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Zur Neuigkeit
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer besucht die Pfarrei Christkönig Wolfsegg
„Gott hat eine Aufgabe für mich am Arbeitsplatz“
Wolfsegg, 25. Januar 2026
Jeder Mensch ist zur Nachfolge Christi, zur Verkündigung des Evangeliums und zu kirchlichem Engagement berufen – unabhängig von Herkunft und Lebensort. Das war die zentrale Botschaft von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer bei seinem Pastoralbesuch in der Pfarrei Christkönig Wolfsegg. Dafür sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen, denn es war die erste Visite des Bischofs in der Pfarrei – 13 Jahre nach seiner Bischofsweihe.
„Ich bin gerne hierher zu Ihnen gekommen“, betonte Bischof Dr. Voderholzer bei seiner Begrüßung. Dabei hieß er neben den Vereinsabordnungen und den zahlreichen Ministranten besonders Gemeindereferentin Bernadette Mitko sowie Landrätin Tanja Schweiger und Bürgermeister Roland Frank willkommen. „Hier steht eine Burg neben der anderen“, merkte der Diözesanbischof an und erinnerte an die Weihe des Wolfsegger Gotteshauses durch Bischof Michael Buchberger im Jahr 1937. „Damals war es nicht selbstverständlich, zu seinem Glauben zu stehen. Gott sei Dank leben wir heute in einer Zeit, in der wir unseren Glauben frei praktizieren können“, schloss Bischof Rudolf seine Begrüßung.
Der Begriff „Menschenfischer“
In seiner Predigt ging der Regensburger Oberhirte auf das Tagesevangelium (Mt 4,12–23) von der Berufung der ersten Apostel ein. Die zwölf an den Seitenwänden der Kirche brennenden Apostelkerzen, die an das Zeugnis der zwölf Apostel erinnern, nahm er als gedanklichen Ausgangspunkt.
Nach der Versuchung Jesu durch den Satan und seiner Taufe durch Johannes sei die Berufung der ersten Apostel Jesu erste öffentliche Handlung gewesen. Die Tatsache, dass Jesus mit Simon und Andreas sowie Jakobus und Johannes zwei Brüderpaare berief, zeige, dass es ihm nicht um Vereinzelung, sondern „um die Bildung einer neuen Bruderschaft, einer Gemeinschaft“ gegangen sei.
Die Namen stünden dabei einerseits für die jüdische Tradition (Simon), andererseits für den griechischen Einfluss (Andreas) – insgesamt für Vielfalt. Auch Ort und Zeitpunkt der Berufung seien bedeutsam: „Mitten aus der Arbeit, aus dem Alltag heraus kann das Reich Gottes anbrechen. Gott hat eine Aufgabe für mich am Arbeitsplatz und auch in weltlichen Zusammenhängen“, deutete Bischof Voderholzer die Szene.
In diesem Zusammenhang habe Jesus ein neues Wort geprägt: „Ich werde euch zu Menschenfischern machen!“ Damit werde ein Bezug zur Taufe hergestellt. Mit der Taufe handle der Mensch in einer neuen Freiheit – ein Horizont, der auch Menschen ohne Taufe offenstehe. „Die Taufe bedeutet eine neue Freiheit, eine neue Gottesbeziehung. In diesem Auftrag sendet Jesus die Apostel in die Welt“, erklärte der Oberhirte.
Abschließend verwies der Bischof auf die Region der Berufung, das Gebiet von Sebulon und Naftali. Diese beiden Stämme Israels seien die ersten gewesen, die von den Assyrern besiegt wurden. Gerade in diesem schwierigen Kontext habe die Berufung stattgefunden. „Der Beginn der Kirche liegt in einem einfachen, unerwarteten Moment – und daraus ist eine weltweite Kirche geworden. Nichts und niemand konnte die Apostel nach der Auferstehung Jesu aufhalten“, schloss der Bischof seine Predigt.
Dank an die gesamte Pfarrfamilie
Zum Abschluss dankte er allen in der Pfarrei Christkönig Engagierten: Pfarrer Norbert Pabst und seinen Mitarbeitenden, den Pfarrgremien, Vereinen und Verbänden (Kolping, Marianische Männerkongregation, Katholischer Frauenbund), den Verantwortlichen für Kirchenmusik, Kirchenschmuck und Kirchenreinigung, den Ministranten und Mesnern sowie den Eltern und Großeltern als „erste und wichtigste Missionare und Evangelisten für die Kinder“. Mit dem Segen für das neue Jahr 2026 beendete Bischof Dr. Voderholzer seine Predigt.
Viele Gespräche mit dem Bischof
Bei den Fürbitten, die fünf Ministrantinnen vortrugen, wurde deutlich, dass die Messdiener der Pfarrei nicht nur den liturgischen Dienst am Altar übernehmen, sondern auch als Lektoren tätig sind. Nach der Eucharistiefeier, die auch musikalisch von Bläsern mitgestaltet wurde, bestand im Pfarrsaal ausreichend Gelegenheit zum Gespräch mit dem Diözesanbischof. Für eine vielfältige Auswahl an süßen und deftigen Speisen hatten Mitglieder des Frauenbundes gesorgt. Neben kalten Getränken wurde auch wärmender Tee angeboten.
Text und Fotos: Markus Bauer
(jas und SG)






