News Bild Bischof Gerhard Ludwig begrüßt Apostolischen Nuntius im Bistum Regensburg

Bischof Gerhard Ludwig begrüßt Apostolischen Nuntius im Bistum Regensburg

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(pdr) Bischof Gerhard Ludwig Müller hat den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, zu seinem einwöchigen Besuch während der Kartage im Bistum Regensburg willkommen geheißen und am Palmsonntag ein gemeinsames Pontifikalamt im vollbesetzten Hohen Dom St. Peter in Regensburg gefeiert. Der Bischof nannte es eine besondere Ehre, dass der Apostolische Nuntius eine Woche lang bedeutende Einrichtungen im Bistum besucht, um das Leben der Gläubigen kennenzulernen.

In seiner Predigt erklärte Bischof Gerhard Ludwig, Passionsspiele, wie er sie kürzlich in Kemnath besucht hatte, bewegten das Herz und erweckten die Liebe zu Jesus. Die Feier der Mysterien des Glaubens dagegen „beziehen den Menschen darüber hinaus real in das heilige und heilbringende Geschehen in tiefer Gemeinschaft mit ihm ein“. Die Passion Christi sei nicht „irgendeine Geschichte“. In ihr begegne der Gläubige der Person Jesu Christi.

Die Personen, die Jesus in der Passion gegenübertreten, seien „lehrreiche Beispiele dafür, wie man es nicht machen soll bzw. wie man es machen soll“, so Bischof Gerhard Ludwig. So habe Kajaphas nur an seine eigene Macht gedacht. „Jedes Mittel der Bosheit, Lüge und Verstellung war ihm recht, um das Volk, die öffentliche Meinung, aufzuwiegeln.“ Pilatus habe auf seine politische und militärische Macht verwiesen, habe jedoch den Gerechten der unverdienten Kreuzesstrafe preisgegeben. „Ist nicht in allen diesen Personen auch etwas von uns?“, fragte der Bischof. Ähnlich Judas dem Verräter würden auch wir uns gegenüber dem Geist der Liebe Gottes versündigen. Und Petrus, der zum Felsenfundament der Kirche Berufene, habe Jesus verleugnet und Angst gehabt, sich zu ihm zu bekennen. „Das hat er allerdings bereut“, so Bischof Gerhard Ludwig, „und ist von Jesus nach der Aufstehung zum universalen Hirten der Kirche eingesetzt worden.“

Andere hingegen sind Jesus bis zu seinem Tod treu geblieben. „Wir dürfen uns in Johannes, der für die Kirche steht, sowie in Maria, der Mutter Jesu, wiederfinden.“ Sie alle hätten bei Jesus ausgeharrt. Am tiefsten sollten wir uns durch Maria, das Urbild der Kirche, geprägt sein lassen, sagte der Bischof weiter. „Mit ihr beten wir um eine geistlich fruchtbare Erfahrung dieser Karwoche.“ (ven)