News Bild An St. Josef entstehen bis 2007 universitäre Kliniken auf höchstem Niveau

An St. Josef entstehen bis 2007 universitäre Kliniken auf höchstem Niveau

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(cn). Im Zuge des Kooperationsvertrags mit der Universität Regensburg, durch den die Lehrstühle für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Urologie am Caritas-Krankenhaus St. Josef angesiedelt sind, wird in zwei Bauabschnitten eine Ergänzung für den Hochschulbereich durchgeführt. Zu dieser umfangreichen Ergänzungsmaßnahme erfolgte gestern der Spatenstich. Mit einer Fördersumme von 13,8 Millionen Euro werden bis Ende 2007 drei neue Operationssäle gebaut, der Aufwachraum auf 12 Behandlungsplätze und die Zentralsterilisation erweitert. Die Geburtshilfestation wird der komplett neu gestaltet und auf vier Kreissäle aufgestockt. Die Polikliniken der Urologie und Frauenheilkunde und Geburtshilfe bekommen spezielle Funktionsräume dazu. „Damit erfüllen wir in allen Bereichen die Anforderungen einer universitären Patientenversorgung“, freute sich Geschäftsführer Dr. Andreas Hartung. Die Baumaßnahmen des ersten Abschnittes kosten insgesamt 31 Millionen Euro.
Ein guter Tag war der Spatenstich auch für die beiden Bauherren. Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Piendl lobte die guten Beziehungen zwischen Caritasverband, Krankenhaus und Universität. „Schon heute ist uns die Symbiose zwischen universitärer Hochleistungsmedizin und dem Geist eines konfessionellen Trägers idealtypisch gelungen“, sagte er bei der Begrüßung der Gäste.
Professor Dr. Alf Zimmer, Rektor der Regensburger Universität bezeichnete dieses Kooperationsmodell als wegweisendes Modell für die Zukunft. „Wir tun gut daran, uns nicht auf möglicherweise in der Medizin ertragreichere Aktionsfelder zu konzentrieren, sondern eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau anzustreben“, sagte er.
In St. Josef werden außerdem Küche und die Cafeteria umgestaltet und erweitert. Die gestiegenen Studentenzahlen erforderten dies. „Die baulichen Maßnahmen sind für unser Krankenhaus ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur optimalen Patienten- und Studentenversorgung“, so Geschäftsführer Hartung. Beide Seiten profitierten von diesem Schritt. Die Universität könne damit viel früher ihr Ausbildungsspektrum in der Medizin vervollständigen. Diese Alternative sei außerdem wesentlich kostengünstiger für alle. Für das Caritas-Krankenhaus St. Josef bedeute diese Kooperation eine erhebliche Aufwertung seiner Arbeit und zugleich ein Stück Zukunftssicherung. Besonders hervor hob Hartung die Rolle von Professor Dr. Wolf Wieland, ärztlicher Direktor des Caritas-Krankenhauses und Lehrstuhlinhaber für Urologie. Durch sein ausdauerndes und konstruktives Engagement würden dem Krankenhaus viele Wege geöffnet.
Bürgermeisterin Petra Betz gratulierte im Namen der Stadt Regensburg zu einem „mutigen, wichtigen und vorausschauenden Schritt“. Nicht nur die Regensburger, sondern der gesamte ostbayerische Raum profitiere zukünftig von dieser medizinischen Versorgung auf höchstem Niveau.

Mitte September wurde mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Die Baustelle befindet sich im Bereich des früheren Besucherparkplatzes. Ein kostenloser Parkplatz ist auf dem benachbarten Gelände eingerichtet. Der Mitarbeiterparkplatz direkt am Krankenhaus ist kostenpflichtig für Besucher freigegeben. Ende 2007 wird diese erste Baumaßnahme abgeschlossen sein. Das Projektmanagement hierfür übernahm die Firma BPM Bau- und Projektmanagement Peter Christa GmbH aus Eggenfelden. Als Generalplaner ist das Architekturbüro Leinhäupl aus Landshut beauftragt. Die Verantwortlichen am Caritas-Krankenhaus bedankten sich bei der Stadt Regensburg, der Regierung der Oberpfalz, der Universität und den Bayerischen Ministerien für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen sowie für Wissenschaft, Forschung und Kunst für die pragmatische und unkomplizierte Zusammenarbeit.
Bereits seit 1995 kooperieren in Regensburg Caritas-Krankenhaus und Uniklinikum bei der Ausbildung der Studierenden in den Disziplinen Urologie und Frauenheilkunde. In der Folgezeit wurde das Krankenhaus St. Josef in diesen Fächern und auch in der Chirurgie zum Akademischen Lehrkrankenhaus ernannt. Im Herbst 2001 unterzeichneten beide Partner den Rahmenvereinbarung als Basis für eine umfangreiche und langfristig angelegte Zusammenarbeit zwischen Universität und Caritasverband. Im Frühjahr 2004 konnten die beiden Lehrstühle mit Professor Dr. Wolf Wieland und Professor Dr. Olaf Ortmann besetzt werden.