News Bild Adventlicher Wortgottesdienst in Eschenbach – Wegen der Corona-Schutzvorschriften musste die Andacht vom Stadtplatz in die Stadtpfarrkirche verlegt werden

Adventlicher Wortgottesdienst in Eschenbach – Wegen der Corona-Schutzvorschriften musste die Andacht vom Stadtplatz in die Stadtpfarrkirche verlegt werden

Home / News

„Wachet auf, ruft uns die Stimme“ – Johann Sebastian Bachs Choral, interpretiert von Organist Joachim Steppert, stiftete zum abendlichen Wortgottesdienst am Dritten Advent Hoffnung und Zuversicht. Die Andacht in Eschenbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab war von Stadtpfarrer Thomas Jeschner kurzfristig wegen der Corona-Auflagen vom ursprünglich geplanten Standort am Weihnachtsbaum vor dem Rathaus in die Stadtpfarrkirche Sankt Laurentius verlegt worden. Auch das Mitsingen der Gläubigen musste unterbleiben. Joachim Steppert bot aber mit adventlichem Liedgut an der Sandtner-Orgel wunderbaren musikalischen Ersatz.

Geprägt war die Andacht von der Bezeichnung des Dritten Advent als Gaudete-Sonntag: „Gaudete! – Freut Euch“. Das Motiv zieht sich durch die biblischen Texte des Tages. „Fürchet euch nicht, jauchzt auf“, heißt es in der ersten Lesung aus dem Propheten Jesaja. Einst rief er diese Losung in einer Zeit der Hoffnungslosigkeit mitten in eine der größten Krisen des Volkes Israel hinein. Mit Blick auf die grassierende Corona-Pandemie sah der Stadtpfarrer in Jesajas Worten ein Zeichen der Zukunftsperspektive, die Angst, Schrecken und alle Unsicherheit des Lebens verdränge.

 

Die Botschaft zu „Gaudete“ hieß: Gesundheit, Herzenswärme und Mitmenschlichkeit

Die prophetische Hoffnungsbotschaft verknüpfte der Seelsorger mit einem Traum, der in der Not zusammenführe, wie es schon der brasilianische Bischof Hélder Pessoa Câmara formulierte: „Es gibt kein Land dieser Erde ohne Menschen guten Willens“. Im Kern sei diese Botschaft „ein Hoffnungsschimmer für alle Menschen, Teil des Guten zu sein“. Im Wortgottesdienst, den auch Pfarrvikar Gerald Obumneke Nwenyi mitgestaltete, konnten die Gläubigen spüren, dass jeder auf den anderen angewiesen sei, im Kleinen wie im Großen und dass diese Botschaft Teil des großen Weihnachtswunsches nach Gesundheit, Mitmenschlichkeit und des Friedens auf Erden sei.

Diese Signale zum Dritten Advent drückten sich auch in den Fürbitten und Gebeten des Wortgottesdienstes aus, mit Sehnsüchten nach einer „Währung“ der Umkehr und des Neuanfanges, der Herzenswärme, Barmherzigkeit und Zuwendung. Die Adventsandacht endete mit dem Segen und dem mächtigen „Tauet Himmel, den Gerechten“, intoniert und einfühlsam interpretiert von Organist Joachim Steppert.