News Bild Bischof Gerhard Ludwig weiht acht neue ständige Diakone

Bischof Gerhard Ludwig weiht acht neue ständige Diakone

Home / News

(pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller hat im Hohen Dom St. Peter acht Männer zu Ständigen Diakonen für das Bistum Regensburg geweiht. Er ermunterte die Diakone, durch Wort und Tat zu bezeugen, dass „Jesus Christus zu uns gesprochen hat“. Vor allem den Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, sollte ihre Sorge gelten. Die Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner und Professor Franz-Josef Stoiber an der Orgel umrahmten die Diakonenweihe musikalisch.
Acht Männer werden nun im Bistum Regensburg als Ständige Diakone in verschiedenen Pfarreien ihren Dienst antreten. Werner Müller wird als Diakon im Hauptberuf in der Seelsorgeeinheit Walderbach-Neubäu wirken. Gereon Piller wird als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei Deuerling-St. Martin Dienst tun. Als Diakon mit Zivilberuf wird Richard Sellmeyer in der Seelsorgeeinheit Hirschau-Ebenfeld wirken. Thomas Steffl wirkt nun als Diakon im Hauptberuf in der Regensburger Pfarrei St. Anton. Jürgen Steinkirchner wird seinen Dienst als Diakon mit Zivilberuf in der Pfarrei Edenstetten-St. Nikolaus versehen. Janusz Szubartowicz wirkt als Diakon mit Zivilberuf in Waldthurn-St. Sebastian. Michael Weigl versieht seinen Dienst als Diakon im Hauptberuf in der Pfarrei Mariä Heimsuchung in Altdorf (bei Landshut) sowie im Kuratbenefizium St. Othmar in Pfettrach. Karl Zirngibl wird als Diakon mit Zivilberuf in der Seelsorgeeinheit Bernhardswald-Kürn-Lambertsneukirchen-Pettenreuth tätig sein.
Die Zahl der Ständigen Diakone in der Diözese wächst damit auf 95 an. Achtzehn Bewerber für die Diakonenweihe befinden sich derzeit in Ausbildung. Die Weihefeierlichkeiten begannen, als die Weihekandidaten vor den Bischof traten und um die Weihe baten. Auch die Ehefrauen der Weihekandidaten stimmten der Weihe zu und gelobten, ihren Gatten stets bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen. Die Weihekandidaten erklärten ihre Bereitschaft zur Weihe und gelobten ihrem Bischof Gehorsam. Damit verpflichteten sich die Weihekandidaten dazu, dem Wohl des Gottesvolkes zu dienen, Gottes Wort in Wort und Tat zu verkünden, Bedürftigen zu helfen und nach dem Vorbild Jesu Christi zu leben. Der Bischof legte den Weihekandidaten die Hand auf und sprach das Weihegebet, um die Gabe des Heiligen Geistes für den Kandidaten zu erbitten. Die neu geweihten Diakone wurden mit Schola und Dalmatik angekleidet. Das Evangeliar wurde ihnen vom Bischof übergeben. Als symbolische Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester und Diakone umarmte der Bischof und die anwesenden Geistlichen die neuen Ständigen Diakone. Mit der Weihe übernehmen die Ständigen Diakoneviele karitative und liturgische Aufgaben. „Diakon“ bedeutet zu deutsch „Diener“ oder „Helfer“.
Bischof Gerhard Ludwig wies in seiner Predigt auf die Anfänge des Diakonats in der Urkirche hin. Jünger Christi, die einen besonderen Dienst der Nächstenliebe und der Verkündigung übernahmen, seien schon seit jeher „Diakone“ genannt worden, so der Bischof. Sie lebten ganz nach dem Beispiel Jesu Christi . Ihr Leben widmeten sie ausschließlich dem Dienst am Nächsten. Nach der Diakonweihe feierten die neuen Ständigen Diakone die Eucharistie mit dem Bischof, den anderen Priestern und den Gläubigen. Die Ständigen Diakone, die im Dom St. Peter von Bischof Gerhard Ludwig geweiht wurden, werden an ihren Wirkungsstätten viele Aufgaben übernehmen. Der Dienst der Nächstenliebe, die Verkündigung der Frohbotschaft sowie die Feier des Glaubens in verschiedenen liturgischen Vollzügen zählen dazu. In seiner Predigt erklärte der Bischof, dass in der Kirche alles „ auf den Dienst am Menschen ausgerichtet“ sei. So sei auch das Amt des Diakons keine bloße Funktion, sondern eine geistliche Vollmacht. Eine solche Weihe könne auch nicht zurückgenommen werden, wie zum Beispiel ein Bürgermeisteramt. „Bei der Diakonenweihe wird man bis zum Ende des Lebens von Jesus Christus eingenommen“, erklärte der Bischof. „Es gibt kein Zurück mehr, mit jedem Herzschlag bis zum Sterbebett stehen wir im Dienste Jesu Christi. Denn es ist die Liebe Christi, die uns drängt, den Dienst anzutreten und die uns in das Mysterium Jesu Christi, der uns durch seine Liebe erlöst hat, hineinführt .“