News Bild Abschlussbesuch bei der Großen Visitation im Dekanat Bogenberg-Pondorf mit Bischof Rudolf Voderholzer

Abschlussbesuch bei der Großen Visitation im Dekanat Bogenberg-Pondorf mit Bischof Rudolf Voderholzer

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Möglichst vielen Menschen in einem Dekanat zu begegnen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen - das ist die Intention von Bischof Rudolf Voderholzer beim Abschlussbesuch einer sogenannten Großen Visitation. Vergangenen Freitag war er im Dekanat Bogenberg-Pondorf zu Gast und besuchte gemeinsam mit Dekan Pater Martin Müller und Regionaldekan Monsignore Jakob Hofmann die Orte Niederachdorf, Konzell, Haselbach, Mitterfels, Bogen und Hunderdorf.

Wir haben Bilder von diesem Tag in einer Fotostrecke gesammelt.

 

"Überwältigend, dass so viele von Ihnen schon zu so früher Stunde zugegen sind!"

Erster Stopp für den Regensburger Oberhirten war morgens um 8 Uhr die Wallfahrtskirche Hl. Blut in Niederachdorf. Dass die Kirche trotz eines Werktages und der frühen Uhrzeit bis auf den letzten Platz besetzt war, freute Bischof Rudolf sichtlich. Pfarrer Franz Walter, Bürgermeister Josef Wallner und zahlreiche Kinder des Kindergartens Sankt Nikolaus Pondorf begrüßten den Gast aus Regensburg und dieser feierte im Anschluss mit den Gläubigen eine Gebetsandacht, bei der er die Anwesenden auch mit dem Hl.-Blut-Reliquiar segnete.

Wie wichtig Bischof Rudolf grundsätzlich das Gebet ist, konnte man im weiteren Tagesverlauf auch daran erkennen, dass er trotz eines durchaus straffen Zeitplans bei seinem Dekanatsbesuch sich immer wieder die Zeit nahm, gemeinsam mit den Menschen, denen er begegnete, inne zu halten und beispielsweise das Vaterunser zu beten.

Besuch bei afrikanischen Flüchtlingen in Konzell

Gestärkt durch das Gebet und die Gemeinschaft in Niederachdorf besuchte Bischof Rudolf das ehemalige Gasthaus Konzell, in dem sich mittlerweile Weltchristen wie Gemeindereferentin Maria Forst und das Ehepaar Gitti und Willi Baumgartner seit 2014 für ankommende Flüchtlinge engagieren. Bischof Rudolf erkundigte sich interessiert über die Schicksale der in Konzell lebenden Flüchtlinge und lobte das Engagement der Helferinnen und Helfer vor Ort.

Die meisten der dort lebenden Flüchtlinge sind afrikanische Frauen aus Nigeria, Sierra Leone, Eritrea und ihre Kinder - unter ihnen viele Christen. Einige afrikanische Kinder wurden in Konzell sogar getauft und haben hier die Erstkommunion oder Firmung gefeiert. Inzwischen gibt es aus ihnen auch einen Ministranten, wie beispielsweise der 14jährige Emmanuel aus Sierra Leone, der mittlerweile auf das Gymnasium Viechtach besucht. Dass er auch ein talentierter Fußballer ist demonstrierte der Jugendliche bei einer spontanen Kickerei mit Bischof Rudolf.

Besuch der Grundschule Konzell und Eintrag ins Goldene Buch

Im Anschluss ging es mit Ortspfarrer P. Jacob Vazhapparampil und Bürgermeister Fritz Fuchs an die Grundschule Konzell, wo Bischof Voderholzer von Schulleiter Manfred Schmidtbauer und den Kindern freudig erwartet wurde. Der Regensburger Oberhirte staunte nicht schlecht über das Wissen der jungen Schülerinnen und Schüler in religiösen Fragen und sprach mit ihnen über deren Schulpatron (den hl. Martin von Tours) sowie die Insignien des Bischofs und betete mit Ihnen gemeinsam. In Gegenwart der Schulkinder trug sich Bischof Rudolf außerdem ins Goldene Buch der Gemeinde ein.

Besuch der Caritas-Fachklinik Haselbach für alkohol- und medikamenten-abhängige Frauen und Männer

Als nächster Termin stand ein Besuch an, der Bischof Rudolf sehr am Herzen lag: Eine Begegnung mit alkohol- und medikamentenabhängigen Frauen und Männern in der Caritas-Fachklinik Haselbach. In dieser Klink sind 38 Menschen untergebracht, die mit Hilfe der Caritas sich darum bemühen, ihre Abhängigkeit zu überwinden. Klinikleiterin Inge Hebborn führte Bischof Voderholzer durch die Räumigkeiten der Klinik, zu denen auch eine Kapelle und Werkstätten gehören.

Viele der Patientinnen und Patienten der Fachklinik berührte der Besuch des Bischofs sehr, da der Besuch eines Diözesanbischofs in Haselbach äußerst selten vorkommt. Dieses solle sich in Zukunft ändern, waren sich Klinikleiterin Hebborn und Bischof Rudolf einig.

