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Andacht in St. Paul vor den Mauern

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Nach der beeindruckenden Generalaudienz mit Papst Franziskus am Morgen und einem Nachmittag zur freien Verfügung feierten die Regensburger Pilger zum Abschluss des Tages eine abendliche Andacht in St. Paul vor den Mauern. Die Vesper fand ihren Beginn mit der Feier der Statio vor der Heiligen Pforte des Gotteshauses, danach durchschritten Bischof, Priester und alle Wallfahrer selbige. Wie der Name sagt, liegt die päpstliche Basilika tatsächlich vor den noch erhaltenen antiken Mauern Roms. Hier findet sich auch das Grab des heiligen Paulus, auf den Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt einging:

Paulus steht am Ursprung der Kirche

Sieht man am Petersplatz wie auch hier die Abbildung des heiligen Paulus, so entdeckt man ein Schwert in seiner Hand. Er war aber kein Feldherr, der andere Völker unterworfen hat, sondern er trägt die Waffe, mit der er selbst zu Tode gebracht wurde. Er gehört zu den Opfern der Gewalt. Aber: Völker hat Paulus schon bezwungen. Mit seinem Wort. Völker hat er für Christus gewonnen. Gleichzeitig trägt er eine Schriftrolle in der Hand. Darauf kann man den Anfang des Römerbriefes erkennen: „Paulus Diener Jesus Christi dem Herrn …“. Paulus sei mit Wucht hinausgedrängt aus den Grenzen seines Volkes Israels und habe seine Berufung zum Apostel der Heidenvölker sehr ernst genommen. Paulus steht am Ursprung der Kirche und hat das Evangelium bis an die Grenzen der Erde hinausgetragen. Und steht damit am Ursprung der Dynamik der Sammlung aller Völker hinein in die Kirche.

 

Christenverfolgung ist Christusverfolgung!

Am Anfang aber hat Paulus die Kirche verfolgt. Deswegen wurde er auch zu einem außerordentlichen Zeugen des Wirkens der Barmherzigkeit Gottes. Paulus hat zunächst die junge Kirche bis aufs Blut verfolgt. Der wahre Durchbruch kam aber auf dem Weg nach Damaskus, wo der auferstandene Herr selber ihm erscheint und ihn fragt „Saul warum verfolgst Du mich?“. Christenverfolgung ist Christusverfolgung! Saulus verfolgt die Anhänger Christi. So sehr identifiziert der Auferstandene sich mit den Seinigen, dass er die Verfolgung der frühen Christen als seine eigene Verfolgung ansieht. Dann aber die große Wende im Leben des Apostels Paulus. Er erkennt, dass der Gekreuzigte das sichtbare Zeichen für Gott ist. Ausgerechnet Paulus findet Erbarmen und wird vom Herrn zum Zeugen der Auferstehung bestellt, zum Zeugen der Rechtfertigung der Gnade und zum Missionar für die Völker, so Bischof Rudolf.

 

 

Impressionen von Statio, Durchschreiten der Heiligen Pforte und anschließender Vesper in St. Paul vor den Mauern können Sie sich hier ansehen.