News Bild „Als hätte man der Pfarrei das zweite Herz geraubt“ – Erneut wurden die Reliquien des Pfarrpatrons und Diözesanpatrons aus der Pfarrkirche St. Wolfgang Regensburg gestohlen

„Als hätte man der Pfarrei das zweite Herz geraubt“ – Erneut wurden die Reliquien des Pfarrpatrons und Diözesanpatrons aus der Pfarrkirche St. Wolfgang Regensburg gestohlen

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Reliquien des heiligen Diözesanpatrons Wolfgang sind am vergangenen Montag aus dem Hochgrab im Eingangsbereich der Kirche St. Wolfgang Regensburg gestohlen worden. Die mit Panzerglas und Stahlumrandung gesicherten zu verehrenden Reliquien wurden in der Mittagszeit mit roher Gewalt ausgebrochen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Die Reliquien befanden sich bisher im Eingangsbereich der Kirche, damit sie von Gläubigen ohne Barrieren verehrt werden können.

Prälat Alois Möstl, Pfarrer von St. Wolfgang, erklärte gegenüber der Bischöflichen Presse- und Medienabteilung: „Für die Pfarrei ist es, als wenn man ihr das zweite Herz geraubt hätte. Das erste Herz ist die Eucharistie, das zweite sind die Reliquien unseres Pfarrpatrons.“ Zwei junge Frauen wollten an der horizontalen Figur des heiligen Wolfgang dessen Reliquien verehren, fanden das Behältnis aber leer. Prälat Möstl erklärte: „Ich bin erschüttert und fassungslos. Ich kann mir nicht erklären, warum jemand so etwas mit voller Vorbereitung und Absicht tut.“

Bereits 2004, vor 16 Jahren, waren die Reliquien gestohlen worden. Daraufhin wurden sie mit Panzerglas und Stahlumrandung eingebracht, um einen weiteren Diebstahl zu verhindern. Dazu hatten Polizei und Fachleute geraten, erinnert sich Pfarrer Möstl. „Das hat aber alles nichts genutzt.“ Nach dem ersten Diebstahl waren die Reliquien nicht mehr aufgetaucht. Die nun gestohlenen Reliquien hatte die Pfarrei aus dem Bestand des Bischofs von Regensburg erhalten.

Am kommenden Samstag, 31. Oktober, ist das Hochfest des heiligen Wolfgang. Prälat Möstl erklärte: „Wir feiern nach wie vor unser Wolfgangsfest. Die Wahrheit über den heiligen Wolfgang geht ja nicht verloren. Wir hoffen, neue Reliquien nach Jahr und Tag bekommen und diese dann feierlich wiedereinsetzen zu können.“