News Bild „Am schönsten ist es, die Leute begleiten zu dürfen“

„Am schönsten ist es, die Leute begleiten zu dürfen“

Home / News

(pdr) Vergangen ist ein gutes halbes Jahr, seit Michael Alkofer als Kaplan in Tirschenreuth wirkt. Bald jährt sich die Priesterweihe des jungen Mannes, der aus der Regensburger Pfarrei St. Josef in Ziegetsdorf stammt, zum ersten Mal. Die ereignisreiche Zeit vor, am Tag der Weihe und unmittelbar im Anschluss daran steht dem Jungpriester noch heute in bester Erinnerung – es war eine gute Fügung, dass ihm die Kaplanstelle in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Tirschenreuth zugeteilt wurde, wo er sich sehr gut aufgehoben fühlt. Allzu schwer fiel ihm der Abschied von der Heimatpfarrei somit nicht. Dort ist er schließlich nach wie vor jederzeit willkommen und mit den Gläubigen fest verbunden.

Allerdings war der Einstand in der neuen Wirkungsstätte für Michael Alkofer auch nicht schwierig: „Ein Kaplan fängt nie alleine an“, weiß der 30-Jährige. In der neuen Gemeinde gebe es viele Menschen, die sich auf den neuen Kaplan freuten und ihn sehr tatkräftig unterstützen. Eine große Hilfe war für Kaplan Alkofer auch der Tirschenreuther Stadtpfarrer Georg Flierl, der ihn in die Arbeit fest eingebunden hat.

Gleich zu Schulbeginn im September widmete sich der Kaplan dem Religionsunterricht in der Schule und bereitet seitdem drei 3. Klassen auf die Erste Heilige Kommunion im Mai vor. Überhaupt hat der Kontakt zur Jugend für den jungen Geistlichen große Bedeutung. In Tirschenreuth sei die Jugend besonders engagiert, sei es in Gruppenstunden, bei der Anbetung oder auf Wallfahrten, wobei der Kaplan hofft, dass sich so viele Jugendliche als möglich von den Angeboten ansprechen lassen und sich in der Kirche engagieren. Neuland ist die Arbeit mit der Jugend für ihn jedoch keineswegs - schon während seiner pastoralen Ausbildung in der Praktikumspfarrei Gangkofen sammelte er reichlich Erfahrungen auf diesem wichtigen Gebiete.

Eines ist für den Ziegetsdorfer von allergrößter Bedeutung: die Begegnung mit den Menschen, was heißt: für die Leute dazusein und ihnen zuzuhören, wenn sie Sorgen haben. „Abgehoben“ und von den Leuten entfernt dürfe ein Priester nicht sein, sondern als Mensch unter den Menschen. Was das Schönste an seinem Dienst ist? Menschen aller Altersgruppen zu begleiten, sei es bei den Taufgesprächen, in der Sakramentenvorbereitung in der Schule, aber auch die Begleitung alter, gebrechlicher und kranker Personen.

Die größte Kraft schöpft der junge Kaplan dabei aus der heiligen Messe, in der regelmäßig die Gemeinschaft mit Jesus gestärkt wird. Außerdem wird dabei in ganz besonderer Weise die Frohe Botschaft verkündet. Michael Alkofer: „Und etwas Schöneres als den Herren kann man nicht verkünden.“