ew‘gem Stein erbauet von Gottes Meisterhand“, klang es am Dreifaltigkeitssonntag in der Pfarrkirche St. Josef in Neunburg v.W. aus vielen hundert Kehlen. Im Lied zum Einzug klang schon an, was der Anlass des Festgottesdienstes war: Die Pfarrgemeinde konnte gemeinsam mit Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer den 50. Jahrestag der Erweiterung und der Neuweihe der Pfarrkirche St. Josef feiern.

Vorher war Bischof Rudolf Voderholzer von den Kindergartenkindern willkommen geheißen und mit einem langen Kirchenzug, der von den Vereinen, Fahnenabordnungen und vielen Gläubigen gebildet und von der Stadtkapelle Neunburg musikalisch begleitet wurde, zur Kirche geleitet worden.

 

Ein Gotteshaus aus lebendigen Steinen

Dort zelebrierte der Diözesanbischof zusammen mit Stadtpfarrer Stefan Wagner und Pfarrvikar Benny Joseph Kochumundammalayil den feierlichen Festgottesdienst. Bischof Voderholzer trug dabei das neue Jubiläums-Messgewand, das dank großzügiger Spenden angeschafft werden konnte.

Pfarrer Stefan Wagner begrüßte den Diözesanbischof, der zum ersten Mal in Neunburg die Eucharistie feierte, mit herzlichen Worten: „Wir freuen uns, dass Sie gekommen sind, sich Zeit nehmen und mit uns gemeinsam Gottesdienst feiern werden“.

„Ich bin gerne gekommen, um mit Euch allen dieses Jubiläum, das eingebettet ist in die Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen Neunburgs, zu begehen“, wandte sich der Bischof an die Gläubigen in der vollgesetzten Kirche. „Dieses Gotteshaus ist nicht nur aus toten Ziegeln gebaut, sondern aus lebendigen Steinen, aus Menschen, die den Glauben leben und die Fackel des Glaubens weitergeben“, betonte der Bischof weiter.

 

Fackel des Glaubens weiterreichen

Und es gebe viele Menschen, die diese Fackel weiterreichen würden. „Dazu gehören auch alle, die irgendeinen Dienst in der Pfarrei leisten“, sagte der Bischof und spannte einen weiten Bogen: von den 110 Ministranten bis zu den kirchlichen Gremien, von Reinigungskräften bis zum Kirchenchor, vom Mesner bis zu den Geistlichen. Ganz besonders dankte er auch den „ersten Missionaren“, nämlich den Eltern und Großeltern, „die den Kindern das erste Gebet lehren und mit ihrem Beispiel Halt und Orientierung geben“.

 

Gebet, Musik und Fest

Eine besondere Note erhielt der Festgottesdienst durch die hervorragende musikalische Umrahmung durch Kirchenchor und Orchester. Unter der Leitung von Kirchenmusikerin Sonja Steinkirchner erklang die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart. So stimmgewaltig wie der Gottesdienst begonnen hatte, so stimmgewaltig klang er auch beim gemeinsam gesungenen „Te Deum“ aus: „Sieh dein Volk in Gnaden an. Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe, leit‘ es auf der rechten Bahn, dass der Feind es nicht verderbe.“

Beim anschließenden Pfarrfest „rund um Kirche und Pfarrheim“ war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Der Frauenbund hatte ein Kuchen- und Tortenbuffet aufgebaut, für das viele freiwillige Kuchenbäckerinnen gesorgt hatten. Hier ergab sich auch die Gelegenheit, mit dem Bischof ins Gespräch zu kommen, was von den Gläubigen gerne angenommen wurde. Auch die Kinder kamen mit einem eigenen Kinderprogramm zu ihrem Recht. Sie fanden sich auch am Nachmittag in großer Zahl zur Kindersegnung durch den Bischof ein.

Mit dem gemeinsamen Abendlob in der Pfarrkirche fand der festliche Tag seinen offiziellen Schlusspunkt und einen würdigen Abschluss.

 

Pfarrkirche St. Josef

Die Pfarrkirche St. Josef hat sich aus der Burgkapelle St. Georg entwickelt und wurde 1491 zur dreischiffigen Basilika erweitert. Sie dient auch als Grablege von Pfalzgraf Johann (1381 – 1443). 1965 wurde der Chorraum abgebrochen und an seiner Stelle ein Erweiterungsbau errichtet. Nach Fertigstellung 1967 wurde die Kirche dem hl. Josef geweiht. Im südlichen Seitenschiff befinden sich Fresken aus der Zeit um 1500, die 1923 und 1966 entdeckt wurden. Die besondere Beziehung zum Orden der Armen Schulschwestern kommt in der Statue der seligen Mutter Theresia zum Ausdruck. Hohen künstlerischen Wert hat das große Kreuz an der Ostwand, das aus der Zeit der Erbauung der Basilika stammt. Neu- und Altbau sind mit ausdrucksstarken Glasfenstern geschmückt.