News Bild Bischof Gerhard Ludwig spricht auf dem Wertekongress der Jungen Union Oberpfalz

Bischof Gerhard Ludwig spricht auf dem Wertekongress der Jungen Union Oberpfalz

Home / News

(pdr) Am gestrigen Donnerstagabend hat Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller an der Podiumsdiskussion im Rahmen des Wertekongresses der Jungen Union Oberpfalz in der Spitalkirche in Schwandorf teilgenommen. Der Kongress stand unter dem Motto „Fundamente für die Zukunft“. Am Podium beteiligten sich außerdem Philipp Graf Lerchenfeld, MdL und Vorsitzender des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg, Manfred Weber, MdEP und Vorsitzender der Jungen Union Bayern, sowie Alexander Fischer, JU-Bezirksvorsitzender Oberpfalz.

„Das Fundament der Fundamente ist Gott selbst. Wer weniger gibt als Gott, verrät den Menschen“, zitierte Bischof Gerhard Ludwig Papst Benedikt XVI. Wir bräuchten Gott mitten im Alltag, um unsere Probleme zu meistern. Der Mensch sei nicht nur ein „homo oeconomicus“, das Religiöse führe wie auch das Musische zu einem tieferen Leben. „In diesem Sinn müssen wir deutlich machen, zu welchem Reichtum der Mensch berufen ist“, so Bischof Gerhard Ludwig.

Der Bischof kritisierte, dass Ehe und Familie zu „Stiefkindern der Politik“ verkommen seien. „Bei allem Wandel müssen wir an der Grundform von Ehe und Familie festhalten“, erklärte der Bischof. Die Ehe sei nicht in die Beliebigkeit der Menschen gestellt. „Jede Gesellschaft, die die Grundorientierung im Verhältnis von Mann, Frau und Kind aufgegeben hat, ist in der Geschichte über kurz oder lang untergegangen“, gab der Bischof zu bedenken. Zur aktuellen Diskussion um die Kinderbetreuung erklärte er, das Kind müsse in den ersten drei Jahren den wichtigen Kontakt zu Mutter und Vater erleben. Nur für den Fall, dass es nicht anders geht, solle es Betreuungsmöglichkeiten geben. „Der Normalfall muss der Normalfall bleiben. Die Politik ist gefordert, gute Rahmenbedingungen für Familien- und Kinderbetreuung bereitzustellen“, so Bischof Gerhard Ludwig.

Graf Lerchenfeld warnte in der Frage nach der Schaffung flächendeckender Betreuungseinrichtungen vor „Verhältnissen, wie wir sie aus der DDR kennen“. Die Familie sei der erste Ort der Wertevermittlung. (ven)