Besuch der Bruder-Konrad-Werkstätte für Behinderte der Kath. Jugendfürsorge Mitterfels und der Caritas Sozialstation Bogen

Bischof Rudolf setzte seinen Dekanatsaufenthalt mit einem Besuch der Bruder-Konrad-Werkstätte für Behinderte der Kath. Jugendfürsorge in Mitterfels fort. Einrichtungsleiter Manfred Schmidt zeigte Bischof Voderholzer bei einem Rundgang die gesamte Einrichtung und konnte sich von einem gelungenen Beispiel von Inklusion überzeugen. Auch hier suchte der Regensburger Bischof das Gespräch mit den in der Einrichtung der KJF beschäftigen Menschen. Begleitet wurde er dabei von Ortspfarrer P. Dominik Daschner, KJF-Geschäftsführer Michael Eibl und Caritasdirektor Monsignore Dr.Roland Batz.

Beim anschließenden Besuch der Caritas Sozialstation Bogen erzählten Geschäftsführer Norbert Scheidler und der Pflegedienstleiterin Monika Kindzorra ihrem Gast aus Regensburg, wie in der Sozialstation Angehörige von Pflegebedürftigen entlastet werden. Gemeinsam mit Ortspfarrer Hans Schön und der Dekanatsbeauftragte für die Gemeindecaritas, Pfarrer Wolfgang Reischl, begegnete Bischof Rudolf einer Gruppe von Pflegebedürftigen und tauschte sich interessiert mit ihnen aus.

Besuch im Rathaus Bogen und Eintrag ins Goldene Buch

Der Eintrag ins Goldene Buch von Bogen sowie das Gespräch mit vielen politischen Mandatsträgern stand im Anschluss auf dem Programm. Bürgermeister Franz Schedlbauer sowie fünfzehn Bürgermeister aus dem Dekanat sowie Franz-Xaver Eckl als stellvertretender Landrat und Ernst Hinsk (MdB a.D.) begrüßten den Regensburger Oberhirten und bestätigten die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und den kommunalen Einrichtungen vor Ort.

 

Tagzeitengebet in der Pfarrkirche St. Nikolaus Hunderdorf und Dekanatskonferenz

Zur geistlichen Vorbereitung auf die am Nachmittag stattfindende Dekanatskonferenz versammelten sich schließlich alle teilnehmenden Pfarrer, Pfarradministratoren, Pfarrvikare, Priester i. R., Diakonen, pastoralen Mitarbeiterinnen und Dekanatsbeauftragte in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hundersdorf, um gemeinsam mit Bischof Rudolf zu beten. Gestaltet wurde das Tageszeitengebet von P. Dr. Dominik Daschner und musikalisch begleitet durch Organist Sebastian Obermeier (Hunderdorf) und Dekanatskirchenmusiker Peter Hilger als Kantor (Windberg).

Pontifikalamt und "meet & greet" mit Bischof Rudolf

Zahlreiche Gläubige waren am Abend in die Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Hunderdorf  gekommen, um zusammen mit ihrem Oberhirten Bischof Rudolf gemeinsam die Heilige Messe zu feiern.   Mehr als sechzig Ministranten zogen mit ihm und den Priestern in das Gotteshaus ein.

In seiner Predigt blickte Bischof Rudolf auf den Abschluss der großen Visitation, die Weihbischof Reinhard Pappenberger in seinem Auftrag von Oktober bis Januar im Dekanat Bogenberg-Pondorf durchgeführt hatte. "Manche zucken zusammen, wenn sie das Wort Visitation hören und denken dabei an eine Versetzung, an etwas was es zu Befürchten gibt" meinte der Bischof. Er erinnerte an den Wortstamm der "Visitatio Mariae", an das Fest Mariä Heimsuchung. "heute ist die Visitation keine Heimsuchung, sondern ein Aufsuchen, ein Besuch, ein Hinschauen auf die, den dem Bischof anvertraut sind" betonte er. Es sei auch eine Belobigung für das, was gut geht. " Der Weihbischof hat dieses Dekanat außerordentlich gelobt. Und ich kann das nur bekräftigen und ein großes Danke aussprechen für das gute Miteinander im Dekanat" resümierte Bischof Rudolf.

Gleichwohl sei es blauäugig zu meinen, dass es keine Probleme gäbe. Die Sehnsucht vieler Menschen nach Spiritualität werde erkannt und gemeinsam müssten Wege gefunden werden, gemeinsam als Kirche zu leben, aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus heraus die strukturellen Planungen mit Leben zu füllen. Dies werde in der Feier der heiligen Messe immer neu geschenkt. Eindringlich forderte Bischof Rudolf die Zuhörer auf, die Fackel des Glaubens weiterzutragen. Beim anschließenden Stehempfang mit den Gläubigen nahm sich Bischof Rudolf viel Zeit um mit allen Vertretern der kirchlichen Gruppen und Gremien ins Gespräch zu kommen.