News Bild Abschied von Altbischof Manfred Müller – Requiem und Beisetzung im Regensburger Dom

Abschied von Altbischof Manfred Müller – Requiem und Beisetzung im Regensburger Dom

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Mehr als 1.300 Gläubige, Priester und zahlreiche Bischöfe nahmen im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes im Hohen Dom zu Regensburg Abschied von Bischof emeritus Manfred Müller. Zu Beginn des Requiems begrüßte Bischof Rudolf Voderholzer die zahlreichen Gläubigen und Ehrengäste. Friedrich em. Kardinal Wetter in Konzelebration mit Bischof Rudolf Voderholzer, Gerhard Kardinal Müller und weiteren Bischöfen würdigte den Verstorbenen in seiner Predigt als leidenschaftlichen Religionslehrer, der es vermochte, die selbstlose Liebe in die Herzen der Jugendlichen einzupflanzen. Bereits am Vortag war der Sarg des Verstorbenen vor den Altarstufen der Regensburger Kathedrale zur Feier der Totenvesper aufgebahrt worden. Bis in die Abendstunden hatten die Gläubigen die Möglichkeit, sich von Altbischof Manfred zu verabschieden und sich mit einem letzten Gruß in ein Kondolenzbuch einzutragen.


Sehern Bildergalerie: Requiem für Bischof em. Manfred Müller

Bischof Manfred: ein leidenschaftlicher Religionslehrer

Über das Hinübergehen des Altbischofs vom Leben in den Tod erklärte Friedrich Kardinal Wetter in seiner Predigt: „Im Glauben wusste er, das ist nicht das Ende, sondern Anfang. Durch das Tor des Todes geht er ein in das Leben. So ist Bischof Manfred hineingestorben in die Arme des auferstandenen Herrn, wissend, jetzt beginnt das Leben in Fülle, das der Herr uns verheißen hat (Joh 10,10). Jetzt nimmt mich der Herr in seine eigene Auferstehung hinein. Jetzt darf ich auf ewig auferstanden mit Jesus beim Vater leben. Diese letzten Jahre des Loslassens und des Hinübergehens zum Herrn waren zugleich die letzte Predigt, die er uns gehalten hat. Eine Predigt ohne Worte, gelebt im gläubigen Gehen zu Gott in die Ewigkeit. In dieser gelebten Predigt zeigt er uns, dass wir nicht uns selber gehören, sondern dem Herrn, im Leben und im Sterben, wie es der Apostel sagt.“

Manfred Müller, so Kardinal Wetter, sei ein leidenschaftlicher Religionslehrer gewesen. So habe er ihm einmal erzählt, dass seine schönsten Jahre, die Jahre am kleinen Gymnasium in Lindenberg im Allgäu gewesen seien. Bischof Manfred habe die Jugendlichen stets aus dem Geist heraus unterrichtet, ihren Herzen Güte und selbstlose Liebe einzupflanzen, hob der Kardinal hervor und betonte abschließend: „Bischof Manfred ging auf die Menschen zu, zeigte ihnen, dass er für sie da ist und sie mag. Stets bemühte er sich, in seinem Bistum Frieden und Einheit zu wahren. Die Gläubigen sollten sich in der Kirche beheimatet fühlen. Als Steuermann im Schiff der Kirche von Regensburg hat er mit ruhiger Hand sein Bistum durch das Auf und Ab jener Jahre gelenkt.“


Brotzeit für alle Gläubigen

Am Ende des Requiems geleiteten die Bischöfe den Sarg hinab in die Bischofsgruft. Hier fand Bischof em. Manfred Müller seine letzte Ruhestätte neben der Grablege seines Vorgängers, Bischof Rudolf Graber. Zu Lebzeiten hatte Bischof Manfred festgehalten, dass zu seiner Beisetzung nicht nur an das geistige, sondern auch an das leibliche Wohl gedacht werden sollte. So gab es für alle Gläubigen auf Wunsch des Altbischofs im Anschluss an das Requiem auf dem Domplatz einen Teller Gulaschsuppe und etwas zu trinken. Zahlreiche Gläubige nutzten dieses Zusammenkommen, um gemeinsam Erinnerungen an den verstorbenen Bischof von Regensburg auszutauschen.